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Sonntag, 21. September 2025

Eine schmerzhafte Woche trifft auf einen "besonderen" Samstag

Tja, wie es die Überschrift schon sagt, die Woche war nicht ohne, weil... ich in Begleitung eines eingeklemmten Ischias-Nervs unterwegs war. 4 schmerzhafte Tage, die nur durch ständige Übungen, Einreiben und leider auch Schmerzmitteln zu ertragen waren. Schön ist anders, aber "Watt matt, datt mutt" - am Freitag im Home Office war ich schon beinahe schmerzfrei. Aber dafür bescherte mir der Wetter-Umschwung fiese Kreislauf-Beschwerden, die sich genau dann zeigten, als wir auf unserem (Arbeits-) Wochenschluss-Spaziergang unterwegs waren. 
Ich will das jetzt auch gar nicht alles zu sehr ausbauen - es sind einfach Malessen, die immer mal auftreten können. Die sind alles andere als angenehm, aber dennoch bin ich dankbar, dass es nur solche sind, bei denen man sich selbst behelfen kann. 
Am Freitagabend bin ich schon nahezu beschwerdefrei und voller Vorfreude auf den kommenden Tag ins Bett gegangen und konnte gut schlafen!
Der Samstag begann auch so tiefenentspannt wie geplant mit einem gemütlichen Frühstück und einem, für unsere Verhältnisse frühen Aufbruch gegen 10.30 Uhr - wir wollten "in die Pilze" wie man hier sagt.
Nach einem kurzen Stück Autobahn, wechselten wir auf die Landstraße gen Uckermark...


Die Fahrt über die Alleen und Wälder links und rechts ist schon für sich bei herrlichem Wetter ein Erlebnis und dann gibt es da einen Ort mit dem leckersten Softeis - diesmal Joghurt-Maracuja - egal welche Sorte, ich kann nie widerstehen. Die Portion reicht genau bis zum Ziel...


Hier wurden wir diesmal von den deutlichen Zeichen des Altweibersommers begrüßt...




Spinnennetze wohin das Auge sah, auch mit aufgefangenen Tautropfen - wunderschön anzusehen...


Wenn man allerdings immer wieder selbst von Spinnennetzen umfangen wird und die Tierchen plötzlich in ihrer ganzen Pracht in den Haaren oder auf dem Shirt landen, hält ich die Begeisterung in Grenzen, aber  (wieder ein Spruch) "wer das eine will, muss das andere mögen" - man gewöhnt sich daran bzw. findet eine Methode, um dem aus dem Weg zu gehen.
In jedem Fall entschädigt dieser Anblick dafür...





Bis dahin war der gestrige Tag wirklich ganz und gar freundlich & entspannt, bis... ja bis der Herzallerliebste feststellte, dass er den Autoschlüssel in diesem bezaubernden Wald verloren hat. 
Erst hielt ich es für einen blöden Scherz, aber leider...
Eine 2-stündige Suche blieb leider ergebnislos - das Moos war dick und weich und als Pilzsammler grast man den Waldboden ja nicht wie ein Mäh-Roboter den Rasen ab. Man schlägt tausend Haken, weil die Pilze auch nicht in Reih und Glied stehen. Ein Autoschlüssel, so unscheinbar wie er ist, ohne glitzerndes oder klingendes Angebinde, kann durchaus mit Leichtigkeit auf Nimmerwiedersehen im Waldmoos versinken. 
Da war es wirklich Glück im Unglück, dass dieser Wald an Jochens Heimatdörfchen grenzt, in dem seine beiden jüngeren Brüder Matthias und Hans-Martin (Hänschen) noch immer leben. Ein Anruf bei Hänschen brachte die Rettung, denn er hatte Zeit, uns hier nach Berlin zu fahren, um den Zweitschlüssel zu holen und die beiden Brüder sind dann ohne mich wieder zurück zu unserer "Perle" am Waldrand gefahren. 
Und ich muss zugeben, das bei mir das Kopfkino begann. Was wäre, wenn ein Fremder den Schlüssel gefunden und nachdem "die Luft rein war" mit unserem guten Stück das Weite gesucht hätte? Eine Tour dauert von hier nach da und umgekehrt 1,5 Stunden, also genug Zeit...
Ich hab versucht, mich mit dem Samstagabendprogramm im TV und dem Pilze putzen von solchen kruden Gedanken abzulenken. 
Irgendwann waren die Pilze fertig geputzt...


... als der Herzallerliebste mit der "Perle" wohlbehalten kurz nach 21 Uhr heimkehrte. Und er hat im Dunklen sogar noch am Sonnenblumenfeld angehalten und ein kleines Sträußchen für mich gepflückt.
Das Feld hatten wir auf der Hinfahrt entdeckt und wollten auf der Rückfahrt gemeinsam einige Exemplare pflücken - daran hat er in dem Stress sogar noch gedacht 😘


Also der SamstagNachmittag/Abend ist zwar komplett anders verlaufen als gedacht, aber am Ende wurde alles gut, oder?
Ja, alles in allem ist es gut ausgegangen, aber ganz vom Ende des Tages gabs dann noch was... das sich bei uns eine Zecke andockt, ist keine Seltenheit. Dafür haben wir uns ja extra die Zeckenzange besorgt, die ihren Dienst ganz zuverlässig tut. 
Nee, das wars auch nicht, aber als ich kurz vor Mitternacht gerade soweit war, einzuschlummern, spürte ich plötzlich einen stechenden Schmerz im linken Unterarm. Eine Biene hatte sich offensichtlich in meinem Bett niedergelassen während des Tages und sich jetzt von mir gestört gefühlt. Sie konnte einfach nicht anders, als sich mit einem Stich zu wehren... Ich war zu verdattert, um den Stachel rauszuziehen, denn wenn man zu unvorsichtig ist, dringt weiteres Gift in die Haut. Also brauchte ich die ruhige Hand vom Herzallerliebsten. Aber dann sind wir endlich zur Ruhe gekommen.
Ich bin wirklich sehr dankbar, dass es letztendlich nur aufregende Stunden waren und nichts wirklich Schlimmes passiert ist. Wer weiß, wann sich die Brüder sonst mal wieder begegnet wären und so viel Gelegenheit zum Austausch gehabt hätten? Das war ein wirklich positiver Aspekt unseres Missgeschicks.

Am heutigen Sonntag haben wir die entspannten Stunden nachholen können. 
Wir waren wieder auf unserer Spazier-Runde entlang der Obstbäume - immer mehr Spaziergänger bringen sich Apfelpflücker und Beutel mit, um eine kleine Ernte mit nach Hause zu nehmen. Wir konnten nochmal von den speziellen Birnen naschen, die eigentlich aussehen wie Äpfel. Sie sind ganz unscheinbar, aber herrlich aromatisch, süß und saftig. 

Nun wünsche ich Euch einen ruhigen Abend & eine angenehme Woche ohne Hindernisse -
der Herbst soll Einzug halten - die Kerzen- und Tee-Zeit beginnt!
Herzlichst, Lene

niwibo sucht...

Sonntag, 15. August 2021

Glück & Mißgeschick

Gestern sind wir schon vor dem Frühstück aufs Land gefahren, um jeden Moment auszunutzen und schon gaaanz gemütlich in der Idylle zu frühstücken. Der Plan ging super auf, denn die Straßen waren noch schön leer.

Nach dem Frühstück sind wir dann zum Pfifferlinge sammeln aufgebrochen. Der Herzallerliebste kennt sich in den hiesigen Wäldern gut aus, immerhin ist seine Familie seit 1970 hier ansässig. So hat er mich diesmal an eine andere Stelle geführt als sonst, die auch erfolgversprechende sein soll. 

Zunächst einmal müssen meine Augen immer in den Pfifferlings-finde-Modus kommen, aber dann war die Freude groß, als sich ganze Gärten von diesen leckeren gelben Exemplaren vor uns ausbreiteten. Jochen hat einen kleinen Teil seines Finderglücks im Video festgehalten…

Und hier kann man auch meine Finder-Freude erahnen…


Das war mein üppigster Fund - ich glaub, noch nie vorher hab ich einen solchen „Strauß pflücken“ können…


So sah am Ende nach knapp 2 Stunden unsere Ausbeute aus… 

Leider gab es auf dem Heimweg einen ganz doofen Zwischenfall… Ich bin an einer kleinen Böschung von der Wiese auf den Weg irgendwie in einem Loch hängengeblieben und gestürzt. Ein unangenehmes Geräusch und ein Ruck durchs linke Fußgelenk ließen nix gutes erwarten🥴 Gebrochen ist er ganz sicher nicht, denn ich konnte den Heimweg noch humpelnd, aber aus eigener Kraft bewältigen. Irgendwas mit den Bändern ist es sicherlich. Laut Internet-Recherche und Erfahrungsberichten von Freundin und Schwager spricht alles dafür. Außerdem hab ich gelesen, dass mein Hausarzt auch sportmedizinisch ausgerichtet ist. Also werde ich meinen morgigen Urlaubstag für einen Arztbesuch verwenden.

So kann es also gehen… Glück & Missgeschick können derart nah beieinander liegen.

Jetzt wünsche ich Euch allen einen schönen Sonntag und eine angenehme Woche ohne jegliche unangenehme Überraschung!

Herzlichst

🍀 Lene 🍀