Sonntag, 29. November 2020

1. Advent

Ich hoffe sehr, Ihr hattet einen ganz schönen, gemütlichen 1. Advent in diesen besonderen Zeiten. Auch wir zwei beiden haben uns bei Kerzenschein Dominosteine, Spekulation & Co. auf der Zunge zergehen lassen. Viel Deko findet man bei uns noch nicht. Die wird sich erst so nach und nach bei uns einfinden. Das finde ich eigentlich sehr nett. Genauso wie wir an jedem Adventssonntag ein Lichtlein mehr entzünden, so kommt auch immer ein dekoratives Stück (aus der Kiste) hinzu. 

Gleichzeitig ist es mir dann doch gelungen, mein Adventsköfferchen fürs Büro zu füllen, um es morgen mitzunehmen. Bis zum 4. Advent wird es dann, soweit es mir möglich ist, immer wieder Nachschub geben. Ideen liegen noch bereit. 

Kuschel- und Sternekissen, Sternchen zum aufhängen, Täschchen, gefilzte Windlichter, Filzpuschen und die obligatorischen gestrickten Socken 

In den kommenden Tagen haben für mich die Teezauber-Adventskalender-Vorbereitungen oberste Priorität, damit die Brieflein auf die Reise gehen können. 

Ich wünsche Euch nun eine ganz schöne, lichterhelle Adventswoche mit recht vielen besinnlichen Momenten im Kerzenschein. Macht es Euch schön! Lasst Euch nicht nerven von den anhaltenden Corona-Maßnahmen. Sie sollen uns nicht schikanieren, sondern schützen.

Herzlichst

🌟 Lene 🌟


Dienstag, 17. November 2020

Advent, Advent

Es naht der Advent und die Vorfreude breitet sich aus...

Und deshalb hab ich heute, so kurz vor knapp ein kleines Angebot zu machen, für diejenigen, die vielleicht noch einen Adventskalender suchen, den sie für einen lieben Menschen, ob groß oder klein füllen können


23 Söckchen, Säckchen, Beutel, Kugeltäschchen, 1 Nikolaus-Stiefel,
24 nummerierte Klämmerchen und eine Schnur zum Baumeln lassen, gehören dazu. Alles im güldenen Karton verstaut 

Ich würde mich sehr freuen, wenn er eine liebevolle Heimat fände.
Dieses Angebot gilt allerdings nur für Interessierte, die in Deutschland zu Hause sind, weil mir sonst der Aufwand leider einfach zu groß wäre. Sollte es tatsächlich mehrere Interessierte geben, entscheidet das Los.

Ansonsten versuche ich täglich, der Müdigkeit ein Schnippchen zu schlagen, was gar nicht so einfach ist an Tagen, wo es gefühlt gar nicht hell werden will. Dann hilft nur, in sich ein Lichtlein anzuzünden und voller (Vor)Freude eine Kleinigkeit zu werkeln.

Ich wünsche Euch eine schöne 2. Wochenhälfte!
Passt gut auf Euch auf und bleibt schön „negativ“ - Ihr wisst schon, wie es gemeint ist!

Herzlichst,

 🧡 Lene 🧡

Sonntag, 8. November 2020

Ein Sternchen...

 ... ist aufgegangen, nicht am Firmament, sondern in meiner kleinen Adventswerkstatt.


Er soll nicht allein bleiben, sondern ist nur der Erste seiner Art. 
Es prickelt in den Fingern😄

Ich wünsch Euch eine schöne Woche!
Passt gut auf Euch auf - bleibt schön gesund!

Herzlichst,

🌟 Lene 🌟


Samstag, 7. November 2020

Nordsee-Ruhe, Teil 2

 Nach den 4 schönen, erlebnisreichen Tagen in Husum mussten wir zum Glück nicht direkt zurückkehren nach Berlin, sondern sind lediglich ein Stündchen gefahren, um im beschaulichen Hedwigenkoog direkt hinterm Deich weitere 3 Tage Station zu machen.

Wir waren zu Gast auf einem Bauernhof und vom Wintergarten unserer Ferienwohnung konnten wir direkt zum Deich schauen, wie Ihr auf dem oberen Bild sehen könnt - zwischen den Bäumen kann man die Deichkrone entdecken. Es war manchmal lustig anzusehen, wenn wir von unserem Plätzchen aus, die Schafe laufen sahen, einmal nach rechts und dann wieder nach links... 

Unsere Vermieter hatten gerade mit der Kohlernte begonnen, als wir ankamen. Leider kamen sie nicht so gut voran, weil man bei Regen keinen Kohl ernten kann. Er lässt sich dann nicht einlagern. Ich hab mir darüber noch nie Gedanken gemacht, aber es ist logisch. 

Die Tiere, die uns am Hof begegnet sind, sind diese beiden Pferde, die auf der Wiese unter den Bäumen grasten, diverse Kätzchen und auf dem Hof gegenüber sind uns täglich die beiden (eigentlich waren es 3) Alpacas begegnet. Oder sind es Lamas? Ich hab bei ihnen nämlich den niedlichen Plüschpuschel zwischen den Ohren vermisst? Auf jeden Fall strahlen sie wohltuende Ruhe aus.


Hedwigenkoog gehört zum Amt Büsum-Wesselburen und weil ich von Büsum schon recht viel gehört hatte, war ich neugierig und so sind wir gewandert - immer auf dem Deich lang...
Das Hochhaus ist ein Büsumer Hotel



Voller Vorfreude waren wir unterwegs. Allerdings, ich bin ganz ehrlich, Büsum ist nicht meins. Einfach zu dicht bebaut und zu viele Menschen. Aber das ist sicher nur mein ganz persönlicher Eindruck. Vielleicht lagen die überlaufenen Straßen und Plätze auch daran, dass viele ihre Reisepläne, ebenso wie wir geändert haben? Mag sein! So haben wir nur eine Runde bis zum Hafen gedreht und...



... sind dann auf dem gleichen Weg zurückgekehrt - dieser Blick gefiel mir sehr viel besser, als das Gewimmel in der Stadt. 


Am Ende des Tages hatten wir 18 km auf unserem persönlichen Tacho. Wir waren müde, aber die Wanderung an frischer Nordsee-Luft tat gut.

Der nächste Ausflug führte uns zum Eider-Sperrwerk - 



es liegt an der Mündung der Eider in die Nordsee, ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk gegen Sturmfluten und wurde am 20. März 1973 eingeweiht. Leider kann man mit den Fotos nicht wirklich rüberbringen, wie mächtig dieses Bauwerk mit seinen gewaltigen Toren





Nachträgliche Ergänzung - ein Foto, auf dem man die Mächtigkeit dieses Bauwerks bzw. eines einzigen Tores im Gegensatz zum Menschen ist.


Wenn man die „Menschlein“ auf den Bildern sieht, kann man die Ausmaße der Tore erahnen, die im Ernstfall den Naturgewalten des Wassers standhalten sollen.
Dieses Bild ist am Fuße des Sperrwerks in Richtung Nordsee entstanden...


Nach dem gewaltigen Bauwerk kommt wieder ein Kontrastprogramm mit dem beschaulichn Städtchen Tönning (erste Erwähnung im Jahr 1187) das mir sehr gut gefallen hat.
In diesem Jahr (1187) wurden auch die Grundsteine für die St. Laurentius-Kirche mit ihren schönen Deckenmalereien gelegt


der historische Hafen...



Beeindruckend waren auch historische Gebäude wie dieses hier...


Also von Tönning haben wir leider nur einen kleinen Teil gesehen und erlebt. Daher und weil mir die Atmosphäre so gefallen hat, möchte ich gern, ebenso wie Husum so auch Tönning nochmals besuchen.
Vielleicht bei netterem Wetter ☀️ 

Nun geht unsere Nordseereise mit diesen Impressionen zu Ende...


Tschüß Nordsee, wir kommen wieder - das steht fest.


Bevor ich mich für heute verabschiede, möchte ich unbedingt noch von 💕 Dankeschön sagen 
für ganz nette Post, die mich erreicht hat...

Jack O’ Latern erreichte mich von Nicole und 


ein November-Gruß von
Tanja


Die Blümchen habe ich heute morgen auf unserer Balkonwiese gepflückt - die Cosmeen blühen noch sehr reichlich und das Gelbe sind Ringelblumen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende - macht es Euch daheim gemütlich und nett!
Ich werkle gerade wieder - vielleicht kann ich den Koffer auch in diesem Jahr mit „Lenes Kleinerlei“ füllen? 

Herzlichst,

🍁 Lene 🍁

Sonntag, 1. November 2020

Schönes Husum


Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohne Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.

Dieses Gedicht schrieb Theodor Storm über seine Heimatstadt und im ersten Moment denkt man, dass er wohl keine gute Meinung von ihr hatte. Aber dann... kommt das Herz ins Spiel und man spürt, dass ihn gute Erinnerungen mit Husum verbinden.

Ich gehe mal davon aus, das das Husum, welches wir gesehen haben, längst nicht mehr die Stadt ist, die Theodor Storm erlebt hat, der dort auch als Rechtsanwalt und Amtsrichter tätig war. Sie ist alles andere als grau - Husum, wie wir es erlebt haben ist bunt, lebendig, mit urigen Gassen, schönen Fassaden, netten Lädchen. Sicher lässt es sich dort gut leben und eine Reise wert ist sie allemal.
Das wir dem Meer nicht wirklich begegnet sind, lag ja an unserem Rhythmus. Wir wollten unser Schlafdefizit etwas auffüllen und das passte mit der Tide einfach nicht zusammen. 
Aber auch das Watt hinter dem grünen Deich und dem Rasenstrand war ein ganz neues Erlebnis für uns.
Unser Quartier war ein Häuschen in der Altstadt in der Nähe des Binnenhafens - man konnte die Geschichte des Gebäudes erahnen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.


Obwohl wir sehr gespannt auf diese, für uns neue Stadt bzw. Region waren, hatten wir uns vorgenommen, es ganz ruhig angehen zu lassen. Nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten eilen, sondern einfach treiben lassen. Alles kann, nichts muss!
So haben wir uns an jedem der 4 Tage nach einem ausgedehnten Spätstück auf den Weg gemacht durch und um die Stadt. Wer mag, kann sich jetzt einfach anschließen. 

Wir beginnen mit dem oben erwähnten Binnenhafen, auch „Husumer Au“ genannt. 
Er ist vom Außenhafen durch eine Eisenbahn- und Straßenhubbrücke getrennt. Die Fußgänger-Unterführung haben wir erst spät entdeckt.

Früher gab es hier eine riesige Schiffswerft. Heute ist es eine Flaniermeile zum Bummeln und verweilen in zahlreichen Restaurants mit großen Terrassen am Wasser. Hier liegen nur noch Sport- und Segelschiffe,  es ist der Startpunkt für Hafenrundfahrten und es liegt auch ein Restaurantschiff vor Anker. 





Im Außenhafen sind die Husumer Fisch- und Krabbenkutter zu Hause.





Von hier aus führt uns der Weg weiter an den Strand von Husum, an den Dockkoogsstrand - vorbei an Wiesen und Weiden und endlos weitem Blick


Den Schafen begegnet man auf Schritt und Tritt - sie leisten einen wichtigen Beitrag zum lebensnotwendigen Deichschutz 


Wenn Ihr Euch fragt, was das für Gebilde links unten sind? Das sind ganz einfach Windhosen, gestaltet von Julia Boernefeld anläßlich der „Wind-Art 2007“


Hier direkt nochmal


Von hier aus kehren wir zurück in die Stadt. Aber wir wollten nicht auf dem gleichen Weg heimkehren, wie wir hergekommen sind. So sind wir durch ein Weide-Tor auf einen hinteren Deich gegangen, weil es uns auch als Abkürzung erschien, aber irgendwann hatten wir das Gefühl „das war ein Fehler“, weil wir keinen Ausgang entdecken konnten. Die Schafe wurden immer unruhiger, die Rinder auf der Nachbarweide beäugten uns misstrauisch... Wir traten nach einer halben Stunde Wiesenglück doch lieber den Rückzug an und kehrten zurück auf die Straße. Und was soll ich sagen? Wir hätten uns gar nicht verunsichern lassen sollen. Wir hätten, ebenso bequem wie wir reinkamen auf der anderen Seite, direkt an der Straße, auch wieder die Weide verlassen können. Na beim nächsten Mal sind wir klüger!

 Wir kehren zurück in die Stadt...

... vorbei am Ostenfelder Bauernhaus - 1899 als Museum gegründet  - zur Vermittlung bäuerlicher Alltags- und Arbeitskultur. Aber erst nachdem dänische Musuemsleute es im Jahr zuvor kaufen, abbauen und in Dänemark wieder aufbauen wollten. Dadurch wurde das Interesse der Husumer geweckt...

Durch heimelige Gassen und vorbei an schönen Fassaden...


... dem Weihnachtsmuseum (links oben)...

landen wir schließlich am Schloss „vor“ Husum, wie es korrekt heißt, weil es bei seiner Entstehung noch außerhalb der Stadtgrenze stand.

Dies ist das Torhaus, welches heute als örtliches Verwaltungsgebäude genutzt wird.

Das Schloss selbst beherbergt das Schlossmuseum, den Fachdienst Kultur, die Stiftung Nordfriesland und die Musikschule des Kreises Nordfriesland. Im einstigen Küchenflügel - unten rechts - befindet sich ein Café, welches von den Auszubildenden des Theodor-Schäfer-Bildungswerks betrieben wird. Leider war auch dieses geschlossen.



Der Schlosspark ist berühmt für seine üppige Krokusblüte im Frühjahr, die aus den Wiesenflächen ein Meer aus Lila macht. Natürlich kann ich Euch davon kein Foto bieten, aber im www. werdet Ihr bei Interesse sicher fündig. Ich wollte hier nur eigene Fotos nutzen.

Und auch der wohl berühmteste Einwohner von Husum hat im Schlosspark einen Gedenkort gefunden...


Theodor Storm (*14.09.1817 - gest. 04.07.1888) war Jurist und Schriftsteller und unter anderem in Potsdam und Heiligenstadt tätig, bevor er 1842 als Landvoigt und Amtsrichter in seine Heimatstadt zurückkehrte. Er hatte mit seiner 1. Frau Constanze Esmarch 7 Kinder, war in 2. Ehe mit Dorothea Jensen verheiratet und hatte mit ihr eine Tochter.
Seine berühmteste Novelle war „Der Schimmelreiter“, die auch bei uns auf dem Lehrplan stand. 

Nun wird es wirklich Zeit, ich schließe für heute mit dem abendlichen Blick in Storms Geburtsstraße - das kleine Haus rechts vor dem Weißen ist sein Geburtshaus


und gaaanz zum Schluss noch einen Blick im Abendlicht über die Husumer Au


Jetzt ist es doch ein sehr langer Post geworden. Wer weiß, ob überhaupt jemand bis hierhin durchgehalten hat??? Ich hoffe es und würde mich sehr freuen. Aber auch für uns beide, deren Herz das kleine, zugleich heimelige und doch lebendige, Husum erobert hat, ist dies wie ein Reisetagebuch. Wir werden sicher wieder zurück kehren!

Nun wünsche ich Euch einen schönen Sonntag, 
auch wenn der Himmel vom Regen tief hängt wie hier in Berlin. 
Ich ziehe mich jetzt mit einem Hörbuch in mein Zimmer zurück - 
Ideen wollen umgesetzt werden und ein Auftrag wartet.
Passt gut auf Euch auf und macht es Euch zu Hause nett!

Herzlichst
🍁  Lene 🍁