Freitag, 30. September 2022

Wanderung mit Überraschung

 Am Montag hatten wir die Idee, zu versuchen, den See zu Fuß ein Stück zu umrunden, um vielleicht von gegenüber zu unserem Häuschen zu schauen. Leider ist das Ufer direkt zu unwegsam, also musste wir größere Umwege in Kauf nehmen. Irgendwann, als uns schon fast klar war, dass es uns nicht gelingen würde, kamen wir an diesem wirklich sehr hyggeligen Grundstück vorbei. 



In der Einfahrt standen 2 Eimer mit kleinen Birnen, die uns an den „Millionenbaum“ erinnerten, den wir vor fast 40 Jahren immer am Wegesrand beerntet haben, soviel der Kinderwagen tragen konnte. Es war einige Arbeit, die kleinen Birnen zu schälen und zu schneiden, um daraus Birnenkompott zu kochen, aber am Ende war es ein leckerer Gaumenschmaus.
Daran fühlten wir uns erinnert, als wir die Eimer sahen - viele Birnen waren offensichtlich von Vögeln angepickt und hatten sonstige Schadstellen. Aber Jochen fand eine, die er gleich genießen wollte. Unsere Vermutung war, dass die Eimer abgeholt würden zur Tierfütterung. 
Wir gingen also weiter mit unserem Ziel, das gegenüberliegende Seeufer zu finden. Wir haben es auch gefunden, aber eine ganz versteckte einsame Bucht, von der aus man gar nicht weit sehen konnte. Schade, aber dennoch blieb uns ja die herrliche Wanderung durch den Wald und dann… 
kam uns plötzlich ein Auto auf diesem entlegenen Weg, der eigentlich ins Nirgendwo führte, entgegen? Darin saß eine ältere Dame, die uns auf schwedisch ansprach und erst nach einigen Minuten merkte, dass wir ihren Ausführungen gar nicht folgen konnten. Wir können schon gewisse Redewendungen verstehen und selbst verwenden, aber einer schnellem Redefluss können wir leider nicht folgen. Jedenfalls stellte sich heraus, dass sie vor vielen Jahren aus Süddeutschland nach Schweden ausgewandert ist und gemeinsam mit ihrem Mann diesen Hof gekauft und instandgesetzt hat. Jedenfalls hat sie uns ganz freundlich erzählt, dass sie diesen Birnbaum vor langer Zeit gepflanzt haben und er trug 19 Jahre lang keine Frucht und in diesem Jahr sind sie von einer Fülle überrascht worden. Sie sei jeden Morgen sehr früh aufgestanden, um den Vögeln zuvor zu kommen, die die leckeren Birnen natürlich auch entdeckt hätten. Aber sie war immer zu spät. Also müssen sie sich damit arrangieren und all die angepickten Birnen bekäme ihr Nachbar für ihre Schweine.
Als Jochen ihr erzählte, dass er so gerne „Birnen & Klöße“ ist, war es um sie geschehen. Wir sollten doch zu ihr ins Auto steigen und sie würde uns dann liebend gern Birnen mitgeben. Ins Auto sind wir nicht gestiegen, weil wir uns ja an der frischen Waldluft bewegen wollten, aber wir würden ja zwangsläufig bei ihr vorbeikommen.
Und als wir dann wieder an ihrem Grundstück waren, stand sie mit einem Arm voll Birnen bereit. Wir hatten für Pilze einen Beutel mit und so ist letztendlich eine kleine Ernte 


Wir hatten ja noch fast 2 Stunden Weg vor uns, den wollten wir uns nicht unnötig schwer machen. Zunächst aber waren wir noch eine gute halbe Stunde im Gespräch. Sie - namentlich bekannt haben wir uns nicht gemacht, eigentlich untypisch für Schweden, wo man sich gleich mit dem Vornamen anspricht - erzählte uns, dass sie viele schwedische Freunde hätten und auch ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn bestünde, aber letztendlich meinte sie dann, es sei „…schön gewesen, sich in dieser Einsamkeit, mal wieder unterhalten zu können…“. Ihr Mann kam nur kurz mal aus dem Haus.
Im Nachhinein war es uns schon etwas seltsam - ob sie uns beobachtet hatte und dann hinterher gefahren ist? Wir werden es nicht erfahren. 
Letztendlich war es eine unterhaltsame Begegnung mit dem netten Effekt, dass wir am Tag darauf 
ein leckeres Essen auf dem Tisch hatten. Übrigens sind es Grießklöße, die zu diesem Gericht gehören. Bevor ich Jochen kennenlernte, kannte ich dieses Gericht nicht. Es kommt ursprünglich aus Schlesien, wo die Großeltern seines Vaters einen Weinberg besaßen.
Soviel also zum Montags-Erlebnis.

Vorhin habe ich gelesen, dass Birgitt wieder unsere Monatsrückblicke sammelt und da ich gerade Zeit und Gelegenheit habe, möchte ich endlich auch eine Collage für den September beisteuern…


Der Monat begann mit einem Saxophonkonzert auf der Café-Terrasse unserer Werkstatt und dann am Beginn des Urlaubs habe ich den ersten Teil der Roman-Geschichte „Eine Familie in Berlin“ - über die Frauen der Künstler-Familie Dehmel - beendet und gleichzeitig auch das erste Farbverlaufs-Sockenpaar (eigentlich hab ich es gern, wenn beide Socken identisch aussehen, aber bei dieser Wolle geht das gar nicht und so sind sie eben kunterbunt geworden - auch gut). Das nächste Handarbeits-Experiment war ein Raglan-Pullover mit 2-farbigem Muster - eine Premiere für mich. Es ging mir besser von der Hand als ich dachte. Das Muster ist inzwischen auch fertig, nur der Pullover selbst noch nicht. Das Ergebnis zeige ich selbstverständlich in Kürze. 
Links unten sieht man einen unserer wunderbaren Pilzfunde, die uns in den ersten Tag hier im Wald begegnet sind - alles in allem haben wir 3x Steinpilze gegessen. In der 2. Woche haben wir keine essbaren Pilze mehr gefunden - durch Regen und kleine Waldbewohner waren sie wirklich nicht mehr pflückenswert. 
Das Häuschen müssen wir leider heute schon putzen und morgen noch „leiderer“ wieder verlassen - wir haben uns hier sehr wohl gefühlt und der Abschied fällt uns echt schwer.

Nun also - ich muss tatsächlich packen. Deshalb komme ich an dieser Stelle zum Schluss. 
Es wird aber noch mindestens eine Fortsetzung von unseren Reise-Erlebnissen geben.
Bis dahin…
herzlichst,
🌲 Lene (noch im schwedischen Wald) 🌲

Verlinkt bei: Birgitt`s Monats-Collagen September


Mittwoch, 28. September 2022

Sonntagsausflug bergauf

 Diese Auszeit, die von uns so intensiv herbeigesehnt wurde und von der wir uns vor allem anderen (innere) Ruhe und ein Abseits von jeglichem Stress erhofft hatten, hat unsere Erwartungen bisher wirklich erfüllt. Wir haben unser Schlafdefizit aufgefüllt, sind endlich wieder ausgiebig zum Lesen gekommen und konnten gaaaanz tief durchatmen. Während der Herzallerliebste auf dem See gerudert ist, hab ich begonnen, einen Pullover mit 2-farbigem Muster zu stricken. 

Aber es war uns natürlich gleichzeitig auch wichtig, unsere Umgebung zu erkunden, uns an frischer Luft zu bewegen und die herrliche Landschaft zu genießen. Nachdem wir zunächst auf unseren Spaziergängen in unmittelbarer Umgebung den Duft & die Stille des Waldes und die Freude an den Steinpilzen genossen 😄 wurden unsere Kreise etwas größer. Da wir in diesem Jahr eher ein herbstliches als spätsommerliches Wetter erleben, nutzen wir für unsere Ausflüge jeden sonnigen Moment, in den usseligen Momenten mit Regen und Wind sitzen wir am Kamin und - siehe oben.

Am Sonntag führte uns der Weg tatsächlich hinauf zum…


Also wer mag, ist herzlich eingeladen, uns zu begleiten auf dem Weg zum Hultaklint. Aber Vorsicht, es geht über Stock & Stein, der Gleichgewichtssinn ist gefragt…



Man soll vom Gipfel des Hultaklint eine schöne Sicht übers Land haben und das stimmt!!! Es war einfach herrlich den Blick zu genießen…


Aber wenn wir schon hier oben sind, wollen wir natürlich wissen, was es mit der „Singoallas Grotta“ auf sich hat? Also kraxeln wir noch ein Stück weiter auf die andere Seite des Bergs und bleiben aufmerksam, wohin wir unsere Schritte setzen.





Die Grotte besteht aus einen Hohlraum im Felsen - 



der Name dieser Höhle/Grotte geht auf eine Sage von Victor Rydberg über die verbotene Liebe von Ritter Erland Mansköld und der schönen Signoalla zurück. 
Auch von hier hat man einen zauberhaften Blick auf den Klintsjön


Diese Bilder und der wilde Weg auf den Berg hinauf (und natürlich wieder herunter😊) werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Es ist ein weiteres Glied in der Kette besonderer Erlebnisse in der schwedischen Natur. 

Wer noch etwas nachlesen möchte, gern hier…


Das war unser Sonntagserlebnis - es gibt aber noch mehr zu erzählen - also Fortsetzung folgt…

Seid herzlich gegrüßt von

🍁 Lene 🍁

Donnerstag, 22. September 2022

Urlaub zwischen Sommer & Herbst

 Während wir hier mittendrin sind im Urlaubsgenuss haben tatsächlich die Jahreszeiten gewechselt. Wirklich wichtig ist es im Moment für uns nicht, wir müssen schon überlegen, welcher Wochentag ist. Aber hier im geliebten Schweden hat uns gleich ein freundlicher Herbst begrüßt - das Licht, die Temperaturen, das Laub der Bäume - alles ist schon nicht mehr sommerlich. Dennoch hat uns die Natur gleich verzaubert und die Stille ringsum uns her tut so unendlich gut. Wir genießen jeden einzelnen Moment…

Aber nochmal zurück zum Anfang: Der Abschied in Rostock am Samstag Morgen (wir sind um 2.30 Uhr aufgestanden ☺️) wurde uns recht leicht gemacht…


Also rauf auf die Fähre…


… und nochmal eine Mütze Schlaf nachholen - erstmal verpasst man ja nix auf See. Außerdem geht man den „schwankenden Planken“ im Bett ideal aus dem Weg, bis…


…wir im Sonnenschein die dänische Insel Mön (oben links) passieren und Trelleborg in Sicht kommt -
also Schweden begrüßt uns in herrlichster Sonne, aber zugegeben mit herbstlicheren Temperaturen (um 14 Grad). Somit waren wir bereits mit der Ankunft hier in der 3. Jahreszeit angekommen. Doch das ist gar nicht schlimm, denn wir waren nicht nur kleidungstechnisch darauf eingestellt. 
Nach 3-ständiger Fahrt erreichten wir am frühen Abend unser Heim auf Zeit und…


… mussten unsere unmittelbare Umgebung erst einmal auf uns wirken lassen. Soooo schöööön!!!


Diese 2 Wochen sind einfach nur zum genießen da - inzwischen haben wir auch unser Schlaf-Defizit wieder aufgeholt. Das merke ich an mir sehr deutlich. Unser vornehmliches Ziel ist wirklich Entspannung ohne irgendwelchen Druck, die Umgebung nach Sehenswürdigkeiten abzugrasen, die man gerade hier auch suchen müsste. Uns sind die Wälder & Seen ringsum sehenswürdig genug und deshalb sind wir täglich zu Fuß unterwegs…

Schöne, typische Häuschen am Wegesrand, die sooo viel Gemütlichkeit ausstrahlen

Steinpilz-Prachtexemplare, die wirklich beeindruckend sind, aber leider auch anderen Lebewesen sehr gefallen. Aber man bekommt meistenteils ein gutes essbares Stückchen ab 😋

Uups - Schäfchen mitten im Wald?

Hier ist das Gehöft dazu

Die Moosteppiche über Felsen, Steinen und Baumstümpfen sind so faszinierend und regen die Phantasie an, man könnte sich durchaus vorstellen, dass darunter Wichtel und Tomte leben 😄




Und natürlich diese herrlich roten Gesellen - einer immer schöner als der andere

Wir sind immer zwischen spätem Frühstück und Kaffeestündchen unterwegs - so ein gewisser Rhythmus hat sich in den wenigen Tagen hier schon ergeben. Danach geht jeder so seiner Beschäftigung nach - der Herr an meiner Seite kümmert sich ums Kaminholz und rudert zum Angeln über den See. Ich selbst stricke oder sitze mit meiner Zungentrommel auf dem Terrassen-Steg und mache mich mit dem Instrument bekannt. Es ist ein vorfristiges Geburtstagsgeschenk und wo könnte man sich besser damit bekannt machen als hier mit dem Plätschern des Sees als Begleitung und mitunter stimmt dann auch ein Vogel in die Klänge ein. Man kann damit keine Melodien/Lieder spielen, weil sie nur 8 Töne hat, die zwar aufeinander abgestimmt sind, aber keine Tonleiter bilden. Es fehlen Töne dazwischen.
Ich will hier absichtlich kein Foto zeigen, um diesem leidigen Werbungs-Thema aus dem Weg zu gehen, aber wen es interessiert, der kann ja den Begriff „Zungentrommel“ in seine Suchmaschine eingeben.
Auch wenn es ein gewisses Stück „Arbeit“ ist, harmonische Klangfolgen zu finden, es tut der Seele definitiv gut, einfach abzutauchen, allemal in dieser schönen Umgebung. 

Ja und wenn die Sonne dann hinterm Wald abtaucht, dann zündet der Herzallerliebste den Kamin an, wir brutzeln uns die Pilzfunde vom Tag, lesen und/oder stricken bis uns die Augen zufallen. 
Hin und wieder meint man auch, Elche oder Hirsche zu hören, gesehen haben wir bisher aber nur ihre Hinterlassenschaften. 

Nun wird es wieder Zeit - die Sonne scheint und es zieht uns raus in die Natur. Für nächste Woche sind viele Regenstunden vorhergesagt. Sicher wird es auch dann Lücken geben, in denen man sich gut und gern draußen bewegen möchte. Aber solange die Sonne scheint, ist es ein wirklich großes Vergnügen, welches wir uns keinesfalls entgehen lassen wollen. 
Der heutige Weg ist bereits ausgewählt - mal sehen, was uns am Wegesrand begegnet. Ich habe immer ein Beutelchen zum Sammeln der Schätze dabei. 

In diesem Sinne - ich melde mich auf jeden Fall in Kürze wieder. Ich möchte diesmal schon von hier aus direkt erzählen, weil ich mir sicher bin, dass mich nach unserer Rückkehr gleich wieder der Alltag voll im Griff hat. Daran möchte ich jetzt aber noch gar nicht so sehr denken. 

Ich wünsche Euch einen ganz schönen bunten Herbstanfang - lasst es Euch gut gehen!

Herzlichst 
🍁 Lene 🍁
Verlinkt bei: niwibos Herbstklopfen


Sonntag, 28. August 2022

Urlaub in Sicht

Ich bin froh, erleichtert, zuversichtlich, vorfreudig… 

Das hätte ich so vor 2 Wochen ganz sicher noch nicht gesagt. Da fühlte ich mich nur gestresst, erschöpft und ständig müde. So extrem habe ich es noch nie empfunden und war erschrocken, was es mit einem macht, wenn man alles durch eine so dunkle Brille sieht. Zum Glück liegt diese Zeit endlich hinter mir und so langsam kehrt die innere Ruhe und die positive Grundeinstellung wieder zurück. Und so kommt mir die obige Aussage jetzt schon wieder leichten Herzens über die Lippen.

So konnte ich auch unseren netten Besuch von Ernie & Papa am letzten Wochenende genießen - der kleine Mann hatte viel zu erzählen und innerhalb kürzester Zeit war das Wohnzimmer wieder in eine große Baustelle verwandelt und 3 Generationen spielten mit unzähligen Fahrzeugen, die endlich nicht mehr länger im Keller auf ihren nächsten Einsatz warten müssen. So war es ja damals gedacht, als wir all die Flori-Spielzeugschätze sorgsam einpackten, um sie für seine Kinder aufzubewahren. Wir genießen jeden Moment als Großeltern sehr!

Auch einen Waldspaziergang am vergangenen Sonntag haben wir besonders intensiv genossen - nach ausgiebigen Regenschauern duftete es herrlich und man musste einfach gaaaanz tief einatmen. Und wir waren natürlich nicht allein…


Während wir unter den „äußerst sommerlichen“ Temperaturen mitunter ziemlich gelitten haben, gefielen sie den Chili-Pflanzen auf dem Balkon offensichtlich sehr. Dank den täglichen Wassergaben und der Wärme haben sie sich richtig gut entwickelt…


Der Herzallerliebste freut sich schon auf die Ernte der scharfen Früchtchen 🌶 

Vor wenigen Tagen traf wieder ganz schöne Sommerpost bei mir ein,…


die für entspannte (Tee-) Genuss-Momente sorgte und für die ich mich bei Claudia ganz herzlich bedanken möchte. Sie hat mir das nötige Quäntchen Motivation gebracht, endlich auch selbst noch Sommerpost auf die Reise zu schicken. Noch ist es ja nicht zu spät. Die Idee und das Material warteten ja quasi nur auf die praktische Umsetzung. Letztendlich sind diese Karten - in einer Mischung aus Basteln und Nähen - entstanden…


Mögen Sie sicher und wohlbehalten bei ihren Empfängern ankommen!

Gestern kam hier, wie häufig an Samstagen, die Frage auf: „Backen wir und wenn ja, was?“ Relativ schnell wurde es ein Birnenkuchen, für den alle Zutaten vorhanden waren. Eine kleine Einschränkung gab es allerdings doch. Laut Rezept hätten es 50 g mehr saure Sahne für den Guss sein sollen. So hab ich spontan entschieden, dass die 3 Eiweiß, die im Teig keine Verwendung fanden, steif geschlagen dem Guss noch mehr Fluffigkeit verleihen werden. Mein Plan ging auf…



Er ist wirklich gut gelungen und schmeckt lecker, aber beim nächsten Mal dürfen es gern mehr Birnenstücke sein, obwohl wir schon mehr verwendet haben als im Rezept angegeben. Früher war ich ja der Meinung, man müsse sich bei Backrezepten streng an die Mengenangaben halten, damit es gelingt. Aber nach der Erfahrung von fast 4 Jahrzehnten (unglaublich, aber wahr!) Küchenpraxis sehe ich es durchaus lockerer. 

Ja also am Ende des Monats kann ich mit Freude feststellen, dass der August doch noch die Kurve gekriegt hat und sich ziemlich freundlich und positiv entwickelt hat. Dafür bin ich unendlich dankbar! Auch der ausgiebige Regen und die damit verbundene Abkühlung war eine Wohltat - man sieht den Bäumen direkt an, wie gut er ihnen getan hat (und uns auch)!

Jetzt heißt es Anfang September noch eine berufliche Herausforderung zu meistern und dann… gehört der Rest des Monats der Entspannung - herrliche Aussichten! 

Auch Euch allen wünsche ich einen schönen August-Ausklang!
Lasst es Euch gut gehen und vor allem gilt nach wie vor: bleibt gesund!

Herzlichst,
🌳 Lene 🌳


Sonntag, 31. Juli 2022

Juli Adieu - hallo August

 Der Juli war ein ziemlich buntes Durcheinander von

- beruflicher Arbeit mit doppeltem Pensum bei kuscheligen Büro-Temperaturen von 28 Grad 

- viel Organisation und Vorbereitung des Umzugs unserer Frau Mutter innerhalb des Seniorenstifts vom eigenen Appartement auf die Pflegestation. Die Hauptsache aber ist, dass die Muddi angekommen ist und es ihr sichtbar besser geht. Das merkt man ihr deutlich an, auch wenn sie sich bewusst ist, dass es der letzte Umzug für sie war

- einem unterhaltsamen und genussvollen 70. Geburtstag der großen Schwester 

- der Sorge um den Herzallerliebsten und seiner Fuß-Verletzung. Viel Geduld ist gefragt für die Heilung, die noch einige Wochen andauern kann. Langsam können wir aber wieder kleine Runden drehen und waren gestern sogar mit dem Auto auf einem kleinen Landausflug mit Einkehr zu einem leckeren Imbiss aus Anlass seines Geburtstages


- auch in der Küche ging es etwas bunter zu - noch vor seinem Unfall hat der Herzallerliebste Konfitüre aus Erdbeeren und Kirschen gekocht und als er dann gehandicapt war, habe ich experimentiert: rote Früchte pikant gefüllt und Blätterteig-Spiralen mit Pesto dazu gereicht und…
ein neues Gerät hat Einzug gehalten: ein Grill für den Balkon, der die Premiere mit Bravour bestanden hat


- in kreativer Hinsicht war im Juli nix los bei mir - es fehlte einfach die Energie. Am Ende eines Tages bin ich meist schon am frühen Abend auf der Couch eingeschlafen. Aber das wird sich wieder ändern, sobald die anderen „Baustellen“ aufgelöst sind und die Temperaturen sich wieder in meinen Wohlfühlbereich begeben.

- keinesfalls vergessen möchte ich die tolle Sommerpost, die mich erreicht hat, das Wellenrauschen von Tina


und das 🏖Feeling von Manu


Heute verabschieden wir uns vom Juli und begrüßen morgen tatsächlich schon den August.
 
Besondere Pläne haben wir nicht. 
- Mir stehen weitere 3 Arbeitswochen mit doppeltem Pensum bevor und 
- wir übergeben das Appartement meiner Mutter ans Seniorenstift. Somit ist dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen.
- Ansonsten werden wir jede Gelegenheit nutzen, um Landluft zu schnuppern und die Seele baumeln zu lassen.
- Vielleicht gibt es auf der Selbstpflücke-Plantage wieder verlockendes Obst, dem wir nicht widerstehen können?
- Ich möchte auch gern noch Pfirsich-Marmelade kochen,
- der vierteljährliche Checkup beim Hausarzt steht an und 
- ein Friseurbesuch.
Mal sehen, was sich sonst noch so ergeben wird? Netten Erlebnissen sehen wir immer gern mit Freuden entgegen. 

„WER DIE GEGENWART GENIESST, HAT IN ZUKUNFT EINE WUNDERVOLLE VERGANGENHEIT!“

In diesem Sinne - gehabt Euch wohl und macht das Schönste aus dem August! Ich werde es auch versuchen und berichte natürlich hier darüber.

Herzlichst,
☀️ Lene 👒

Sonntag, 17. Juli 2022

Was hier so los war

 Jetzt hat es doch etwas länger gedauert, bevor ich mich in Ruhe der Rückschau auf die entspannten Tage in Flensburg widmen kann.

Meine Mutter ist inzwischen in ihrer neuen Umgebung angekommen und eigentlich fühlt sie sich auch wohl. Allerdings ist sie leider ein Mensch von skeptischer, um nicht zu sagen unzufriedener Natur. Das war und ist nicht einfach, aber manches Mal gelingt es, sie von den Vorzügen einer Sache/Situation zu überzeugen. Wobei es in diesem Fall - dem Umzug vom eigenen Appartement auf eine Pflegestation - einiges Fingerspitzengefühls bedurfte. Inzwischen ist das Appartement weitgehend geräumt und ihr neues kleines Reich eingerichtet. Im Grunde geht es ihr auch gesundheitlich besser, weil sie dort einfach direkter umsorgt werden kann. Insofern ist wieder eine gewisse Beruhigung eingekehrt und das ist recht erleichternd.

Aber… dafür hat sich der Herzallerliebste am vergangenen Sonntag durch ein Missgeschick den Fuß verletzt - es erinnerte zunächst an meinen Sturz vor einem Jahr. Allerdings hat es bei ihm einen anderen Verlauf genommen, deshalb benötigt er auch 2 Gehstützen, um sich fortzubewegen. Doch auch er ist auf dem Weg der Besserung. Heute haben wir das Erste Mal wieder gemeinsam das Haus verlassen und eine Mini-Runde an der frischen Luft gedreht. 

Heute morgen um 3 Uhr wurden wir übrigens mal wieder durch einen lauten Knall von berstendem Blech geweckt. Hin und wieder wird unsere Hauptstraße als nächtliche Rennstrecke missbraucht und dann müssen Laternen, Buswartehäuschen und heute Nacht Straßenschild und Bauzaun klein bei geben.

Für mich heißt es noch, weitere 4 Wochen doppeltes Pensum zu arbeiten. Irgendwie wird es gehen, muss ja. Was mich daran allerdings sehr wurmt, ist, dass ich in dieser Zeit kein Home Office machen darf. Also Augen zu und durch und die Vorfreude auf den Schweden-Urlaub im September genießen und/oder an die schönen Tage in Flensburg zurückdenken…

Nachdem wir in den letzten beiden Jahren in Nord- und Ostfriesland unterwegs waren, sind wir nun wieder zur Ostsee zurückgekehrt. In jedem Fall zieht es uns doch unbedingt immer ans Wasser, ob Ost- oder Nordsee oder wie in Schweden an Binnen-Seen. Und so haben wir uns für dieses Jahr zum Hochzeitstag eben Flensburg auserkoren.

Wir haben uns in dem historischen Häuschen in der malerischen Gasse sehr wohl gefühlt 

und möchten sehr gern wiederkommen, weil wir die Umgebung unbedingt noch mehr erkunden möchten, vor allem auch die dänische Seite der Förde, z.B. ein Stück des Gendarmenstieg erwandern.

Diesmal haben wir uns in der Stadt selbst


umgesehen. Der „grüne Kamerad“ (unser fahrbarer Untersatz seit 24 Jahren) durfte Pause machen - wir haben bis auf eine Ausnahme alles zu Fuß erkundet. Unten rechts sieht man das Generalkonsulat von Dänemark und daneben das weiße Gebäude ist das Versammlungshaus der Freimaurer.

Neben den kleinen Gassen sind die lauschigen Innenhöfe sehens- und liebenswert.


Dort kann man kleine, feine Läden entdecken oder sich in netten Cafés und Restaurants mit leckeren Speisen bewirten lassen. Das gelbe Gebäude (oben rechts) ist ein Senioren-Pflegeheim - dort durfte man nicht näher in den Hof.

Natürlich kommt man in Flensburg an der Förde und am Hafen nicht vorbei - dort liegen auch Museums-Schiffe vor Anker


Unten rechts sieht man die Alexandra, die jetzt im Sommer zu Förderundfahrten unterwegs ist. Als wir dort waren, wurde sie noch von Ehrenamtlichen auf Vordermann gebracht.

Wir sind sowohl am Ufer der Förde entlanggewandert


als auch auf dem Wasser mit der MS Viking nach Glücksburg unterwegs gewesen


Auch dort war es eine ganz hyggelige Atmosphäre. Wir sind vom Schiff aus zu Fuß durch einen kühlen Wald zur Glücksburg gewandert - ein herrlicher Spaziergang. Die flachen Gebäude beherbergen heute Ferienwohnungen. 

Mich haben die Fenster der St. Marienkirche in Flensburg total fasziniert, die in lebhaften Farben biblische Geschichten erzählen. Sie sind das letzte große Werk der Künstlerin Käte Lassen. 



Es waren herrliche entspannte Tage an der Förde - wir sind ohne konkrete Pläne angekommen, was wir unbedingt sehen wollen - ganz im Gegenteil. Wir wollten alles auf uns zukommen lassen und ganz spontan das tun, wozu wir gerade Lust haben. U.a. sind wir auch zum Wasserturm gewandert, von dem man einen herrlichen Blick über die Förde haben soll. Wir haben ihn auch gefunden und bestiegen, aber von dem Ausblick hatten wir uns mehr erwartet, Wasser war kaum zu sehen. Aber… im Erdgeschoss des Turms saß eine ältere freundliche Dame, die uns darauf aufmerksam machte, dass man zur Erfrischung nach dem Aufstieg gern einen Becher Wasser aus dem Reservoire zapfen könnte, was wir sehr gern taten und sehr angenehm überrascht waren von der weichen Wasser-Qualität. So hatte sich die Wanderung dann doch gelohnt, statt von oben Wasser zu sehen, konnten wir erfrischendes Wasser genießen. 

Nun wünsche ich uns eine schöne Woche, die neben Verpflichtungen auch entspannte Momente und  neben hitzigen Temperaturen hoffentlich auch Erfrischungen bereithält. 

Herzlichst

👒 Lene 🥤





Samstag, 2. Juli 2022

Herzlich Willkommen Juli

 Gestern sind wir zurückgekehrt - bei Starkregen auf dem größten Teil der Strecke und mit einer Autobahnsperrung kurz vor Berlin - und wieder hier oben in unserem Nest angekommen. Angefüllt mit all den entspannt-schönen Eindrücken und Erlebnissen der Auszeit im Norden.

Nach einem Telefonat mit meiner Schwester, die mit einer heftigen Erkältung das Bett hüten muss, war ich auf dem neuesten Stand, was während meiner kurzen Abwesenheit passiert ist. Unsere Mutter ist seit Mittwoch zurück in ihrem Appartement im Seniorenstift. Gleichzeitig stand allerdings fest, dass ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung unumgänglich geworden ist aufgrund ihres Pflegebedarfs. Sie hätte sich für eine Einrichtung mit Einzelzimmern im anderen Stadtbezirk entscheiden können, möchte aber nun doch auf die Pflegestation innerhalb des Hauses wechseln. Dort gibt es einen Platz in einem Zweibettzimmer, in dem sie die Mitbewohnerin bereits kennt. Der Umzug ist bereits für übermorgen geplant. Meine Schwester war mit ihr für heute Nachmittag verabredet, um die persönlichen Dinge auszuwählen, die sie mitnehmen möchte. Da sie aus besagten Gründen verhindert ist, springe ich nun spontan ein. Ich hätte mir einen sanfteren Start in den Alltag gewünscht, aber was soll meine Mutter sagen… 

Ansonsten liegt der Juli noch recht unverplant vor uns, 

 - es gibt lediglich eine Einladung zum 70. Geburtstag meiner Schwester und 

- eine Woche später steht der Geburtstag des Herzallerliebsten an, der natürlich auch nicht unbeachtet bleiben wird. 

- An den Abenden werde ich wieder häufiger die Stricknadeln klappern lassen und

- das neue Sofa wird endlich seine Kissen bekommen. Der Stoff soll heute eintreffen - ich bin sehr gespannt!!!

- Auch die Markise auf dem Balkon hat eine Reparatur nötig, die Stürme der letzten Zeit haben dem Stoff sehr zugesetzt. Und da wir ja versuchen, den Nachhaltigkeitsgedanken umzusetzen, wird, wo es möglich ist, repariert anstatt neu zu kaufen. 

Das sind meine bescheidenen Pläne für den Juli - ich hoffe sehr, dass mit einer guten Kombination aus Präsenz in der Werkstatt und Home Office auch häufigere Besuche bei meiner Mutter möglich sein werden. Denn mein Überstundenkonto lässt da leider keinen Spielraum, was sich gerade jetzt als ungünstig erweist. Aber wenn ich die Pausen für die Besuche mit abendlicher Arbeitszeit am heimischen Schreibtisch ausgleichen kann, sollte es gut klappen. 

Soviel aktuelles für heute. 

Demnächst geht es mit dem einen oder anderen Erlebnis aus unserer Auszeit weiter…

die schon am Morgen ganz entspannt mit einem solchen Amselkonzert begann


Der Blick aus dem Schlafzimmer ging auf die kleine lauschige Terrasse und den Wasserspielplatz nebenan, aber die virtuose Amsel saß halt immer auf dem Dach des Nachbarhauses.

Nun wünsche ich Euch ein ganz und gar herrlich entspanntes, erfrischendes und froh gelauntes 1. Juli-Wochenende und eine möglichst angenehme darauf folgende Woche!
Bleibt schön gesund!!!

Herzlichst

🍧 Lene 🍧