Mittwoch, 23. Dezember 2020

Weihnachten

Dieses Jahr 2020 hat uns allen einiges abverlangt und tut es gerade jetzt um so mehr - ein Virus hat unserem Leben neue Regeln auferlegt.

Dennoch wünsche ich uns allen, dass die nächsten, 

so besonderen Tage, uns sowohl besinnliche als auch 

fröhliche Momente bescheren mögen.


🌟FROHE🌟WEIHNACHTEN🌟

Dienstag, 15. Dezember 2020

Zwischendurch...

 Mit diesem An- oder Ausblick begann der heutige Arbeitstag

Ich möchte an dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank sagen, für all die lieben Worte, die mich zu meinem Teezauber-Beitrag erreichten. Sie haben mein Herz hüpfen lassen 😊

Seid Ihr eigentlich auch so müde? Es fällt mir täglich schwerer, morgens um 5 Uhr das Bett zu verlassen und die Energiekurve fällt schnell wieder ab, nachdem ich sie mit Mühe überhaupt auf ein gewisses Niveau gebracht habe. Das Jahr 2020 kommt mir besonders lang und beschwerlich vor. Um so mehr freue ich mich jetzt auf die Auszeit, aufs gemütliche Weihnachtsfest, auf den Besuch der jungen Winters, auf die Tage „zwischen den Jahren“, die wir hoffentlich!!! wie geplant auf dem Dorf genießen können. Also... recht schöne Aussichten, die nochmal alle Reserven mobilisieren.

Passt gut auf Euch auf und bleibt schön gesund!

Herzlichst

Lene

🌟🌠🌟

Sonntag, 13. Dezember 2020

Teezauber, der Dreizehnte - Lucia-Tag

 Heute ist es an mir, (m)einen Beitrag zum Teezauber - der zauberhaften Idee von Claudia - zu leisten und das tue ich natürlich sehr gern.

Inzwischen durfte ich schon 12 Umschläge öffnen mit kreativen Karten, leckeren Tees und persönlichen Grüßen darin, über die ich mich sehr gefreut habe.

Ein ganz bunter Reigen, zum Bewundern, Lesen und Tee-Genießen. 


Es war eine ganz nette Überraschung, auch einen Umschlag für den heutigen 13ten zu erhalten😄 Denn eigentlich bin ich doch selbst die 13 und hätte heute eine Lücke in der Post haben müssen? Aber Manu als 25te im Bunde unseres Teezaubers, hat diese Lücke mit ihrem Brief geschlossen. Sie hatte gesundheitliche Probleme und konnte nicht direkt teilnehmen und ist auf diese Weise doch ein Teil unserer Runde geworden. Und ihre Idee, die Teilnehmerin des Tages zu bedenken, finde ich ganz wunderbar! Ich werde ihn nachher in allergrößter Ruhe öffnen. Dankeschön möchte ich Dir schon jetzt sagen, liebe Manu!

Ich hoffe sehr, dass auch meine Umschläge alle ihr Ziel erreicht haben!

In meinem Basteleifer, der am Ende nicht ganz ohne Zeitdruck verlief, habe ich leider total vergessen, ein Foto von meinen Kärtchen zu machen, bevor sie auf die Reise gingen.

Meine Tee-Wahl ist ein Schoko-Chai, weil ich sowohl heiße Schoki, als auch den Gewürz-Tee sehr liebe. Ich hoffe, auch Ihr könnt ihn genießen.

Leider war seit dem 1. Advent keine Zeit, zwischendurch noch einen weiteren Post zu veröffentlichen. Die Arbeit - so auf den letzten Metern vor der Weihnachtspause  - unter Corona-Bedingungen schlaucht sehr. Aber das ist heute nicht mein Thema!

Aufgrund des heutigen - oben genannten - Gedenktages war es für mich ein Leichtes, ein Thema für meinen Beitrag zu finden.

Heute ist der Tag der heiligen Lucia!

Lucia, die Leuchtende, wurde Ende des 3. Jahrhunderts in Syrakus geboren. Es rankt sich eine Legende um die historische Gestalt. Lucia gelobte schon als Kind ewige Jungfräulichkeit und wollte sich für die Armen und Schwachen einsetzen. Ihre Mutter bestand darauf, dass sie heiratet. Erst als die wundersame Erscheinung der Heiligen Agatha ihre Mutter von einer Krankheit heilte, lenkte diese ein und Lucia durfte die Verlobung lösen. Fortan galt all ihre Fürsorge den Armen von Syrakus.

Um in der Dunkelheit die Speisen für die Armen tragen zu können, setzte sie sich einen Lichterkranz auf.

Als ihr Verlobter davon erfuhr, dass sie ihr Erbe an die Armen spendete, meldete er sie einem Richter, der sie ins Bordell bringen lassen wollte. 

Dank eines Zaubers war sie allerdings geschützt und weder Ochsen, siedendes Öl noch 1.000 Männer konnten sie von der Stelle bewegen. Erst als ihr ein Schwert durch den Hals gestoßen wurde, starb die Heilige Lucia.

(Quelle: https;//t-online.de)

Eine sehr traurige Legende!

Und eben diese Heilige Lucia von Syrakus wird in Zusammenhang gebracht mit dem schwedischen Luciafest.

Es wird am 13. Dezember gefeiert, der bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders in Schweden (im Jahr 1752) gut ein Jahrhundert lang als der kürzeste Tag des Jahres - Wintersonnenwende - galt.

Als Zeichen der Verbindung zur Hl. Lucia steht der auf dem Kopf getragene Lichterkranz, das weiße Gewand als Symbol der Jungfräulichkeit und das rote Band für ihr Martyrium.

Er gilt allerdings nicht als kirchlicher Feiertag, sondern als Brauchtum.

Ein Teil dieses Brauchtums ist z. B. das Backen der Lussekatter (Luciakatzen) = Safran-Gebäck, welches ich aus Anlass dieses Teezaubers erstmals ausprobiert habe. Das heißt, ich hatte dabei tatkräftige Unterstützung von dem überaus netten Herrn, der schon seit „geraumer“ Zeit mit mir durchs Leben geht. Er ist bei uns nämlich der wesentlich Hefeteig-Erfahrene und weil möglichst nichts schiefgehen sollte...


Nicht verwundert sein, Backtag war Freitag und deshalb durften nur 2 Kerzen brennen.


😄 ...und es ist nicht schief gegangen - sie sind gelungen 😄

Sie sind lecker und haben uns schon gestern das Frühstück zu einem besonderen Genuss werden lassen! Einen Teil haben wir eingefroren, um sie am 2. Feiertag, wenn die jungen Winters hoffentlich zu uns kommen können wie geplant, aufzubacken und gemeinsam zu genießen.

Für diejenigen unter Euch, die es vielleicht auch ausprobieren möchten - sie schmecken ganz sicher nicht nur zum Luciafest - folgt hier das Rezept:

Rezept für Lussekatter

Zutaten für ca. 35 Stück

  • 1 Würfel Hefe
  • 100 g Butter
  • 500 ml Milch
  • 250 g Quark
  • 2 Pkt Safran à 0,5 g
  • 150 ml Zucker
  • ½ TL Salz
  • ca 1700 ml Weizenmehl
  • Rosinen
  • 1 Ei

Zubereitung:

Die Hefe in eine Schale bröseln. Die Butter schmelzen, Milch zugeben und auf max. 37° erhitzen. Vorsichtig über die Hefe geben. Quark, Safran, Zucker, Salz und fast das ganze Mehl zugeben. Den Teig geschmeidig arbeiten. Abgedeckt ca. 30 Min gehen lassen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte legen. In 35 Portionen teilen und zu Lussebullar formen. Auf Backbleche mit Backpapier legen. Mit Rosinen garnieren. Ca. 20 Min gehen lassen. Den Ofen auf ca. 200° Umluft vorheizen. Mit aufgeschlagenem Ei einstreichen. In der Mitte des Ofens 5-8 Min backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

(Quelle: https://einfachschweden.de)

Ich wünsche Gutes Gelingen & Guten Appetit!

Wir haben uns gestern unseren Weihnachtsbaum ausgesucht, heimgebracht. Eigentlich wollten wir ihn auf der Plantage selbst sägen. Allerdings fanden wir auf den Weg dorthin einen Hof, der bereits vor 3 Tagen gesägte Bäume anbot. Wir bekamen auch das Angebot, selbst zu ihrer Plantage zu laufen, um uns dort ein Exemplar auszusuchen. Darauf haben wir verzichtet, weil uns ja schon auf dem Hof einer angelacht hat. Er muss ja immer besonderen Anforderungen gerecht werden, weil wir ausschließlich Wachslichter verwenden. Wir freuen uns schon auf seinen herrlichen Duft und das Leuchten der vielen lebendigen Kerzen!

Dies war also mein Teezauber-Beitrag - morgen sind wir alle bei Birgit R. eingeladen. Sie hat selbst keinen Blog, wird ihren Beitrag als Gast bei Claudia veröffentlichen.


Zum guten Schluss wünsche ich Euch einen ganz schönen, besinnlichen 3. Advent! Macht es Euch ganz nett und genießt die kerzenhellen Momente gemeinsam mit Euren Lieben, sofern es möglich ist!

Herzlichst

💫 Lene 💫

Sonntag, 29. November 2020

1. Advent

Ich hoffe sehr, Ihr hattet einen ganz schönen, gemütlichen 1. Advent in diesen besonderen Zeiten. Auch wir zwei beiden haben uns bei Kerzenschein Dominosteine, Spekulation & Co. auf der Zunge zergehen lassen. Viel Deko findet man bei uns noch nicht. Die wird sich erst so nach und nach bei uns einfinden. Das finde ich eigentlich sehr nett. Genauso wie wir an jedem Adventssonntag ein Lichtlein mehr entzünden, so kommt auch immer ein dekoratives Stück (aus der Kiste) hinzu. 

Gleichzeitig ist es mir dann doch gelungen, mein Adventsköfferchen fürs Büro zu füllen, um es morgen mitzunehmen. Bis zum 4. Advent wird es dann, soweit es mir möglich ist, immer wieder Nachschub geben. Ideen liegen noch bereit. 

Kuschel- und Sternekissen, Sternchen zum aufhängen, Täschchen, gefilzte Windlichter, Filzpuschen und die obligatorischen gestrickten Socken 

In den kommenden Tagen haben für mich die Teezauber-Adventskalender-Vorbereitungen oberste Priorität, damit die Brieflein auf die Reise gehen können. 

Ich wünsche Euch nun eine ganz schöne, lichterhelle Adventswoche mit recht vielen besinnlichen Momenten im Kerzenschein. Macht es Euch schön! Lasst Euch nicht nerven von den anhaltenden Corona-Maßnahmen. Sie sollen uns nicht schikanieren, sondern schützen.

Herzlichst

🌟 Lene 🌟


Dienstag, 17. November 2020

Advent, Advent

Es naht der Advent und die Vorfreude breitet sich aus...

Und deshalb hab ich heute, so kurz vor knapp ein kleines Angebot zu machen, für diejenigen, die vielleicht noch einen Adventskalender suchen, den sie für einen lieben Menschen, ob groß oder klein füllen können


23 Söckchen, Säckchen, Beutel, Kugeltäschchen, 1 Nikolaus-Stiefel,
24 nummerierte Klämmerchen und eine Schnur zum Baumeln lassen, gehören dazu. Alles im güldenen Karton verstaut 

Ich würde mich sehr freuen, wenn er eine liebevolle Heimat fände.
Dieses Angebot gilt allerdings nur für Interessierte, die in Deutschland zu Hause sind, weil mir sonst der Aufwand leider einfach zu groß wäre. Sollte es tatsächlich mehrere Interessierte geben, entscheidet das Los.

Ansonsten versuche ich täglich, der Müdigkeit ein Schnippchen zu schlagen, was gar nicht so einfach ist an Tagen, wo es gefühlt gar nicht hell werden will. Dann hilft nur, in sich ein Lichtlein anzuzünden und voller (Vor)Freude eine Kleinigkeit zu werkeln.

Ich wünsche Euch eine schöne 2. Wochenhälfte!
Passt gut auf Euch auf und bleibt schön „negativ“ - Ihr wisst schon, wie es gemeint ist!

Herzlichst,

 🧡 Lene 🧡

Sonntag, 8. November 2020

Ein Sternchen...

 ... ist aufgegangen, nicht am Firmament, sondern in meiner kleinen Adventswerkstatt.


Er soll nicht allein bleiben, sondern ist nur der Erste seiner Art. 
Es prickelt in den Fingern😄

Ich wünsch Euch eine schöne Woche!
Passt gut auf Euch auf - bleibt schön gesund!

Herzlichst,

🌟 Lene 🌟


Samstag, 7. November 2020

Nordsee-Ruhe, Teil 2

 Nach den 4 schönen, erlebnisreichen Tagen in Husum mussten wir zum Glück nicht direkt zurückkehren nach Berlin, sondern sind lediglich ein Stündchen gefahren, um im beschaulichen Hedwigenkoog direkt hinterm Deich weitere 3 Tage Station zu machen.

Wir waren zu Gast auf einem Bauernhof und vom Wintergarten unserer Ferienwohnung konnten wir direkt zum Deich schauen, wie Ihr auf dem oberen Bild sehen könnt - zwischen den Bäumen kann man die Deichkrone entdecken. Es war manchmal lustig anzusehen, wenn wir von unserem Plätzchen aus, die Schafe laufen sahen, einmal nach rechts und dann wieder nach links... 

Unsere Vermieter hatten gerade mit der Kohlernte begonnen, als wir ankamen. Leider kamen sie nicht so gut voran, weil man bei Regen keinen Kohl ernten kann. Er lässt sich dann nicht einlagern. Ich hab mir darüber noch nie Gedanken gemacht, aber es ist logisch. 

Die Tiere, die uns am Hof begegnet sind, sind diese beiden Pferde, die auf der Wiese unter den Bäumen grasten, diverse Kätzchen und auf dem Hof gegenüber sind uns täglich die beiden (eigentlich waren es 3) Alpacas begegnet. Oder sind es Lamas? Ich hab bei ihnen nämlich den niedlichen Plüschpuschel zwischen den Ohren vermisst? Auf jeden Fall strahlen sie wohltuende Ruhe aus.


Hedwigenkoog gehört zum Amt Büsum-Wesselburen und weil ich von Büsum schon recht viel gehört hatte, war ich neugierig und so sind wir gewandert - immer auf dem Deich lang...
Das Hochhaus ist ein Büsumer Hotel



Voller Vorfreude waren wir unterwegs. Allerdings, ich bin ganz ehrlich, Büsum ist nicht meins. Einfach zu dicht bebaut und zu viele Menschen. Aber das ist sicher nur mein ganz persönlicher Eindruck. Vielleicht lagen die überlaufenen Straßen und Plätze auch daran, dass viele ihre Reisepläne, ebenso wie wir geändert haben? Mag sein! So haben wir nur eine Runde bis zum Hafen gedreht und...



... sind dann auf dem gleichen Weg zurückgekehrt - dieser Blick gefiel mir sehr viel besser, als das Gewimmel in der Stadt. 


Am Ende des Tages hatten wir 18 km auf unserem persönlichen Tacho. Wir waren müde, aber die Wanderung an frischer Nordsee-Luft tat gut.

Der nächste Ausflug führte uns zum Eider-Sperrwerk - 



es liegt an der Mündung der Eider in die Nordsee, ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk gegen Sturmfluten und wurde am 20. März 1973 eingeweiht. Leider kann man mit den Fotos nicht wirklich rüberbringen, wie mächtig dieses Bauwerk mit seinen gewaltigen Toren





Nachträgliche Ergänzung - ein Foto, auf dem man die Mächtigkeit dieses Bauwerks bzw. eines einzigen Tores im Gegensatz zum Menschen ist.


Wenn man die „Menschlein“ auf den Bildern sieht, kann man die Ausmaße der Tore erahnen, die im Ernstfall den Naturgewalten des Wassers standhalten sollen.
Dieses Bild ist am Fuße des Sperrwerks in Richtung Nordsee entstanden...


Nach dem gewaltigen Bauwerk kommt wieder ein Kontrastprogramm mit dem beschaulichn Städtchen Tönning (erste Erwähnung im Jahr 1187) das mir sehr gut gefallen hat.
In diesem Jahr (1187) wurden auch die Grundsteine für die St. Laurentius-Kirche mit ihren schönen Deckenmalereien gelegt


der historische Hafen...



Beeindruckend waren auch historische Gebäude wie dieses hier...


Also von Tönning haben wir leider nur einen kleinen Teil gesehen und erlebt. Daher und weil mir die Atmosphäre so gefallen hat, möchte ich gern, ebenso wie Husum so auch Tönning nochmals besuchen.
Vielleicht bei netterem Wetter ☀️ 

Nun geht unsere Nordseereise mit diesen Impressionen zu Ende...


Tschüß Nordsee, wir kommen wieder - das steht fest.


Bevor ich mich für heute verabschiede, möchte ich unbedingt noch von 💕 Dankeschön sagen 
für ganz nette Post, die mich erreicht hat...

Jack O’ Latern erreichte mich von Nicole und 


ein November-Gruß von
Tanja


Die Blümchen habe ich heute morgen auf unserer Balkonwiese gepflückt - die Cosmeen blühen noch sehr reichlich und das Gelbe sind Ringelblumen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende - macht es Euch daheim gemütlich und nett!
Ich werkle gerade wieder - vielleicht kann ich den Koffer auch in diesem Jahr mit „Lenes Kleinerlei“ füllen? 

Herzlichst,

🍁 Lene 🍁

Sonntag, 1. November 2020

Schönes Husum


Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohne Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.

Dieses Gedicht schrieb Theodor Storm über seine Heimatstadt und im ersten Moment denkt man, dass er wohl keine gute Meinung von ihr hatte. Aber dann... kommt das Herz ins Spiel und man spürt, dass ihn gute Erinnerungen mit Husum verbinden.

Ich gehe mal davon aus, das das Husum, welches wir gesehen haben, längst nicht mehr die Stadt ist, die Theodor Storm erlebt hat, der dort auch als Rechtsanwalt und Amtsrichter tätig war. Sie ist alles andere als grau - Husum, wie wir es erlebt haben ist bunt, lebendig, mit urigen Gassen, schönen Fassaden, netten Lädchen. Sicher lässt es sich dort gut leben und eine Reise wert ist sie allemal.
Das wir dem Meer nicht wirklich begegnet sind, lag ja an unserem Rhythmus. Wir wollten unser Schlafdefizit etwas auffüllen und das passte mit der Tide einfach nicht zusammen. 
Aber auch das Watt hinter dem grünen Deich und dem Rasenstrand war ein ganz neues Erlebnis für uns.
Unser Quartier war ein Häuschen in der Altstadt in der Nähe des Binnenhafens - man konnte die Geschichte des Gebäudes erahnen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.


Obwohl wir sehr gespannt auf diese, für uns neue Stadt bzw. Region waren, hatten wir uns vorgenommen, es ganz ruhig angehen zu lassen. Nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten eilen, sondern einfach treiben lassen. Alles kann, nichts muss!
So haben wir uns an jedem der 4 Tage nach einem ausgedehnten Spätstück auf den Weg gemacht durch und um die Stadt. Wer mag, kann sich jetzt einfach anschließen. 

Wir beginnen mit dem oben erwähnten Binnenhafen, auch „Husumer Au“ genannt. 
Er ist vom Außenhafen durch eine Eisenbahn- und Straßenhubbrücke getrennt. Die Fußgänger-Unterführung haben wir erst spät entdeckt.

Früher gab es hier eine riesige Schiffswerft. Heute ist es eine Flaniermeile zum Bummeln und verweilen in zahlreichen Restaurants mit großen Terrassen am Wasser. Hier liegen nur noch Sport- und Segelschiffe,  es ist der Startpunkt für Hafenrundfahrten und es liegt auch ein Restaurantschiff vor Anker. 





Im Außenhafen sind die Husumer Fisch- und Krabbenkutter zu Hause.





Von hier aus führt uns der Weg weiter an den Strand von Husum, an den Dockkoogsstrand - vorbei an Wiesen und Weiden und endlos weitem Blick


Den Schafen begegnet man auf Schritt und Tritt - sie leisten einen wichtigen Beitrag zum lebensnotwendigen Deichschutz 


Wenn Ihr Euch fragt, was das für Gebilde links unten sind? Das sind ganz einfach Windhosen, gestaltet von Julia Boernefeld anläßlich der „Wind-Art 2007“


Hier direkt nochmal


Von hier aus kehren wir zurück in die Stadt. Aber wir wollten nicht auf dem gleichen Weg heimkehren, wie wir hergekommen sind. So sind wir durch ein Weide-Tor auf einen hinteren Deich gegangen, weil es uns auch als Abkürzung erschien, aber irgendwann hatten wir das Gefühl „das war ein Fehler“, weil wir keinen Ausgang entdecken konnten. Die Schafe wurden immer unruhiger, die Rinder auf der Nachbarweide beäugten uns misstrauisch... Wir traten nach einer halben Stunde Wiesenglück doch lieber den Rückzug an und kehrten zurück auf die Straße. Und was soll ich sagen? Wir hätten uns gar nicht verunsichern lassen sollen. Wir hätten, ebenso bequem wie wir reinkamen auf der anderen Seite, direkt an der Straße, auch wieder die Weide verlassen können. Na beim nächsten Mal sind wir klüger!

 Wir kehren zurück in die Stadt...

... vorbei am Ostenfelder Bauernhaus - 1899 als Museum gegründet  - zur Vermittlung bäuerlicher Alltags- und Arbeitskultur. Aber erst nachdem dänische Musuemsleute es im Jahr zuvor kaufen, abbauen und in Dänemark wieder aufbauen wollten. Dadurch wurde das Interesse der Husumer geweckt...

Durch heimelige Gassen und vorbei an schönen Fassaden...


... dem Weihnachtsmuseum (links oben)...

landen wir schließlich am Schloss „vor“ Husum, wie es korrekt heißt, weil es bei seiner Entstehung noch außerhalb der Stadtgrenze stand.

Dies ist das Torhaus, welches heute als örtliches Verwaltungsgebäude genutzt wird.

Das Schloss selbst beherbergt das Schlossmuseum, den Fachdienst Kultur, die Stiftung Nordfriesland und die Musikschule des Kreises Nordfriesland. Im einstigen Küchenflügel - unten rechts - befindet sich ein Café, welches von den Auszubildenden des Theodor-Schäfer-Bildungswerks betrieben wird. Leider war auch dieses geschlossen.



Der Schlosspark ist berühmt für seine üppige Krokusblüte im Frühjahr, die aus den Wiesenflächen ein Meer aus Lila macht. Natürlich kann ich Euch davon kein Foto bieten, aber im www. werdet Ihr bei Interesse sicher fündig. Ich wollte hier nur eigene Fotos nutzen.

Und auch der wohl berühmteste Einwohner von Husum hat im Schlosspark einen Gedenkort gefunden...


Theodor Storm (*14.09.1817 - gest. 04.07.1888) war Jurist und Schriftsteller und unter anderem in Potsdam und Heiligenstadt tätig, bevor er 1842 als Landvoigt und Amtsrichter in seine Heimatstadt zurückkehrte. Er hatte mit seiner 1. Frau Constanze Esmarch 7 Kinder, war in 2. Ehe mit Dorothea Jensen verheiratet und hatte mit ihr eine Tochter.
Seine berühmteste Novelle war „Der Schimmelreiter“, die auch bei uns auf dem Lehrplan stand. 

Nun wird es wirklich Zeit, ich schließe für heute mit dem abendlichen Blick in Storms Geburtsstraße - das kleine Haus rechts vor dem Weißen ist sein Geburtshaus


und gaaanz zum Schluss noch einen Blick im Abendlicht über die Husumer Au


Jetzt ist es doch ein sehr langer Post geworden. Wer weiß, ob überhaupt jemand bis hierhin durchgehalten hat??? Ich hoffe es und würde mich sehr freuen. Aber auch für uns beide, deren Herz das kleine, zugleich heimelige und doch lebendige, Husum erobert hat, ist dies wie ein Reisetagebuch. Wir werden sicher wieder zurück kehren!

Nun wünsche ich Euch einen schönen Sonntag, 
auch wenn der Himmel vom Regen tief hängt wie hier in Berlin. 
Ich ziehe mich jetzt mit einem Hörbuch in mein Zimmer zurück - 
Ideen wollen umgesetzt werden und ein Auftrag wartet.
Passt gut auf Euch auf und macht es Euch zu Hause nett!

Herzlichst
🍁  Lene 🍁