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Sonntag, 14. Juni 2026

Meine Wochenschnipsel

Meine Woche war bis zum Donnerstag ziemlich grenzwertig, was vor allem auch berufliche Gründe hatte. Deshalb will ich es hier gar nicht zum Thema machen. 

Am Donnerstag Abend erreichte uns dieses Foto von Florian, der gerade in Rostock im Sonnenuntergang auf seine Fähre nach Trelleborg wartete. 


Er war auf dem Weg zur Vätternrundan - seinem nächsten Radsport-Event.
In einer dieser Boxen hat er auf dem Schiff geschlafen und meinte...



...am nächsten Morgen, dass es so unbequem nicht mal bei seiner Größe war. 
Hier trifft die Fähre gerade im Sonnenaufgang in Trelleborg ein...


... und hier steht er einige Stunden später bereits am Ufer des Vätternsees am Startort des Rennens...


Dank der App konnten wir ihn online begleiten. Die Strecke ist 315km und führt, wie man hier sehen kann um den gesamten See - Start und Ziel ist in Motala. 
Er ist am Freitag um 20.26 Uhr gestartet und war 13 Stunden später im Ziel, trotz stundenlangem Nieselregen. 

Er hat unsere größte Hochachtung für diese Leistung🏆 und wir freuen uns mit ihm über diesen Erfolg👏
Unsere Elternherzen sind natürlich jedes Mal besorgt, dass er ohne Blessuren bleibt!!!
Alles gut gegangen und eine weitere persönliche Herausforderung gemeistert!!!

***

Weiter geht es mit einem vollkommen anderen Thema. Ich stricke ja schon seit vielen Jahren, aber die richtige Begeisterung hat mich im vergangenen Jahr erwischt, nachdem ich Strick-Podcasts entdeckt habe. Seither habe ich sehr viel dazu gelernt und es ist zu meiner allerliebsten Beschäftigung geworden. Eine Folge war, dass inzwischen auch das eine oder andere neue "Handwerkszeug" bei mir eingezogen ist. 
Das was mir gerade richtig gute Laune macht, ist dieser bunte Reihenzähler - für jede gestrickte Reihe eine Noppe eindrücken, damit man nicht verpasst, wenn wieder eine Masche auf- oder abgenommen werden muss. Sie machen dabei so ein lustiges Geräusch, welches an diese Verpackungsfolie mit den Noppen erinnert, die man gern zum Platzen bringt. Ich liebe dieses Teil hier sehr😄


***

Leider haben wir momentan eher wolkenreiches Wetter, was für die Pflanzen ideal ist, aber für Fotos in der Natur eher ungeeignet, aber diese beiden roten Blütenwunder musste ich einfach mitnehmen.
Hier der leuchtende Mohn, der auch ohne Sonne seine Leuchtkraft nicht verliert...


 ... und hier das kletternde Rosenwunder, das wir heute entdeckt haben, eine knallrote Ramblerrose im Nadelbaum...


Wir haben sie auf unserer üblichen Runde entdeckt - warum wir sie vorher nie gesehen haben? Na, es muss ja immer wieder mal Überraschungsmomente geben...
Auch in unserem Tierheim waren wir in den 15 Jahren, die wir hier wohnen noch nie, dabei umrunden wir es bei jedem unserer Spaziergänge, weil erst dahinter die schönen Wege mit den Obstbäumen beginnen, die uns das Gefühl geben, wir wären auf dem Land.
Heute war wieder Tag der offenen Tür und wir waren wirklich mal neugierig, wie es hinter den berankten Betonmauern aussieht und sind total überrascht worden... dieses Gewässer mit Seerosen und Goldfischen zieht sich durchs gesamte Gelände - die Tiere sind abgeschirmt - die Hunde hört man oft und weit, wenn Besuchszeit ist und sie die Hoffnung haben, dass jemand mit ihnen Gassi geht oder sie sogar mit heim nimmt. 
Fotos von den Besucherströmen hab ich mir gespart. 
Auf dem Heimweg konnten uns nicht mal die Schirme davor bewahren, nass zu werden, weil der Wind ordentlich mit dem Regen gespielt hat. Da ist das Heimkommen ins Trockene um so schöner!!!




Und was ist das Gegenteil von Heimkommen? 
Ja, wenn man auf Reisen gehen kann😄
Am kommenden Freitag Mittag beginnt mein Urlaub. Die letzte längere Reise - wenn man von den kleinen Wochenend-Fluchten im Advent, Jahreswechsel und Ostern absieht - führte uns im vergangenen Oktober wie immer nach Schweden. Das war ja der Urlaub mit dem Mäuse-Angriff auf unser Auto, von dem wir ohne funktionierende Scheibenwaschanlage heimkamen. Aber wir sahen es positiv, wenn sie Tank-, Brems- oder Kühlerschläuche zerstört hätten, wäre der Schaden weitaus gefährlicher gewesen.

Nun steht unser 42. Hochzeitstag und somit die traditionelle Sommer-Reise an, seit Jahren schon sind wir an "unserem" Tag unterwegs. 
Deshalb steht auch der "Freundliche Schwede" (unbeauftragte Werbung für ein selbst bezahltes Produkt) bereits parat. Unsere fast 40-jährigen Koffer hatten ihre Zeit und uns sehr gute Dienste geleistet - jetzt ist es Zeit für ihn...


Er hat so einen originellen Namen, ist ein robustes Raumwunder und wird uns sicher auf so manche Reise begleiten. Und weil "man ihn öffnen kann", gibts ein ✅ bei Annis Bingo.


Nun wünsche ich Euch eine ganz schöne Sommerwoche mit vielen Wohlfühl-Momenten -
herzlichst, Lene

Sonntag, 26. Januar 2025

Meine Woche 4

 Nach der schönen Woche zuvor war diese Woche doch ein gewisses Kontrastprogramm. Erst einmal hat uns beide gleichzeitig eine Erkältung erwischt, aber dann gab es noch eine traurige Wahrheit zu verkraften. Wer hier schon länger liest, weiß, dass wir gerne reisen und das seit nunmehr 26 Jahren mit unserem „grünen Kameraden“, 


der uns immer treu und sicher an jedes Ziel brachte. Seit einigen Jahren war es bereits schwierig, eine zuverlässige Werkstatt zu finden, die sich mit Sachverstand auch für so betagte Fahrzeuge einsetzt. Deshalb waren wir sehr dankbar, als uns mein Kollege eine Werkstatt mit einem erfahrenen Meister mit Herz für Oldtimer empfohlen hat und dort war der Herzallerliebste am Montag… Leider erfuhr er dort nichts Gutes - die beiden letzten Werkstätten haben ihre Sache offenbar ganz und gar nicht gut gemacht. Der „grüne Kamerad“ ist leider nicht mehr zu retten. Wir sind uns beide durchaus bewusst, dass der Wechsel eines fahrbaren Untersatzes für die allermeisten Menschen ein ganz normaler, rationaler Vorgang ist, wie man eben eine neue Waschmaschine, Staubsauger oder Couch kauft. 
Wir beide sehen das ein bisschen anders, was natürlich auch an unserer Geschichte liegt und daran, dass dieses Auto für uns zum Familienmitglied geworden ist. Für den einen oder anderen sicher albern, aber für uns ist es eine Herzensangelegenheit und wir tun uns schwer damit, uns von ihm verabschieden zu müssen. Nichtsdestotrotz brauchen wir eben einen „neuen“ fahrbaren Untersatz. Und dazu war Jochen in den letzten Tagen intensiv bei der Recherche - zum Ergebnis demnächst hoffentlich mehr.

Was die Erkältung betrifft, ich habe mich mit einer Mischung aus Home Office, KO-(krank ohne Schein)Tag und halben Arbeitstagen über Wasser gehalten, weil ich einige Termine hatte, die sich nicht verändern ließen. Und so konnte ich am Dienstag Nachmittag auch nicht zum Geschwistertreffen am Grab unserer Eltern aus Anlass des 100. Geburtstag unserer Mutter fahren. Der Weg ans andere Ende der Stadt wäre einfach zu anstrengend gewesen.
Am Freitag erreichte mich dann Post von meiner Schwester mit diesem speziellen Kalender, den sie mir eigentlich beim Treffen mitbringen wollte, weil sie ihn doppelt hat…


Er wird mich mit seinen Gedanken & Impulsen nun täglich durchs Jahr begleiten - ich hatte mich schon darauf gefreut.
Und mein Bruder Harald, der sich viel mit Fotografie beschäftigt, hatte für jeden ein kleines Gedenk-Foto-Album von unserer Mutter zusammengestellt. Die Fotos waren uns allen nicht unbekannt, aber sie auf diese Weise zusammengestellt zu sehen, ist berührend. Das ist eine wirklich schöne Idee von ihm…


Ein klitzekleiner Einblick…
Klein-Lisa mit Mama im Park und mit ihren schönen langen Zöpfen auf der Schulbank



als junge Frau und mit ihren jüngeren Schwestern


…und das Hochzeitsfoto unserer Eltern anno Oktober 1948
(auf den Tag genau 15 Jahre später habe ich als 4. Kind das Licht der Welt erblickt)

 
♥️🥂♥️

Was meine derzeitigen Handarbeiten betrifft, da gibt es gerade nichts zu zeigen, weil ich die Socken für den Enkel meiner Kollegin gleich weitergegeben habe, ohne sie zu fotografieren. Das kann ich aber quasi nachholen, weil Ernie aus dem Rest der Wolle auch noch ein Paar bekommt. Ich bin schließlich fest entschlossen, erst den größten Teil meiner Wollvorräte/-reste aufzuarbeiten, bevor ich Neues bestelle, was eine echt große Herausforderung für mich ist. Die täglichen Verlockungen sind groß😉
Außer den Socken habe ich noch ein Geburtstagsprojekt am Start, welches ich noch nicht zeigen kann, weil sonst die Überraschung futsch ist. Dafür brauche ich gerade jede freie Minute, weil die Zeit sehr knapp geworden ist. 

Stattdessen erzähle ich Euch einfach vom ersten Buch dieses Jahres, das ich gelesen habe…

„Der Duft von Tee und Winter“ von Hannah Luis


Das sagt der Klappentext:
Englischer Winterzauber und das verführerische Aroma der Liebe
Durch Zufall stößt Laura in einem alten Buch über indische Tees auf die Fotografie eines jungen Mannes - und damit auf die Geschichte einer unerfüllten Liebe vor langer Zeit.
Fasziniert folgt sie den Spuren, die sie zunächst zu der älteren Dame Agatha, und anschließend bis nach Kent in Südengland führen. Dort lernt sie den charmanten Joshua kennen. Er bringt ihr den winterlichen Zauber Englands mit all seinen Tee- und Backgenüssen näher, während sie gemeinsam versuchen, die Geheimnisse von Agathas Schicksal zu lüften. Und noch ehe der erste Schnee fällt, kommen Vergangenheit und Gegenwart zusammen, und Laura muss sich entscheiden, ob sie ihrem Herzen folgen will. 

Aus meiner Sicht…
Die Geschichte beginnt damit, dass Laura feststellen muss, dass der gemeinsame Plan, mit ihrem Freund aus beruflichen Gründen nach Hamburg zu gehen, platzt. Denn er sieht seine Chancen eher in San Francisco und so trennen sich ihre Wege für Laura völlig unerwartet. Und in dieser Zeit findet sie in einem öffentlichen Bücherschrank das Buch, in dem die vergilbte Fotografie liegt und sogar die Adresse der Besitzerin steht. Und Agatha lebt dort noch immer. Laura kann nicht anders und klingelt bei Agatha…
Die Geschichte wird anfangs in 2 Zeitsträngen erzählt - zum einen die Gegenwart mit Laura & Agatha und  zum anderen die Geschichte des jungen Mannes von der vergilbten Fotografie & Agatha in den 30er Jahren. Und es wird immer spannender zu erleben, wie Laura sich selbst in der Gegenwart neu sortiert und gleichzeitig mit Agatha in die Vergangenheit abtaucht. Dann aber hat sie die Idee, nach England zu reisen und Nachforschungen zu betreiben und wohin sie diese letztendlich führen ist sehr spannend. Mich hat diese Geschichte über Laura und Agatha sehr schnell in ihren Bann gezogen, weil ein Spannungsbogen aufgebaut wird von Lauras unerwartet chaotischer Gegenwart über Agathas verlorener Liebe in die Vergangenheit und zurück in ein englisches Herrenhaus und der Familie, der es gehört und wo sich Lauras & Agathas Leben auf schönste Weise miteinander verbindet. Mehr möchte ich gar nicht verraten.

Nun wünsche ich Euch allen, dass Ihr von Erkältungen und anderen Malessen verschont bleibt!
Habt eine schöne Woche - herzlichst, Lene