Freitag, 25. Juli 2025

Ein Buch am Freitag (12)

 Endlich soll es weitergehen mit der Trilogie von

Anja Marschall
über die
"Töchter der Speicherstadt"
Teil 2
"Der Geschmack der Freiheit"


Das sagt der Klappentext:

Eine junge Frau kämpft um ihr Erbe, ihre Liebe und um ihre Zukunft

Hamburg 1929: Cläre Behmer hat kein großes Interesse am Kaffeekontor ihrer Familie. Sie will lieber studieren und ihren eigenen Weg gehen. Sehr zum Missfallen ihres Verlobten, der darauf hofft, durch die Heirat einmal "Behmer & Söhne" zu übernehmen. Doch Cläres Leben ändert sich schlagartig, als sie den freiheitsliebenden Demokraten Fritz Waltershausen kennenlernt, der sie darin bestärkt, ihre Träume zu verfolgen. Als jedoch die Nationalsozialisten an die Macht kommen und nicht nur das Überleben des Kaffeekontors gefährden, erwacht in Cläre die Kämpfernatur der Behmer-Frauen, und sie setzt alles daran, ihr Erbe und ihre Liebe zu retten. 

Und meine Gedanken dazu:
Anders als ihre Mutter Maria hat Cläre andere Pläne für sich als mit ins Kaffeekontor einzusteigen. Sie möchte studieren, was ihr Verlobter überhaupt nicht unterstützt. Allerdings gehen auch seine Pläne, ins Kaffee-Kontor der Familie Behmer einzusteigen auch nicht auf, nachdem sich Cläre von ihm trennt. Stattdessen macht er Karriere bei den Nazis. Cläre hat sich in den lustigen Journalisten Fritz Waltershausen verliebt - ihn möchte sie heiraten, dazu kommt es allerdings nicht, da er gerade noch rechtzeitig aus Deutschland fliehen kann, während sie schwanger zurück bleibt.  
Als dann auch noch Maria für längere Zeit in ihre Heimat Brasilien reist, um die Familien-Plantage zu retten, steigt Cläre so gut es geht, ins Kaffee-Kontor ein. Aber die Nationalsozialisten machen es (nicht nur ihnen) sehr schwer. Im Grunde kommt der Kaffee-Handel beinahe zum Erliegen. 
Auch in der eigenen Familie setzen sich die Antipathien in der nächsten Generation fort.
 Während Maria in ihrer Schwägerin Gertrud über viele Jahre eine erbitterte Feindin hat, macht Cläre ihre Cousine Emma, die begeisterte Nazi-Anhängerin, das Leben schwer. 
Also die Spannung aus dem 1. Teil setzt sich fort und bekommt durch die Ereignisse des 2. Weltkrieges noch zusätzliche Dramatik. Es bleibt eine großartige Familiengeschichte, die eng verknüpft ist mit den Ereignissen im Nazi-Deutschland. Und dennoch hat man beim Lesen immer wieder den herrlichen Duft von Kaffee in der Nase

Herzlichst, Lene 

Sonntag, 20. Juli 2025

Meine Woche von unten nach oben

 Ja, mir ging es leider nicht gut, daher "von unten nach oben". Ich war einfach auch tagsüber Dauer-müde, obwohl ich ja erst vor weniger Woche tiefenentspannten Urlaub genossen habe. Mein Alltag bestand nur noch aus Arbeit, Essen und vor allem Schlafen. Zu jeder Handlung nach Feierabend musste ich mich regelrecht zwingen. Zwischendurch auf dem Arbeitsweg habe ich schließlich recherchiert, was die Ursache sein könnte? Und dann habe ich zwei Dinge geändert - ein Medikament reduziert und den Morgen-Kaffee wieder eingeführt und siehe da... Nun bleibt abzuwarten, ob es auch längerfristig wirkt. Wenn ich das Rätsels Lösung damit schon gefunden hätte, wäre es ja ideal. 

In dieser Woche hat es ausgiebig geregnet - am Mittwoch bin ich auf dem Heimweg auch direkt in einen heftigen Schauer geraten und trotz Regenschirm pudelnass heimgekehrt. Aber man konnte spüren, wie Pflanzen und Bäume jubiliert haben. Viel zu oft erreichen die kleinen Schauer durch das Blattwerk ja gar nicht die Wurzeln der Bäume, aber diesmal kam das Wasser überall hin. Lange hat man das Rauschen von ausgiebigem Landregen nicht mehr gehört. Gestern und heute war wieder richtig Sommer! So kommt wirklich jeder auf seine Kosten - der Sonnenanbeter ebenso wie der Regenliebhaber. 

Dank meiner Erholung konnte ich an diesem Wochenende eine spezielle Werkelei fortsetzen.

Unglaublich aber wahr, 
Ernst kommt in die Schule, noch dieses Jahr!

Und Oma Lene hatte die Idee, eine Schultüte für ihn zu nähen. Ein Fuchs-Motiv sollte es werden. 
Gestern und heute bin ich ein entscheidendes Stück voran gekommen... 


Ein kleines schlaues Füchslein "bancaliert" (Ernies lustiger Sprach-Gebrauch) auf einem Baumstamm über der Blumenwiese


Und der Schriftzug ERNST ist auch mit dabei...



Es ist ja noch etwas Zeit, um die eine oder andere Kleinigkeit zu verbessern oder zu ergänzen. Aber für den Moment freu ich mich über den aktuellen Stand. 

Und gern möchte ich für die Tüte einen 🦋 auf Annis Bingo setzen bei "Aus Klein(em) wird Groß(es)"- tatsächlich wie Anni empfohlen hat, etwas "um die Ecke gedacht" - schließlich wird aus dem kleinen Ernie ein (großes) Schulkind!


Nun hoffe ich, dass es mit meinem Wohlbefinden auch im Alltag weiter geht, denn auch meine Strick-Finger kribbeln und möchten was zu tun haben. Näheres demnächst...

Ich wünsche Euch einen schönen sommerlichen Sonntag-Abend und eine bunte, nette, erlebnisreiche und vor allem eine rundum gesunde Woche!

Herzlichst, Lene

Sonntag, 13. Juli 2025

Verlosung zum Blog-Geburtstag

Ich möchte mein Versprechen, dass es aus Anlass von Jojos Blog-Geburtstag eine kleine Überraschung geben wird, endlich einlösen...
Ich habe einige Kleinigkeiten vorbereitet, die mich aus dem dänischen Norden heimwärts begleitet haben und die ich unter den Gratulanten verlosen möchte, die meinen Wunsch "nach Meer" erfüllt haben und mir damit eine Geburtstagsfreude bereitet haben. 
Ich habe die Zettelchen mit den Namen in Holzkugeln gesteckt und die Gewinnerin aus dem Körbchen gefischt...

Ta-daaaaa, hier kommt sie...


Herzlichen Glückwunsch, liebe Manu!!!

Du hast mir die originelle Karte mit der Flaschenpost gebastelt und mir eine große Freude damit bereitet - Herzensdank dafür 😘


Und nun hat es sich im Urlaub am Meer ergeben, dass mir tatsächlich auch eine Flaschenpost "über den Weg lief" und das war dann sofort der Moment, als ich an meine Überraschung dachte. Das Fläschchen mit der Aufschrift "Bitter" ist leider nicht direkt aus dem Meer, sondern aus einem Antik-Lädchen gleich hinterm Deich. Außerdem war stricken ja eine meiner Lieblings-Beschäftigungen an den langen Mittsommerabenden mit Blick aufs Meer und genau da entstand auch der meerblaue kleine Sophie-Schal...


... und natürlich dürfen auch Mitbringsel vom Strand nicht fehlen. Besonders gefreut habe ich mich über den Fund von Meerglas. Auch einer dieser Funde und süße dänische Gaumenkitzel gehören zur Überraschung! 
Ich wünsche Dir viel Freude daran!
Das Päckel wird in den nächsten Tagen auf den Weg zu Dir gehen.

Hier bei Jojo wird es natürlich weiter gehen - so lange wir verreisen, ich stricke & nähe, lese, bastle u.v.m. - kurzum so lange es was zu erzählen gibt, wird es hier auch was zu lesen geben. Schließlich möchte ich den Austausch mit Euch nicht missen.

Mit meinen kleinen Schnappschüssen vom heutigen Sonntags-Spaziergang 




wünsche ich allen, die hier Rein-Lesen eine angenehme, frische, gesunde & fröhliche Woche -
herzlichst, Lene


Freitag, 11. Juli 2025

Ein Buch am Freitag (11)

 Heute soll es wieder weitergehen mit einem Buch - genauer gesagt ist es in diesem Fall Teil 1 einer Trilogie, die ich im Urlaub gelesen habe. Da hatte ich ja mehr Ruhe und Zeit. Dank dem Mittsommer-Licht konnten wir sogar bis weit nach 23 Uhr ohne künstliches Licht lesen (& stricken). Eine besondere Erfahrung, die wir vor vielen Jahren schon mal in Mittelschweden machen durften. Wobei es damals noch weitaus länger hell blieb und wir es sehr genossen haben. 
Aber auch diesmal gab es so so schöne einzigartige Abend-Momente...


Und neben meinen kleinen Strickwerken...

3 Tücher ("Wimpel", wie der Herr an meiner Seite sie nennt) und ein Paar Kindersocken

... kam auch das Lesen nicht zu kurz. Ich hatte mich für die Trilogie:

"Töchter der Speicherstadt"
von Anja Marschall 

entschieden.

Teil 1
Der Duft der Kaffeeblüten

Das sagt der Klappentext:

Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee und der Traum von Freiheit
Hamburg 1889: Als die junge Brasilianerin Maria den Kaffeehändler Johann Behmer heiratet und mit ihm nach Hamburg zieht, fühlt sie sich zunächst fremd in der Hansestadt - und einsam in Johanns zerstrittener Familie. Doch Maria ist eine Kämpferin, und als Tochter eines Kaffeeplantagenbesitzers liegt ihr das "schwarze Golf" im Blut. Begierig lernt sie in der neu eröffneten Speicherstadt alles, was man über den Handel mit dem Luxusgut wissen muss. Schon bald erweist sie sich als kluge Geschäftsfrau. Aber dann beginnt der erste Weltkrieg, der Kaffeehandel kommt fast zum Erliegen und Maria merkt, dass jemand in der Familie versucht, ihren Mann aus der Firma zu drängen.


Meine Gedanken: 

Maria ist die Tochter eines brasilianischen Kaffee-Plantagen-Besitzers- sie ist selbstbewusst und kennt sich auch in Sachen Kaffee gut aus. Ihr Vater ist leider gezwungen, die Plantage zu verkaufen und der Käufer Johann Behmer aus Hamburg ist nicht nur an der Plantage, sondern auch an Maria interessiert. Er ist in sie verliebt und schließlich nimmt Maria seinen Heiratsantrag an. 
Sie wird allerdings nicht mit offenen Armen aufgenommen in Johanns Heimat, nicht mal in seiner Familie. Sein Zwillingsbruder Alfons und vor allem dessen Frau Gertrud machen der "Wilden aus dem Urwald" das Leben zur Hölle. Gertrud ist es ein besonderer Dorn im Auge das ihr Schwager eine so junge Ehefrau mitbringt, die ihm noch viele Söhne gebären kann, die die Geschäfte einst übernehmen könnten... Sie dagegen hat "nur" einer Tochter das Leben geschenkt. Sie spielt Maria wirklich übel mit. 
Maria wiederum erwidert Johanns Liebe inzwischen und er weiß ihre Kenntnisse über Kaffee und ihre Geschäftsideen sehr zu schätzen. 
Neben der spannenden Familiengeschichte erfährt man viele interessante Details aus dem Hamburg & auch der Speicherstadt jener Zeit. 
Teil 1 macht unbedingt Lust darauf, zu erfahren, wie es weitergeht mit Familie Behmer...

 Herzlichst, Lene

Sonntag, 6. Juli 2025

Urlaubsnachlese & Blog-Geburtstag

 Zunächst einmal möchte ich Euch "Dankeschön" sagen für all die Glückwünsche, die mich zum Geburtstag meines Blögchens, das nun mit 18 Jahren eigentlich kein Blögchen mehr ist. Ich freue mich wirklich immer wieder, Teil einer so lieben, individuellen, kreativen, unterhaltsamen und anteilnehmenden Gemeinschaft zu sein. 

Neben den Beiträgen über die Link-Party & die Kommentare erreichte mich auch so originell & liebevoll gestaltete Post 


Links: meine 1. Flaschenpost, so schön mit einer persönlichen Botschaft - lieben Dank an Manu

Darunter: eine toll gestaltete Karte zur/von der Ostsee-Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die Birgitt mir Birgitt direkt von dort geschickt hat, wo sie gerade ihren Urlaub genoss und wir in der 1. Augustwoche sein werden. 

Und rechts: diese wunderschönen maritimen Schätzchen kamen in einem Päckchen von Claudia hier an - sie machte sich zurecht schon Sorgen, ob die Post womöglich verloren gegangen ist? Aber nein - es ist am Freitag gut gelandet und ich habe mich riesig gefreut über diese tollen unerwarteten Geburtstags-Gaben. Ich hatte noch nie meerblauen Nagellack😄und die "Lene"-Kerzen gehen mit in den Ostsee-Urlaub Anfang August 

Habt lieben Dank Ihr 3 für Eure schönen Ideen und Eure Mühe, die Ihr Euch gemacht habt, um mir eine Freude zu bereiten!!!!
❤️

Ich hatte ja versprochen, im Anschluss eine Überraschung zu verlosen, das habe ich natürlich nicht vergessen - ich brauche nur noch einen Moment Zeit, um etwas vorzubereiten. Eigentlich sollte alles zu heute fertig sein, aber dann kam mir das Pensum der 1. Arbeitswoche mit 3 Nachmittags-/Abend-Terminen dazwischen und den Rest der Feierabende habe ich regelrecht verschlafen. Ich war so unendlich müde - das frühe Aufstehen, die Wärme mit 29° im Büro... Am kommenden Sonntag gibt es dann die Überraschung - auf jeden Fall!!!

Und nun wollte ich noch mal die Aufmerksamkeit auf das Erlebnis unseres Urlaubs lenken:
Stellt Euch vor, wir waren in der Wüste... um den ehemaligen Leuchtturm Rubjergs Knude Fyr zu besuchen

... in der Ferne kann man sie & ihn erahnen...

...es ging auf geschlungenen Pfaden über Stock & Stein und auf und ab...






Eingeweiht wurde der 23m hohe Leuchtturm am 27. Dezember 1900 hinter einer nur 2 bis 3m hohen Düne. Es gehörten noch 4 weitere Gebäude dazu, in denen u.a. der Leuchtturm-Wärter mit seiner Familie wohnte. Am 1. August 1968 leuchtete sein Licht das letzte Mal über die Nordsee. 
In der Leuchtturmwärter-Wohnung wurde 1980 ein Sand- und Flugsand-Museum eröffnet - es musste im August 2002 wegen Versandung geschlossen worden. 

2019 wurde der Leuchtturm in einer spektakulären Aktion auf Schienen gelagert und um 70m ins Landesinnere versetzt, davon zeugten noch diese Schrauben...



hier kann man noch Teile eines anderen versandeten Gebäudes erkennen, welches sich direkt an der Abbruchkante befindet


und hier der Blick in Richtung Süden vom Dünen-Plateau aus


Es war schon beeindruckend, aber auch ein bisschen beängstigend, fand ich. Also ich bin nicht für eine Wüsten-Wanderung gemacht. Es war ein besonderes Erlebnis, aber ich muss es nicht unbedingt wiederholen.

Auf dem Rückweg haben wir den idyllischsten Friedhof entdeckt, den ich je gesehen habe... es ist der Friedhof des ehem. Kirchortes Marup. Die Kirche selbst ist bereits Opfer der Küstenerosion geworden - sie wurde ab 2008 zurückgebaut und die letzten Reste 2015 beseitigt. Die Gräber sind eingebettet in wilde Rosenhecken und strahlen eine große Ruhe aus - auf der Bank kann man die Stille genießen und seine Gedanken übers Meer schicken. Ein schöner Ort für die letzte Ruhe, finde ich.





Dieser Wandertag war der erlebnisreichste unseres Urlaubs. Wir hatten uns insgesamt keine Ziele vorgenommen. Aber weil wir diese "Wüsten"Düne mit dem Leuchtturm täglich vor Augen hatten, wollten wir sie natürlich erkunden.
Ansonsten haben wir es aber wirklich mit Astrid Lindgren gehalten:

"Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen" 

- in diesem Fall "...aufs Meer zu schauen". Das haben wir ausgiebig getan - der Herzallerliebste hatte eine App, mit der wir immer sehen konnten, welches Schiff am Horizont vorbei fuhr. 


Am kommenden Sonntag wird es, gemeinsam mit der Geburtstags-Verlosung, noch ein kleines Sammelsurium von Bildern geben und am Freitag geht es mit den Buch-Vorstellungen auch weiter. Denn natürlich war viel Zeit & Gelegenheit zum Lesen, gerade weil das natürliche Licht bis nach 23 Uhr ausreichte. Allein das war schon ein Erlebnis für sich und mit dem Rauschen der Wellen & des Windes einzuschlafen - einmalig schön!!!

Nun wünsche ich Euch eine schöne, neue Woche - hoffentlich mit moderateren Temperaturen und hier in Berlin & Brandenburg zumindest ist ausgiebiger Landregen dringend erwünscht - die Natur hat es dringend nötig!
Vielleicht habt Ihr auch etwas Schönes geplant - dann möge es ganz nach Euren Wünschen verlaufen!!
Ich werde mich am kommenden Freitag mit Christine (der ehrenamtlichen Begleiterin meiner Mutter) im Volkspark Friedrichshain treffen. Wir schaffen es zwar nur 1-2x im Jahr, aber dann haben wir immer so viel zu erzählen, dass die gemeinsamen Stunden im Nu verfliegen. 

Herzlichst, Lene