Folgender Text war ein Teil des Weihnachtsgrußes von unserem Chef Detlef, mit dem er uns in die Weihnachtspause verabschiedet hat. Je häufiger ich ihn lese, um so mehr berührt mich der Text.
Weihnachten 2021
Ein Virus ist in meinem Kopf.
Ich schlage die Zeitung auf – die Inzidenz ist hoch.
Ich mache das Radio an – der Impfstoff ist knapp.
Ich schalte den Fernseher ein – die Impfquote ist zu gering.
Ein Virus bestimmt diese Zeit.
Ich soll wachsam sein – und möchte Vertrauen schenken.
Ich soll Kontakte beschränken – und will Menschen begegnen.
Ich soll Abstand halten – und sehne mich nach Nähe.
Das Virus darf nicht in mein Herz.
Glaube: Ich glaube an das Kind – und an die Einsicht.
Hoffnung: Ich hoffe auf die Gnade der Weihnacht – und die Wirkung der Impfung.
Liebe: Mit Liebe will ich den Menschen begegnen – und manchen mit Geduld.
Die letzten Wochen in der Werkstatt waren heftig - es gab sehr viel zu tun und ich bin stellenweise an meine Grenzen geraten. Das ist auch der Grund, dass es die Weihnachtsgefühle so schwer hatten, bei mir anzukommen.
Nun ist alles geschafft - die Werkstatt habe ich mittags verlassen, um direkt weiter zum Kaffeekränzchen bei der Mutti im Seniorenstift zu reisen. Inzwischen bin ich natürlich zu Hause gelandet - sitze im Sessel und versuche mich darin, die Seele baumeln zu lassen, während neben mir der Herzallerliebste den Weihnachtsbaum ganz und gar entzückend schmückt - in diesem Jahr mit einem bunten Reigen von weißen, gelben, roten, blauen und sogar erstmalig grünen Kerzen. Noch steht die Zählung aus, wir freuen uns darauf, wenn sie das erste Mal leuchten 😄