Ja, wir haben tatsächlich guten Grund dankbar zu sein!
Der Herzallerliebste hatte ja schon am letzten Donnerstag, als Ernst noch bei uns war, erste deutliche Anzeichen gespürt und sie verstärkten sich im Laufe dieser Woche. Er konnte nur noch unter großen Schmerzen schlucken - das fühlte sich nicht mehr wie eine "normale" Mandelentzündung an. So hat er sich am Donnerstag Morgen schließlich auf den Weg ins hiesige Ärztehaus (im Innenhof) gemacht,
in der Hoffnung, dass ihn eine der 3 Arztpraxen als neuen Patienten aufnimmt. Das ist gelungen - ihm wurde Blut abgenommen, ein EKG (mit unauffälligem Ergebnis) geschrieben und anschließend Blutdruck/Puls kontrolliert, die leider zu hoch waren. Der Arzt fand keine Anzeichen einer Angina und hatte einen anderen Verdacht, der durch die Blutwerte bestätigt werden sollte oder auch nicht. Auf jeden Fall stellte er fest, dass Jochens Körper unter großem Stress steht und der Blutdruck unbedingt runtergehen muss, dafür wurden ihm entsprechende Tabletten verschrieben. Die haben auch ihre Aufgabe erfüllt - unser Blutdruckmesser zeigte ziemlich schnell wieder Werte im grünen Bereich.
Und zu den Blutwerten wollte der Arzt sich am Folgetag (Freitag) auf jeden Fall telefonisch bei Jochen melden. Auf diesen Anruf warteten wir bis 2 Stunden nach Ende der Sprechstunde leider vergeblich.
Also sind wir als letzten Versuch vor dem Notarzt noch in die Apotheke gelaufen - wir hatten recherchiert und ein erfolgversprechendes Mittel gefunden. Die Apothekerinnen waren zunächst mal entsetzt über die Unzuverlässigkeit des Arztes, der ja im gleichen Haus praktiziert. Sicher kennen sie ihn persönlich? Die Mitarbeiterin bestätigte, dass das ausgewählte Präparat helfen könnte und ein Schmerzmittel kam auch noch mit. Sollte sich allerdings in den nächsten Stunden keine Besserung einstellen, riet sie auch zum Notarzt.
Über Nacht stellte sich das Wunder ein, um das wir beide gebetet haben!
Wir sind so unendlich dankbar, dass die Schwellung im Rachen sich zurückgebildet hat und die entsetzlichen Schmerzen beim Schlucken verschwunden sind.
Jetzt ist es so schön, zu sehen, wie Jochen wieder entspannt und seine fröhlichen Lieder singt😄
Keine Ahnung, warum der Arzt sein Versprechen nicht eingehalten hat? Selbst wenn die Ergebnisse noch nicht vorgelägen hätten, wäre eine kurze telefonische Nachricht sinnvoll gewesen. Es gab ja auch keinen weiteren vereinbarten Termin - der Patient hing quasi in der Luft.
Deshalb sind wir so dankbar, dass ihm auf so wunderbare Weise doch geholfen wurde!
Im Großen und Ganzen hat uns dieses Thema verständlicherweise die ganze Woche begleitet und beschäftigt und deshalb gibt es auch gar nicht viel anderes zu berichten.
Auf unserem letzten Spaziergang gabs wieder schöne, kleine Entdeckungen..
Ich habe ja in den letzten Wochen immer wieder mal Muffins gebacken, mit verschiedenen Beeren. Diesmal hatte ich mir darüber gar keine Gedanken gemacht, aber als es gestern Jochen wieder so gut ging, hatte ich doch Lust, uns etwas für die Kaffeestündchen zu backen - diesmal sind es Muffins mit Heidelbeeren & Schokostückchen geworden und sie sind wirklich sehr lecker, gerade auch in dieser Kombination.
Und nun ist wieder Strickzeit - eigentlich wollte ich nähen, aber weil die Nähmaschine ein Problem hatte, zu dem ich erstmal recherchieren musste, ist mir dann letztlich die Lust etwas vergangen. Aber sie läuft wieder und das ist ein beruhigendes Gefühl.
Alles in allem war es also ein besonderes Wochenende für das wir wirklich sehr dankbar sind.
Jetzt liegt eine neue Woche vor uns, auf die man gespannt sein darf. Vielleicht kann ich auch den Besuch bei meiner Schwester in ihrer neuen Wohnung nachholen, den ich für Freitag dann doch abgesagt habe.
Habt auch eine schöne neue Woche, in der sich hoffentlich Pflichtaufgaben mit Mußestündchen abwechseln.
Herzlichst, Lene


