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Sonntag, 13. August 2023

Wochenenden in kleiner & größerer Runde

 Nach einer Woche mit einigen beruflichen Herausforderungen, die u.a. aus einem extremen Personalengpass und weiteren Hindernissen entstanden, genieße ich dieses ruhige, entspannte Wochenende sehr, u.a. mit 

Pfirsich-Joghurt-Kuchen

dem Stricken von Spiralsocken für Mini-Füße und… 


ganz viel Seele baumeln lassen und wie man unter den Socken sehen kann, gibt es auch wieder konkrete Näh-Pläne…

Ach ja, es gab doch noch ein besonderes Erlebnis in der vergangenen Woche - unsere Balkongäste sind ausgeflogen…



Einige Male haben sie uns noch besucht, aber nun können sie ohne unsere Balkon-Basis-Station durch die Welt fliegen. Und wir wünschen ihnen das Allerbeste!

Ja, und wenn ich jetzt so Muße habe, gehen meine Gedanken zurück zum vergangenen (2. besonderen) Wochenende, an dem es sehr viel bunter zuging…

Wir sind Freitag Nachmittag an der Müritz angekommen, haben im Hotel eingecheckt und waren mit Florian verabredet, um gemeinsam Ernie von der Kita abzuholen, der nichts davon wusste und entsprechend staunte, wer plötzlich neben dem Sandkasten stand😄 Auf dem Heimweg mussten wir einfach Station bei der Eisdiele machen - so leckeres Eis hab ich lange nicht mehr gegessen. Ich geb zu, ich musste nach Salzigem Karamell und Joghurt Natur unbedingt noch Málaga und grüner Apfel probieren. Einfach ein Hochgenuss! Ernie begleitete uns anschließend ins Hotel mit der tollen Aussicht vom Balkon und seine Eltern wollten das gemeinsame Grill-Abendessen vorbereiten.


Wir haben am Abend aber nicht allzu lange beisammen gesessen, weil Ernie müde wurde und Susanne sich durch ihre Erkältung verständlicherweise auch nach Ruhe sehnte. Wir haben den Abend auf unserem Balkon ausklingen lassen und schliefen wunderbar im Bett mit Oberlicht.

Am Samstag vormittag waren wir in der Stadt unterwegs, um aus der Kaffeerösterei Kaffeebohnen-Vorrat für den Genuss zu Hause zu holen, vorbei an den herrlichen Wildblumen-Rabatten an der Promenade…


und um in der Buchhandlung nach Urlaubslektüre Ausschau zu halten. Wir sind natürlich fündig geworden! Auf dem Weg ergab sich quasi aus dem Nichts heraus - wir wollten der offensichtlich eiligen Frau auf der engen Gasse einfach nur Platz machen - ein ganz nettes Gespräch mit ihr, die mit ihrer Enkelin Marlene😊 Urlaub machte und uns noch den tollen Tipp mit der Kirchturmbesteigung gab…

Um 11.30 Uhr waren wir tatsächlich an der St. Marien Kirche zur Turmbesteigung - nach dem Hinweis, dass um 11.40 Uhr das viertelstündige Glockenspiel beginnt und es oben entsprechend laut werden könnte, entschlossen wir uns, es in der Kirche anzuhören und dann erst den Turm zu besteigen…


…und die Aussicht über die Stadt zu genießen.


Danach hatten wir gerade noch Zeit für ein kleines Päuschen im Hotel, bevor das eigentliche Ereignis dieses Wochenendes begann, das Familientreffen…

Meine Mutter war immer das Bindeglied zwischen unseren Familienzweigen, die aus den Familien ihrer beiden jüngeren Schwestern und unserer Familie mit 4 Geschwistern und unseren Kindern & Kindeskindern besteht. Als wir uns im Januar auf der Beerdigung meiner Mutter alle zusammen fanden, hatte Florian die Idee, sich doch bald wieder zu sehen, z.B. bei ihnen in Waren/Müritz. Diese Idee wurde von den meisten freudig aufgenommen. Florian kümmerte sich um die Organisation und ich hab die Rundbriefe geschrieben, damit auch alle Beteiligten zeitnah informiert waren. Es kamen bis auf eine Ausnahme auch von allen freundliche Zusagen und so fanden sich am letzten Wochenende 30 Familienmitglieder zusammen…


Treffpunkt war um 13.30 Uhr der Brunnen mit der Schiffsschraube im Hafen und es war schon eine lustige Erfahrung, dass die Ansammlung von Menschen, die dort standen, alle zur eigenen Familie/Verwandtschaft gehören.
Als alle beisammen waren, führte uns Florian als Reiseleiter mit interessanten Details auf dem Weg zum Lokal am Tiefwarensee durch die Stadt… 
Auch für diejenigen, die irgendwann den Weg zu Fuß nicht mehr bewältigen konnten, war gesorgt. 
Gegen Halb4 waren alle im Restaurant vereint - Klein Ernie und seine Mama, die leider gesundheitlich angeschlagen war, warteten dort nach dem Mittagsschläfchen auf uns. 
Es wurde ein ganz schöner, unterhaltsamer, fröhlicher und nicht zuletzt genussvoller Samstag - die meisten übernachteten wie wir in der Nähe oder direkt vor Ort in Bungsalows und konnten den Abend entsprechend entspannt ausklingen lassen, weil sie erst am Sonntag die Rückreise antraten. 
Beim letzten Familientreffen vor 4 Jahren war Ernie der jüngste Teilnehmer und lag noch in der Kinderkutsche - in diesem Jahr war es Smilla, die im Februar geborene Enkeltochter meiner Cousine Katja und im nächsten Jahr wird dann mein ältester Bruder Uropa sein.
Das nächste Familientreffen ist bereits vereinbart - entweder im Harz oder in Berlin, aber nicht erst in 4 Jahren!
Übrigens an dem Samstag zeigte mir meine App knapp 19.000 Schritte und 15 Stockwerke!!! 

Nun liegt eine neue Woche vor uns ausgebreitet - wir freuen uns auf lieben Besuch (Kita-Ferien) ab Dienstag und für Mittwoch ist bereits ein Besuchsfenster für 3 Winter-„Jungs“ im Naturkundemuseum gebucht. 
Ich muss leider arbeiten, aber die gemeinsamen Stunden am Nachmittag bleiben mir ja und vielleicht kann ich auch ein bissel früher heimkommen? Zum kommenden Wochenende kann Jochen sein Fahrrad aus der Reparatur holen - dann ist das gute Stück nach 30 Jahren treuer Dienste runderneuert und bereit für unsere Radel-Pläne!

Habt auch Ihr eine schöne Woche und macht das Beste draus!!!
Herzlichst, Lene


Sonntag, 19. Februar 2023

Sonn(en)tags-Ausflug

 Tatsächlich hat sich heute die Sonne wieder sehen lassen und so haben wir diese gute Gelegenheit genutzt, um einen Ausflug ins Blaue (gen Norden) zu machen. Wir waren gefühlt schon ewig nicht mehr unterwegs und nun wurden wir mit herrlichem (Sonnen-)Lichtspiel über grünen Feldern & Wiesen und dem Moos unter den Kiefern in der waldreichen Landschaft der Uckermark bis hin zum Mecklenburger Seenland belohnt. Es war eine Genuss-Reise für die Augen. 

Und am Ende landeten wir hier…


Schloss Hohenzieritz ist…


… das Schloss, in dem am 19. Juli 1810 Königin Luise von Preußen während eines Besuchs bei ihrem Vater, Herzog Carl II. von Mecklenburg-Strelitz, plötzlich verstarb. Dadurch hat es Berühmtheit erlangt, aber mir war das bisher nicht bekannt?



Jedenfalls haben wir nur einen Bruchteil des weitläufigen Schlossparks bewandert, 


denn obwohl die Sonne lachte und der Himmel viel Blau zeigte, wehte ein eisiger Wind. Den Schäfchen machte es scheinbar nicht viel aus…


Das Lustige war, dass viele Mutterschafe Zwillings-Lämmchen hatten, die munter über die Weide sprangen, wir haben eine Weile davor verweilt, nur Fotos wären aus der Entfernung nicht ergiebig gewesen. 

Und dann die Wiesen voller Schneeglöckchen - ein so schönes Bild…



Es war kein spektakulärer Ausflug und die Temperaturen luden leider nicht zum langen Verweilen ein, aber dennoch hat uns dieser Tapetenwechsel und das Ziel sehr viel Freude gemacht, deshalb steht natürlich fest, dass wir wiederkommen. Zum Seele baumeln lassen ist dieser weitläufige Park mit dem alten Baumbestand ideal.

Und wir möchten die kleine Kirche…



… unbedingt von innen sehen. 
Also auf bald wieder in Hohenzieritz!

Für heute wünsche ich Euch einen ganz gemütlichen Sonntag-Abend und eine überaus nette Woche -
herzlichst
Lene


Montag, 23. September 2019

Am Wochenende...

... waren wir mal wieder unterwegs in den Norden. In eine Gegend, die wir bisher nicht kannten, ins Alte Land. Es gab einen ganz besonders schönen Anlass dafür - einen Besuch bei Gabi. "Blinddate hat sie es genannt und damit natürlich Recht. Wir kennen uns seit Jahren übers Internet, über unsere Blogs, haben uns bisher geschrieben und auch schon Handgemachtes getauscht.
Aber nicht immer ist ja so eine Begegnung in der realen Welt deckungsgleich mit dem Eindruck, den man in der virtuellen Welt von "ihr/ihm" gewonnen hat. Man spricht davon, dass die Chemie stimmt. In unserem Fall hat sie tatsächlich gestimmt und die gemeinsamen Stunden verflogen im Nu.
Auch von dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Gabi, die ihren leckeren Kuchen mit uns geteilt hat. Es war ein so, so schöner Nachmittag! Es wird Fortsetzung(en) geben - wann und wo ist noch nicht besprochen, aber "das", das ist ja mal klar! Ein solches Erlebnis mit Herz❤hüpfer-Effekt ist ein einzigartiges Geschenk!!! Das musste einfach gesagt werden!

Wir hatten uns in einer kleinen, urigen Pension eingemietet...

Der Eingang zum Häuschen, in dem unser Zimmer war


Im Gebäude nebenan gab es Frühstück...
an dem Tisch hinter der Glastür haben wir gesessen


Der versteckte Eingang...

                                                       

Ein Kleinod mit Kerzen und bestickten Stoffservietten auf dem Frühstückstisch. Der Apfelsaft, die Konfitüre waren handgemacht und die Eier haben die hauseigenen Hühner spendiert. Wie bei Omi irgendwie!
Ist es nicht urgemütlich?



und die Servietten


Und wenn man im beginnenden Herbst im Alten Land unterwegs ist, kommt man an Äpfeln eigentlich gar nicht vorbei. Deshalb wanderte auch manches Kilo unserer Lieblingssorten Gravensteiner & Elster ins Gefährt und auch flüssiges Obst - nee, nichts Hochprozentiges, sondern purer Apfelsaft reiste mit heim. Sogar ein Gläschen Mirabellen-Marmelade von unserer Wirtin wartet jetzt hier auf unser nächstes Wochenende-Frühstück.

Als Abschluss sind wir am Sonntag-Vormittag noch einem Tipp von Gabi und der netten Wirtin gefolgt, die uns beide einen Spaziergang am Elbstrand empfohlen

am Wegesrand - Idylle pur


mein geliebtes "Glützern"☺


Wohl ein kleinerer unter den großen Pötten kam auch vorbei




Und dann hatten wir das Gefühl, die Flut kommt - eine merkwürdig helle Fläche im Hintergrund?
Sie wurde immer kleiner und war am Ende verschwunden, während...


immer im gleichen Rhythmus Wellen den Strand überspülten...


Für die Heimfahrt hatten wir uns für eine Alternativ-Strecke (zur Hinfahrt) entschieden, weil ein Teilstück der nördlichen Berlin Ring-Autobahn gesperrt war. Ein willkommener Anlass für uns, einen Schlenker zum kleinen Ernie zu machen. Für seine Eltern hatten wir auch knackige Äpfel und Saft dabei. Obwohl wir ja vollkommen unangekündigt eingeflogen sind, gab es leckeren, frisch gebackenen Schokokuchen! Es ist eine große Freude, Großeltern zu sein und aufgrund der Entfernung muss man die Gelegenheiten einfach nutzen.
Übrigens, wie Ihr bemerkt habt, zeige ich hier keine Bilder vom "kleinen Mann", weil ich den Wunsch seiner Eltern selbstverständlich respektiere. Lediglich das eine oder andere handgemachte
Klamöttchen wird hier auftauchen. Dazu in Kürze mehr.

Soviel von unserem Wochenende - inzwischen hat uns der Alltag wieder. Ich konnte es etwas ruhiger angehen lassen, aber die nächsten Tage werden etwas bunter, da in der Werkstatt ein Doppeljubiläum gefeiert wird, zu dem jede Hand gebraucht wird. Aber das nächste Wochenende kommt bestimmt!!!

So wünsche ich auch Euch jetzt eine Woche,
die hoffentlich auch den einen oder anderen Genussmoment bietet,
auch wenn sich die spätsommerliche Sonne rar machen soll.
Wie das Wetter auch wird, macht das Beste draus!!!
Ich tue es auch und lasse 

ganz herzliche Grüße hier

💛 Lene 💛

Montag, 9. September 2019

Ein unerhört gutes Konzert...

... haben wir gestern Nachmittag im Rahmen der Festspiele Meck-Pomm an einem „unerhörten Ort“ in der Turbinenhalle des ehemaligen Kernkraftwerkes Lubmin. Wie hat es einer der Initiatoren formuliert - dieser Ort ist eine „Klang-Kathedrale“, was wir eindeutig und mit Begeisterung bestätigen können, auch wenn es vielleicht nicht so anmuten mag beim Anblick des Gebäudes...

von außen...

der Eingang

der Blick nach links


nach oben


und hier spielt(e) die Musik



Unter dem großen Thema Jazz fanden sich das Blechbläserensemble „Brasssonanz“, der Kammerchor „Consono“ und die Solisten Stephan Braun und Nils Landgren zusammen und haben das Publikum (beinahe) ausnahmslos begeistert. Ein paar Miesepeter gibt es sicher immer.
Die Musik dieser Künstler hat tatsächlich den ganzen Riesen-Raum - die Halle ist im Ganzen einen Kilometer lang - mit ihren Klängen gefüllt - ein unbeschreibliches Erlebnis! In diesem Fall stimmte auch der Satz „vorn spielt die Musik“ überhaupt nicht, denn sowohl die Bläser als auch der Chor waren quasi unterwegs durchs und um das Publikum herum. Es begann damit, dass sich 4 Bläser in allen Himmelsrichtungen positionierten und der schwedische Star Nils Landgren mit seiner roten Posaune hinter dem Publikum den ersten Ton anstimmte und dabei auf dem Mittelgang ganz langsam nach vorn schritt und mit seinem letzten Ton, setzte der erste Trompeter von rechts ein, so ging es schließlich weiter, bis sich alle 4 auf der Bühne trafen.
Das war der Auftakt!


Der Chor hat ein Stück auf der Bühne vorgetragen und beim 2. Stück liefen die Sänger wie „am laufenden Band“ durch alle Gänge zwischen und um das Publikum, jeder sang dabei seinen Part - man hörte immer wieder die einzelnen Stimmen, die einem gerade am nächsten waren, aber auch die gesamte Komposition.
Beim 3. Chorstück verteilten sich die Sänger rund um das Publikum (vielleicht in einem Abstand von je 2 m?) und hüllten uns mit ihrem Gesang ganz und gar ein!
Dann folgte die Pause!
Nach der Pause begann es mit einem Film auf den Monitoren, in dem Nils Landgren das Gelände des 
EWN Lubmin, auf seiner Posaune spielend/blasend, durchläuft. Und irgendwann bemerkt man, dass er die Melodie aus dem Film auch live vorträgt - wieder rund um das Publikum, bis er schließlich, zum Ende des Films auf der Bühne ankommt. Und dann bittet er seinen Kollegen, Stephan Braun auf die Bühne...
Gemeinsam stellten sie eigene Kompositionen vor - Stephan Braun mit dem Cello, welches er gezupft, gestrichen als auch als Trommel verwendet hat, während Nils Landgren sowohl posaunt, als auch gesungen hat. Traumhaft schön, weil u. a. vom Mond & Sternen die Rede war. 
Zum Abschluss war „Brassonanz“ wieder an der Reihe, u.a. mit einer speziellen Fassung einer Verdi-Komposition.
Alles in allem war es ein einzigartiges Konzert, welches durch den Raumklang zu einem ganz besonderen, unvergesslich schönen Erlebnis wurde. So wirklich beschreiben kann man es nicht und Fotos während des Konzerts waren nicht gern gesehen. Wobei ich meist auch so fasziniert war, dass ich gar nicht daran gedacht hab. Und das, obwohl ich bisher Jazz überhaupt nichts abgewinnen konnte, aber wenn er in dieser einzigartigen Form vorgetragen wird... erste Sahne💝

Nach dem großen Ohrenschmaus kam dann der Gaumenkitzel,
den wir mit dem Blick auf den Greifswalder Bodden genossen haben.


Und anschließend zog es uns als Ausklang noch zu einem kleinen Abendspaziergang...

... auf die Seebrücke

...um die Sonne zu verabschieden


... und den Mond überm Hotel zu begrüßen


Alles in allem war es ein Tag, dessen Eindrücke uns sicher noch lange Zeit begleiten werden.
Und dieses Erlebnis hat uns erstaunlicherweise so sehr vom Alltag entfernt, dass wir das Gefühl haben, mindestens eine Woche unterwegs gewesen zu sein!
"Also wenn das nichts ist" würde meine Frau Mutter wohl als Ausdruck größter Bewunderung sagen☺
Für uns ist es einfach ein Geschenk in doppelter Hinsicht, für das wir Flori&Suse ("Fluse") an dieser Stelle 💖lichen Dank sagen möchten!!!

Und gut, dass wir gestern Abend noch ein bißchen hinter der Düne und auf der Seebrücke umhergestreift sind, denn in der Nacht begann heftiger Regen, der bis in die Vormittagsstunden anhielt.
Auch auf dem Heimweg hat uns Regen begleitet, was uns für die Natur sehr freut, die hat es bitternötig. Uns hat er überhaupt nicht gestört, denn wir entschieden uns gegen die Autobahn und für die Landstraße, haben uns in einem kleinen lauschigen Biolädchen mit Äpfeln und einem ultraleckeren Erdbeer-Eis versorgt und mit einem Kuchenpaket schließlich noch Jochens Mutter besucht.

Nun sind wir wieder im Nest gelandet - glücklich, diese schönen Erlebnisse in unserem Herzen bewahren zu können.
Morgen früh klingelt mein Wecker um 4 Uhr, damit ich rechtzeitig um 6.30 Uhr bei meiner lieben Kollegin Silke am anderen Ende der Stadt bin, um mit ihr die monatliche Entgeltabrechnung auf den (richtigen) Weg zu bringen. Ein echtes Kontrastprogramm!

Macht es auch schön - wir lesen uns in Kürze mit weiteren Erlebnissen aus "unserem" Schweden!
Übrigens, der kleine Ernst war gestern in Lönneberga bei Michel😀

Nun seid ganz herzlich gegrüßt von

💜 Lene 💜

Sonntag, 21. Juli 2019

Wald, See & Insel

Den gestrigen Tag hatten wir uns für einen Ausflug auserkoren. Unser Ziel war die Insel im Brückentinsee. Es ging uns allerdings vor allem um die Waldwanderung und ein Erfrischungsbad im See. Also zunächst war der Weg das Ziel, wenn man so will und anschließend war dann das Insel-Restaurant unser Ziel. Man hätte ja auch mit dem Auto direkt bis zur Insel fahren können, aber das war ganz und gar nicht unser Plan. Es ging uns um die Bewegung und den Waldluft-Genuss.
Und ich kann nur sagen, dass es eine Super-Idee von Jochen war - an dieser Stelle nochmal "Lieben Dank" an ihn. Allerdings wären wir ohne seine Ortskenntnisse aus Jugendtagen auch gar nicht ans Ziel gekommen, denn es gibt im Wald keinerlei Weg-Hinweise zur Insel. Wir sind auch keiner Menschenseele begegnet, nur Mini-Kröten, Libellen, Mistkäfer, Schmetterlinge und viele andere Insekten kreuzten unseren Weg. Und wenn man denkt, es war dort trocken - keineswegs! Unsere nackten Füße wurden im Tau gebadet. Alles in allem haben wir 5 km weit unsere Haken im Wald geschlagen und tiiiief eingeatmet, um unsere Lungen mit dem herrlichen Waldduft aufzutanken.
Ich hab vor lauter Wald-Genuss nicht allzu viele Fotos mitgebracht, aber was ich hab, zeige ich Euch hier gern...

... los ging es eigentlich schon hier an der bunten Blumenwiese am Waldrand - 
ein Paradies für Insekten...


Habt Ihr schon mal was vom "Projekt Methusalem" gehört? Ich nicht, bevor ich dieses Schild entdeckt habe. Hier steht der ökologische Wert der Bäume ausnahmsweise mal über dem wirtschaftlichen Nutzen. Kurzum sie dürfen wachsen und stehen bis sie eines natürlichen Todes sterben. 


Dieser Zwilling trug das Schild.



... ein Blätterdach


... am Wegesrand


... die Brücke über den Murmelbach. Der Name ist eine Winter'sche Namensschöpfung?
Jochens Familie hat früher mancher Sonntagsspaziergang hierher geführt. Eigentlich ist das Fließ wohl namenlos. Naja, für uns eben nicht.


...hier bahnt er sich seinen Weg und bietet so manchem Fisch einen ungestörten Rückzugsort. 
Wir konnten beobachten, wie sie sich vor uns in Sicherheit brachten. Man kann ja nie wissen.



Und hier schimmert der kleine Brückentinsee durch das Laub. Baden ist dort allerdings nicht zu empfehlen, es sei denn, man hat sich eine Blutegel-Kur verordnet. Dann ist man dort genau richtig☺
Wir hatten keinen Bedarf. Aber für ein Picknick ist es sicher ein lauschiges Plätzchen.


Seht Ihr ihn, den Ling, den Schmetterling beim Sonnenbaden? 


Und dann kam die Brücke in Sicht, die uns auf die Insel führte - das ist übrigens der große Brückentinsee. Der ist bestens geeignet zum schwimmen, rudern, angeln...
Und da hinten rechts am Ufer kann man die Wasser-Bungalows entdecken, die zur Hotel-Anlage gehören. Die sind echt was ganz Besonderes, eine Unterkunft, wie man sie sicher nicht oft findet, jedenfalls nicht in so reizvoller Natur.




Das war unser Blick von der Restaurant-Terrasse auf den park-ähnlichen Garten zur hoteleigenen Bade- und Anlegestelle. Und es war auch ein Gärtner am Werk wie aus dem Bilderbuch - mit Strohhut, grüner Schürze und Schubkarre. Absolut ein Ort zum Verweilen, Seele baumeln lassen und um leckere Speisen zu genießen. 


Eigentlich genau das Gegenteil von dem, was man/ich gelernt habe - nach dem Essen geht man nicht gleich schwimmen, aber wir haben es gewagt.
Wir konnten nicht widerstehen und wollten uns vor dem Rückweg erfrischen



Alles in allem war es soooo herrlich und wenn es auch nur wenige Stunden waren, so haben sie uns wieder neue Energie gebracht, um den alltäglichen Kram der nächsten Zeit mit Gelassenheit anzugehen.

Aber eines kann ich Euch keinesfalls vorenthalten. Für Menschen wie uns, die es außerordentlich bedauern, wie bedroht unsere Insekten sind, hat der Anblick all dieser munteren Schmetterlinge unser Herz zum Hüpfen gebracht.


Und im nächsten Jahr, so unser fester Plan, werden wir den (für Insekten unnützen) Geranien adieu sagen und ein insektenfreundliches Refugium aus unserem Balkon gestalten. Zum Teil ist es schon jetzt so - wir ernten ja z.B. unseren Beifuß für den Entenbraten bereits seit Jahren hier oben in unserem "Nest". Aber es ist noch Platz für weitaus mehr Vielfalt.

Soviel also zu unserem Samstagsausflug. Nächstes Wochenende soll es regnerisch und kühl werden - ideal um wieder mal was zu werkeln. Vielleicht kann ich Euch auch schon Ernies Pullover zeigen? Kommt drauf an, wieviel Energie an den Abenden noch übrig ist?
Auch der Herzallerliebste hat gerade gut zu tun.

Nun wünsche ich Euch eine angenehme Woche, die nicht nur ein Pflichtprogramm mit sich bringt, sondern auch Gelegenheit für Genuss-Momente lässtt.
Und allen, die sich gerade mit gesundheitlichen Problemen plagen,
wünsche ich von Herzen "Gute Besserung"!

Seid herzlichst gegrüßt
von

💚 Lene 💚