Montag, 31. Dezember 2018

Es ist soweit...

... zum Einläuten des neuen Jahres!
Das haben wir früher tatsächlich getan, auch wenn des Glockenseil eher mich im Griff hatte als andersherum. Um so größer war der Spaß 😄


Unser Dezember klingt sehr viel entspannter aus als er begonnen hat,
wofür ich äußerst dankbar bin.
In den letzten Tagen „zwischen den Jahren“ wechselten sich nette Stunden im Familienkreis mit viel Gelegenheit zum schmökern und lesen und Seele baumeln lassen ab.
Und gestern waren wir noch im Kino...
...wir haben uns „Astrid“ angesehen. Ein Film über die Jugendzeit von Astrid Lindgren, der uns wirklich sehr berührt hat. All ihre Geschichten haben etwas gemeinsam - sie sind nicht über Kinder, sondern direkt aus der Perspektive von Kindern geschrieben. Und das ist ihr besonderes Geheimnis, welches ihre Leser so begeistert, obwohl längst nicht nur von heiler Welt die Rede ist.

Die Musik zum Film geht nicht nur ins Ohr
(Unbeauftragte und unvergütete Werbung wegen Namensnennung und Verlinkung)


Und zum guten Schluss möchte ich keinesfalls vergessen, dass ein kleiner Schäfer mit seiner Herde noch eine neue Heimat-Weide suchte...
Das Los hat entschieden, dass er künftig bei
Nicole
(Unbeauftragte und unvergütete Werbung wegen Namensnennung und Verlinkung) 
sein Zuhause finden wird.
Ich wünsche Euch ganz viel Freude daran!!!



 Nun also wünsche ich Euch allen 
einen ganz bunten Glitzer-Funken-sprühenden Übergang 
ins neue Jahr - 
kommt dort gesund und wohlbehalten an!
Möge es ein tolles, überraschend-schönes, fröhliches und 
vor allem gesundes Jahr für uns alle werden!

Herzlichste Grüße,

☆ Lene ☆

Montag, 24. Dezember 2018

Zur Weihnacht...

✰🎄✰

Ich wünsche Euch allen ein frohes, genussvolles, besinnliches, harmonisches, kerzenfunkelndes  
und
gesegnetes Weihnachtsfest!
✬✬✬
Habt lieben Dank für all den netten Austausch hier auf dem Blögchen und anderswo -
kurzum für das Miteinander rund ums Jahr!




Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet Euch nicht!
Siehe, ich verkündige Euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, 
der Herr in der Stadt Davids.
(Lukas 2, 10-11)

⭐⭑🌟⭑⭐

Sonntag, 23. Dezember 2018

Eine Reise durch den Advent...

... ist eine schöne Idee von Nicole. An 24 Tagen lassen uns 24 Blogger*innen teilhaben an ihren Gedanken, Geschichten, Rezepten und Tipps zum Thema Advent. Heute darf ich meinen Beitrag veröffentlichen.

Und welcher Hinweis hier natürlich nicht fehlen darf: "...dieser Beitrag kann unbeauftragte/unvergütete Werbung enthalten in Form von Verlinkungen, Namens-und Ortsnennung"

Ich hab Euch eine kleine Geschichte mitgebracht, die beim Lesen wieder meine Erinnerungen an die Weihnachtsfeste meiner Kindheit weckte. Immerhin trennen uns nur noch 2 Tage vom diesjährigen Weihnachtsfest.
Geschrieben hat diese Geschichte die Schriftstellerin Gertrud Storm (1865-1936), die Tochter von Theodor Storm. Ich hab sie gefunden in dem Büchlein „Winterfreude“  - erschienen im esslinger-Verlag

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Weihnachten
Wenn das alte, liebe Weihnachtsfest wieder naht und ich mich in eine rechte Weihnachtsstimmung versetzen will, setze ich mich in der Dämmerung in einen tiefen Lehnstuhl. Von draußen wirft die Laterne traulich ein mattes Licht durch die Fenster. Ich schließe die Augen und bald bin ich daheim in unserem großen, alten Hause in Husum in der Wasserreihe.

Meine Geschwister und ich, wir sind wieder Kinder. Es wird einmal wieder Weihnachten und wir Kinder leben in goldenen Träumen, bis das im Leben so seltene Wunder eintritt, dass diese Träume in dem brennenden Weihnachtsbaum verkörpert vor uns stehen. Draußen auf den stillen Wegen des Gartens, den Sträuchern und alten Bäumen liegt glitzernder Schnee.




Im ganzen Hause duftet es nach Tannen und braunen Weihnachtskuchen. Feststimmung guckt schon aus allen Ecken, wie eine Ahnung vom Weihnachtsabend.

Es weihnachtet sehr, die Heimlichkeiten wachsen mit jedem Tage. Vater schließt sich immer häufiger in seiner Studierstube ein, und wir Kinder, die wir um die Zeit der Weihnacht gerne an den Türen lauschen, hören ihn die Tür des Nussbaumschranks öffnen und leise wieder schließen. Dieser Nussbaumschrank birgt in seinem Innern alle Geheimnisse und Wunder fürs Weihnachtsfest. In einem unbewachten Augenblick treten wir doch ins Zimmer. Vater schließt schnell den Schrank, dann nimmt er uns in seine Arme, macht ein geheimnisvolles Gesicht, sieht uns innig an und sagt mit leiser Stimme nur das Wort: „Weihnachten“. Endlich ertönt der Klang der silbernen Glocke. Wir stürzen die Treppe herunter, die Flügeltüren fliegen auf, wir treten ein, Jung und Alt.

Ein starker Duft von Tannen, brennenden Lichtern und braunen Weihnachtskuchen schlägt uns entgegen - und da steht er, der brennende Baum, im vollen Lichterglanz.



Unser Karl setzt sich ans Klavier und stimmt leise an: „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Wir stimmen alle ein. Das Weihnachtslied ist verklungen, wir umstehen den Baum und lassen der Weihnacht still auf uns wirken.

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Die diesjährige Adventszeit hat mir leider nur wenige Momente der Muße gelassen, um so mehr hat mich diese kleine Weihnachts-Geschichte berührt und in meine eigene Kindheit versetzt...
Damals gab es, gefühlt, in jedem Dezember Schnee, der die Welt ringsumher verzauberte. Wir konnten rodeln und in einem Jahr konnten wir auf dem Hof sogar ein Iglu bauen.


Ich bin die jüngste von vier Geschwistern. Unser Vater war mit großer Leidenschaft evangelischer Pastor und sein Arbeitszimmer hab ich als gemütlichstes Zimmer im Haus in Erinnerung. Dort gab es eine Sofa-Ecke, in der wir manche Adventsstunde bei leckerem Gebäck und lustigen Spielen verbracht haben und auch einen Schrank, wie ihn Gertrud Storm beschreibt. Mein Opa, der Vater meiner Mutter, hat ihn einst bauen lassen und er hatte sogar Schnitzereien mit Piepmätzen, die ich oft bewundert habe und so manches Mal auch mit einem Pinsel abstauben durfte. Es könnte gut und gern sein, dass in diesem Schrank auch das eine oder andere Weihnachtsgeheimnis versteckt war?
Am Weihnachtsabend wurde unsere Geduld manches Mal auf eine harte Probe gestellt, weil mein Vater oft mehrere Gottesdienste halten musste. Erst danach begann unser Weihnachtsabend -
ganz ähnlich wie bei den Storms - der Duft des Weihnachtsabends von Tannen mit lebendigen Kerzen und Lebkuchen ist mir heute noch präsent. Mein klägliches Flötenspiel unterm Weihnachtsbaum können wir getrost vergessen, aber gemeinsam gesungen haben wir auch, den leuchtenden Weihnachtsbaum im Blick und die Geschenke (noch) im Rücken. Ja, so war das bei uns. Und es war sehr schön, wie es war, finde ich. Und heute ist es mindestens ebenso schön!! 

                                                 Weihnachten ist ein Geschenk!!!

Wie hat mir Jule in ihrem Weihnachtsgruß geschrieben? "...und nächstes Jahr seid Ihr einer mehr..." Recht hat sie, denn nächstes Jahr werden wir Großeltern☺
Dann wird es noch schöner sein!

Das waren meine Gedanken zur 23. Advents-Reise-Etappe und morgen reisen wir mit Nicole in den Heiligabend!

Nun wünsche ich Euch einen wunderschönen, gemütlichen 4. Advent -
macht es Euch schön und genießt die Vorfreude!

Herzlichst, Lene

Sonntag, 9. Dezember 2018

9. Teezember

(Ich schicke voraus: Dieser Post enthält unbeauftragte und unvergütete Werbung wegen Namensnennung und Verlinkung)

Ja, Ihr lest ganz richtig, es ist kein Schreibfehler meinerseits. Es geht heute um ein 25tel der wunderbaren Adventsidee von Claudia,

dem...


In unserem Kalender gibt es allerdings 25 "Türchen" - weil es 25 Mitmach-Bewerberinnen gab, dürfen wir uns nun auf ein Bonus-Türchen oder besser gesagt Tee-chen am letzten Tag des Jahres freuen!

Ich darf sagen, dass ich mich wirklich sehr über diese besondere Form der Blog-Gemeinschaft freue und sehr gern ein Teil davon bin. Allerdings und das macht mich recht traurig, hatte ich bisher einfach nicht die rechte Muße, meine tägliche Tee-Zeremonie auch zu zelebrieren. Die letzten Wochen waren beruflich nochmal eine Schippe drauf und somit extrem stressig und haben mir sehr viel abverlangt. Und schließlich erreichte uns noch eine ganz traurige Nachricht aus dem Freundeskreis...
Dennoch hoffe ich sehr, dass meine Tee-Brieflein rechtzeitig an den 24 Zielen angekommen sind!
Ich habe den Tee mit Bedacht so ausgewählt - vielleicht war es auch meiner nervlichen Lage geschuldet? In jedem Fall dachte ich, ein Schutzengel kann jedem nur willkommen sein, oder? 


Er duftete so herrlich nach gemütlicher Beschaulichkeit und ruhigen Momenten bei Kerzenschein. Wie gemacht für unseren Teezember. Und passt nicht auch eine kleine Geschichte zum Tee-Genuss bei Kerzenschein? Ich fand ja! So könnt Ihr heute zum Tee einen kleinen süßen Gaumenkitzel und 
eine Engelsgeschichte genießen. Der Gedanke freut mich sehr!


Unerwähnt möchte ich auch nicht lassen, dass mich vor einigen Tagen ganz liebe Post von Gabi erreichte. An dieser Stelle möchte ich ihr schon mal ganz lieben Dank sagen für die wunderschönen Untersetzer mit Shibori-Stickerei, die mir eine Riesenfreude bereitet haben und die Worte auf der Weihnachtskarte natürlich auch. Ein ganz persönlicher Gruß per "Schnecken"post folgt natürlich noch. Ich hoffe nämlich sehr, dass der 2. Teil des Advents sich für mich dann doch endlich etwas ruhiger, besinnlicher gestaltet. 
Jedenfalls sind ein paar entsprechende Highlights geplant - der alljährlich gemeinsam gestaltete Weihnachtsgottesdienst in der Werkstatt mit anschließendem gemütlichen Beisammensein mit den Kolleg*innen beim Gaumenschmaus, das Weihnachtsbaum-Sägen im vor Ort im uckermärkischen Wald mit dem Herzallerliebsten und ein Advents-Orgelkonzert in der Kirche bei Kerzenschein mit der Schwester und nicht zuletzt mit dem Basteln und Schreiben ganz persönlicher Weihnachtspost!
U.a. an jemanden, den ich dieser Tage nach 29 Jahren Sendepause wiedergefunden hab!!! 

Nun aber möchte ich all denen, die hier lesen und kommentieren, wenn ihnen danach ist, noch eine kleine Freude (im wahrsten Wortsinn) machen... 
Gestern waren wir gemeinsam mit Suse & Flo in Herrnhut (da wo die schönen Sterne herkommen). Leider war der Anlass ein ganz trauriger, denn wir mussten uns von Dieter verabschieden, der mit 48 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist...
Vor der Heimkehr blieb doch noch ein Moment Zeit, ins Stammhaus der Herrnhuter Sterne zu gehen, in dem es noch viiiiiel mehr als Sterne gab und... 

... gebt fein acht, ich hab Euch etwas (Kleines) mitgebracht. 
Es ist allerdings kein Stern, das schicke ich voraus.

Es ist ein Schäfer mit Schäfchen, so klein, dass er in eine Walnuss-Schale passt...


Ich war total entzückt und hab sofort an Euch gedacht. Liebend gern würde ich einem/einer von Euch eine Freude damit bereiten. Ihr müsst mir einfach nur ein Zeichen geben in Form eines Kommentars. Und sollten sich wirklich mehrere dafür begeistern, dann entscheidet das Los. 

Nun wünsche ich Euch allen 
einen "wunder"vollen, kerzenhellen, 
von Tee-gewärmten, von besinnlichen Momenten gespickten, 
von besonderen Genüssen begleiteten und von Engeln behüteten,
 (2.) Advent!

Herzlichst, Eure Lene

Montag, 22. Oktober 2018

Unterm Leuchtturm...


links vom Leuchtturm unter dem kleinen Spitzdach standen unsere Betten


... haben wir 4 Nächte wohlbehütet genächtigt. 
Wie es dazu kam?
Es war eine wunderschöne Geschenkidee des Herzallerliebsten.
"Wie wärs..." fragte er im Frühling, "...wenn wir Deinen Geburtstag diesmal gemeinsam mit Babsi auf ihrer Lieblingsinsel feiern?" Schön wär's!!!
Meine Freundin Babsi und ihr Jörg genießen das Insel-Feeling von Texel (Werbung aufgrund Ortsnennung) schon seit vielen Jahren so oft es geht, weil sie für die Beiden (die in NRW zu Hause sind) relativ schnell zu erreichen ist. Und weil wir von Natur aus neugierig und inzwischen auch ziemlich reiselustig sind, wurde aus der schönen Idee Wirklichkeit.
Babsi und ich waren ursprünglich - vor gefühlt gaaaanz vielen Jahren - Brieffreundinnen und haben uns anfangs auch noch "richtige Briefe" geschrieben. Doch irgendwann ist es in emails übergangen und nun schreiben wir uns schon seit einigen Jahren an jedem Abend einen Gruß und fühlen uns sehr verbunden.
Es ist tatsächlich schon 7 Jahre her, dass wir uns das erste mal von Angesicht zu Angesicht gesehen haben - damals sind wir gerade hier oben in unser Nest gezogen.

Weil es organisatorisch einfach nicht anders ging, konnten wir nur einen - unseren letzten - Tag auf der Insel gemeinsam unterwegs sein.
Es war ein ganz schöner, lustiger und genussvoller Tag als Höhepunkt der Reise!

Aber zuvor...


sind wir unter dem Schutz des Regenbogens gereist,


mit der Fähre aufs (noch) unbekannte Eiland gelangt


haben Häuser geguckt, die so gemütlich aussehen...




Schafen tief in die Augen geschaut...


und natürlich ausgedehnte Spaziergänge auf endlos scheinendem Strand & Dünen unternommen




den Leuchtturm erklommen mit seinen 188 gewendelten Stufen


den Leuchtturmwärter bei dringenden Geschäften gestört


und von oben bis zum Ende der Welt geschaut.


Hier und da ein Schwätzchen mit dem Fasan an der Terrasse gehalten


und dann endlich die Erlebnisse mit Freunden geteilt...

ultraleckeren Kibbeling (Kabeljau-Filet in Bierteig knusprig ausgebacken) mit Remoulade genossen,

sahniges Eis vom Bauernhof geschleckt


gemeinsam am Strand und...


im Dünengebiet gewandert,


um die kleinen De Muy-Rinder zu entdecken, die aufgrund der ausgetrockneten Wasserläufe allerdings leider nicht zu finden waren.

Nach dem Abendessen noch durch die Stadt geschlendert...


und einen traumhaft schönen Sternenhimmel (leider kein Bild) bewundert, den wir hier in der Großstadt selten oder nie zu sehen bekommen.

So schnell war der Tag zu viert vorüber. Es hat großen Spaß gemacht und weil es so schön war, haben wir uns gleich versprochen, dass nun nicht noch einmal 7 Jahre vergehen werden bis wir uns wiedersehen.

Nee, ganz im Gegenteil, für nächstes Jahr ist ein gemeinsames Erlebnis auf unserer Lieblingsinsel Rügen (Werbung aufgrund Ortsnennung) geplant. Schon jetzt ein Grund zur Vorfreude!!!

Übrigens, wie wir bei der Ankunft erfuhren, waren wir zu Gast beim ehemaligen Leuchtturmwärter und seiner Frau - ein sehr nettes Ehepaar. Man fühlte sich zu Haus wie bei Oma & Opa. Das Frühstück wurde für alle Feriengäste gemeinsam um 9 Uhr in der Wohnküche von Frans en Els serviert.

Und diesen Anblick werden wir sicher nicht vergessen...


ein Leuchtturm so nah!!!

Wir haben nicht nach Attraktionen und Action gesucht, sondern nach dem Wind, den Wellen, dem Strandsand, nach Beschaulichkeit & Ruhe auf einem überschaubaren Eiland. All das haben wir gefunden und noch einiges mehr! Es war wunderbar, die Erlebnisse mit Freunden teilen zu können!!!
Fortsetzung folgt...

Und nun beginnen hier und anderswo schon die Vorbereitungen für eine gemütliche & heimelige Advents- und Weihnachtszeit! Ich freu mich drauf!

Ich wünsche Euch eine schöne Woche mit möglichst wenig Stress und viel Genuss!

Herzlichst

°°°@ Lene @°°°


Mittwoch, 3. Oktober 2018

Der Alltag ...

... hat uns ab morgen wieder. Aber das Schöne ist, erst einmal nur für 2 Tage und dann landen wir bereits in der Wochenend-Oase.
Am äußerst jungen Sonntag - also eine halbe Stunde nach Mitternacht - sind wir wieder hier gelandet. Die Sperre unseres Stellplatzes ließ sich nur mit Hilfe einer Zange lösen und dann begann das Auspacken der X-und-neunzig Gepäckstücke, den übervollen Briefkasten leeren, Blümchen gießen und, so viel wie geht, noch auspacken. Alles andere konnte warten bis wir am späten Vormittag aufgewacht sind.
Ich durfte mich mittags gleich in den Berliner Nahverkehr begeben und feststellen, dass sich während meiner Abwesenheit nix geändert hat. Das Chaos war perfekt. In diesem Fall ist so ein Handy ja Gold wert, weil man die Wartenden informieren und beruhigen kann. Ich war mit meiner Familie am Grab meines Vaters verabredet, denn es wäre sein 101. Geburtstag gewesen. Meine Mutter kann allein den Weg dorthin nicht mehr bewältigen. Seit ihrem Sturz im März ist sie außerhalb ihrer Wohnung auf den Rollstuhl angewiesen. Und so war es auch ein Anlass, dass sich die Geschwister mal wieder sehen. Anschließend gab es noch lecker Torte im Café. Das hätte unserem alten Herrn auch sehr gefallen - er liebte, alles was süß war und was nicht süß genug war, bekam noch ein kleines Mäntelchen aus Zucker zusätzlich.
Für Montag hatten sich Suse & Flo mit Kuchen zum Kaffeestündchen angemeldet. Es wurde ein sehr netter und unterhaltsamer Abend. Auch sie hatten dank dem Feiertag mitten in der Woche 2 Brückentage.
Gestern sind wir einfach so dahin"gedümpelt" und haben gelesen, gestrickt und unsere Vorräte aufgefüllt. Übrigens, der Herr Wichtel ist ja leider ebenso leicht bekleidet heimgekehrt, wie er mit uns gereist ist. Inzwischen hat zwar seine Lebensgefährtin in spe ein Kuscheljäckchen, aber er noch immer nicht. Ich lege heute noch mit seinem eigenen Jäckchen los. Denn sonst ist es ja verkehrte Welt. Fotos folgen in Kürze...
Und als wir von unserem kleinen Einkauf heimkamen, war die Postfrau schon an unserem Briefkasten gewesen und hat einen verheißungsvollen, prallen Umschlag für mich eingeworfen!!!
Ich hatte bei Claudia, aus Anlass ihres 5. Blog-Geburtstages, ein Überraschungspäckchen gewonnen und freu mich riesig!!!
Ein ganz raffiniert gefaltetes und persönliches Herbstpost-Brieflein war mit dabei und ein Tee für ruhige Stunden und ein ganz besonderes Täfelchen - Kürbis & Salz. Na ich bin vielleicht gespannt, wie das wohl prickelt auf der Zunge - Vollmilch und Salzkristalle!!!


Ist dieser samtig-rote Anhänger nicht entzückend mit seinem Herbst-Hütchen?!!! Er wird mich morgen schon begleiten.


Und was könnte zum Tee- und Schoki-Genuss besser passen als Kerzenlicht? 
Ich hab vor Jahren mal versucht, mit Kerzenstiften zu schreiben. Es ist mir nicht gelungen - ich lass jetzt mal dahingestellt, ob es an der Qualität der Stifte oder an mir lag?
Claudia ist es jedenfalls so schön gelungen, dass ich noch nicht wirklich weiß, ob ich die Schrift herunterbrennen lassen will?


Liebe Claudia, hab nochmals ganz lieben Dank für diese tollen Gaben, die mir große Freude bereiten.
Inzwischen hast Du meine Mail sicher auch schon erhalten.

Nun also werde ich noch ein bisschen die Nadeln klappern lassen und morgen früh hab ich freundlicherweise sogar einen ganz bequemen Arbeitsweg, weil meine Kollegin mich mit dem Auto abholt. So kann ich es ein klitzekleines bißchen ruhiger angehen lassen.

Auch Euch wünsche ich eine angenehme zweite Wochenhälfte - der FREUtag naht!

Herzlichst,

°°°@ Lene @°°°

Freitag, 28. September 2018

Der Kreis schließt sich...

So hat es mit unserer Ankunft in der Idylle bei herrlichstem Sonnenwetter begonnen und so war auch heute unser letzter Tag. Nur die Temperaturen unterscheiden sich und unsere Gefühlswelt.
Aber wir haben den Tag trotz packen und putzen ausgiebig genossen...


... in dem wir nochmals durch den Wald gestreift sind und den blauen Himmel durch das grüne-gelbe Laub angehimmelt haben...


... und nun nehmen wir sogar noch eine schöne Portion "gefundenes Essen" in Form von Pfifferlingen und Steinpilzen mit heim. Die werden wir uns am Sonntag schmecken lassen und uns nochmal 
ganz und gar hier her zurückdenken.

Morgen geht es also wieder auf den Heimweg übers Meer, aber zum Glück noch nicht gleich am Montag zurück in den (Arbeits-)Alltag, denn der geduldet sich noch bis Donnerstag.

Und wenn nix dazwischenkommt, dürfen wir im kommenden August wieder herrliche Tage in der schwedischen Idylle genießen.

Seid herzlichst gegrüßt 
von 

°°°@ Lene @°°°

Mittwoch, 26. September 2018

Beim Bergwächter

So wie in der Nacht vom Montag zum Dienstag können wir den Mond im heimatlichen Berlin nicht bewundern...
leider spiegelt die Scheibe ein bißchen

...irgendwie magisch!!!

Und nachdem es gestern vormittag schon klar war, dass es hier heute wieder stürmisch zugehen würde, haben wir uns entschieden die nächste Wanderung nicht aufzuschieben. Wir wollten zu einer besonderen Sehenswürdigkeit...


Der Steinmann gilt als Wächter des Berges und besteht aus lose aufeinander geschichteten Steinen, die inzwischen schon 300 Jahre oder mehr bei jedem Wetter zusammen halten. 

Wie immer ging es über Stock und Stein den Berg hinauf bis auf das letzte Stück, auf dem uns die Holztreppen entgegen kamen.


Und dann stand er vor uns - formvollendet sogar mit Hut.
Man fühlt sich sicher in seiner Gegenwart und kann mit ihm den Blick über die Landschaft genießen.


Ich hab ihn nur gaaanz vorsichtig berührt.


Da wir noch seine Frau suchten, sind wir nicht auf dem gleichen Weg abgestiegen.
So siehts hier vielerorts aus - nicht alle Bäume halten dem starken Wind stand und wenn man sieht, wie flach sie auf dem steinigen Boden wurzeln, wundert es nicht.


Ein paar Meter weiter stand dann diese Figur, die eigentlich viel zu klein für die Frau des Borgåsmann zu sein scheint, aber eine andere Figur fanden wir nicht.


Egal, eine schöne Geschichte ist es allemal.

Nachdem wir schon beim Aufstieg zu unserer großen Freude am Wegesrand 
Pfifferlinge (Kantarellen) fanden, haben wir am Fuße des Berges auch Ausschau gehalten und wurden nicht enttäuscht.

Ein gefundenes Essen!!!

Gestern kam also ausschließlich schwedische Produkte aus Wald & Feld auf den Tisch - 
der Steinpilz mit einen Reigen aus Pfifferlingen an Kartoffel-Pastinaken-Pürree - ein großer Genuss!!!

Heute hätte man wirklich nicht gern auf den Berg klettern wollen. Also alles richtig gemacht!
Stattdessen, so schwer es auch fällt, haben wir die ersten Vorbereitungen für die Rückreise getroffen: der grüne Kamerad brauchte Treibstoff und die Hausvermieter möchten die Unkosten für den verbrauchten Strom gern in bar - also mussten wir zum Geldautomaten. Ansonsten kommt man hier vollkommen ohne Bargeld aus - überall ist Kartenzahlung bevorzugt. 

Ach ja, in einem ganz normalen Supermarkt ist uns eine ganz besondere Freude widerfahren - 
plötzlich lagen die Lieblingsäpfel unserer Kindheit zum Greifen (und Mitnehmen) nah vor uns.
Und in dem Garten, der zu unserer ersten gemeinsamen "Bleibe" gehörte, gab es sie auch -
die Gravensteiner ❤ 
Das letzte Mal haben wir sie vor Jahren - als wir schon längst nicht mehr dort lebten - eben aus diesem Garten stiebitzt.
Verbotene Früchte sollen ja die süßesten sein, aber die hier stehen ihnen in nichts nach.



Jetzt liegen noch 2 kostbare Tage vor uns, wir werden jeden Augenblick zu genießen wissen!

°°°@ Wir lesen uns - so oder so - von hier oder anderswo @°°°

Seid herzlichst gegrüßt 
von

Lene

Montag, 24. September 2018

Etwas hiervon und davon

So eine Auszeit in Schwedens Idylle und Abgeschiedenheit bietet neben dem Erleben der faszinierenden Natur...

gestern beispielsweise so oder ...



...oder so am Abend




... auch sehr viel Zeit und innere Ruhe um zu lesen ("Töchter einer neuen Zeit" von Carmen Korn) oder wieder mal mit Nadel & Faden zu werkeln.

Da ich in Sachen Handarbeiten einfach (zu) viele Interessen habe, geht dann eben auch dies & das mit auf die Reise. So können sich schon beinahe 2 Paar Füße in Socken wärmen...


... und ein Ufo (unfertiges Objekt) aus dem Schweden-Urlaub 2017 (da hab ich die viiielen kleinen Hexagons genäht) nimmt auch endlich Formen an...


Es soll ein kleines Tischdecklein werden - bis dahin wirds allerdings noch ein Weilchen dauern.
Hoffentlich aber nicht bis Schweden 2019.

Und dann gibt es ja noch einen bedauernswerten Reisebegleiter namens Nils-Erik der lediglich mit einer, von Onkel Puh geborgten, Hose unterwegs ist. Er hat kurz vor der Abreise in meinem Nähzimmer das Licht der Welt erblickt und...


ich habe ihm versprochen, dass ich (als völlig unbedarfte Kleiderschneiderin, was er nicht weiß) ihm ein Hemd und eine eigene Hose auf den Leib schneidere. Die Ruhe hier wollte ich für die Schnittmuster nutzen und dann sollte es, zurück im heimischen Nähzimmer, vollendet werden. 
Da bin ich, was mich sehr bekümmert, allerdings noch kein Stück weiter voran gekommen.
Die Hose wird nicht das Problem sein, da kann ich denn Schnitt von Onkel Puh's Hose ja modifizieren, aber das Hemd... Naja, versprochen ist versprochen... Ich wills mir auch nicht verderben mit ihm. Im Gegenteil, er soll noch eine Partnerin bekommen. Aber Pssst!!!, dass weiß er noch nicht!!! 

Heute haben wir das See-Ufer zu Fuß erkundet. Über Stock und Stein - die Wanderpfade sind ja oft bestenfalls zu erahnen. Meist muss man sich auf den eigenen Orientierungssinn verlassen, was am See-Ufer recht leicht fällt. Man merkt dem Lelang (wie der See hier heißt) wie vielen anderen Gewässern den ungewöhnlich trockenen Sommer deutlich an. Das Wasser gibt sehr viel Uferbereich frei, der normalerweise nicht zu Fuß begehbar wäre. Für uns ist es ganz nett, aber grundsätzlich bereitet es natürlich Sorge. Zum Glück gibt es jetzt täglich heftige Regenschauer - das gibt Hoffnung, dass der Wasserstand sich wieder erholen kann.

Soviel an dieser Stelle - noch bleiben uns ja einige kostbare Tage in der Abgeschiedenheit und gerade haben wir noch ein Ziel entdeckt, dass wir uns "erobern" wollen. 
Alsoooo... Fortsetzung folgt!

Bis dann - herzlichst, Lene