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Freitag, 17. Juli 2026

Ein Buch am Freitag (22)

 Heute geht es um Teil 2 des Vierteilers aus der 
"Glückshafen"-Serie
von Patricia Koelle

"Wolkenschiffe tragen Dich"
⛵️

Der Klappentext sagt Folgendes:

Inselromantik auf Usedom und die Suche nach einem verlorenen Schatz
Elin ist vom Leben gefrustet: Ihre berufliche Karriere will einfach nicht in Gang kommen und außerdem hat sie schrecklichen Liebeskummer. Sie flüchtet auf den alten Gulfhof mit der Hoffnung auf Erholung und trifft dort auf den eigenbrötlerischen Tede Tönjes. Der wurde von seinen Geschwistern beauftragt, ein wichtiges Flaschenschiff zu finden, wofür er sich zunächst verweigert. Doch die temperamentvolle Elin bringt ihn schließlich dazu, sich mit ihr zusammen auf die Suche zu machen. Das gemeinsame Abenteuer beflügelt die beiden, bis ein entscheidender Hinweis sie dann in das malerische Wolgast führt. Dort müssen sie wichtige Entscheidungen für ihre Zukunft treffen.


Und das sind meine Gedanken dazu:
Ich fand es so faszinierend, zu erleben, wie Elin und Tede, die beide "ihr Päckchen" tragen und doch über ihren Schatten springen und diesen speziellen Auftrag annehmen. Zunächst gehen sie noch getrennt an die Aufgabe heran, aber im Laufe der Zeit werden sie immer mehr ein Team und schließlich sogar mehr als das.
Ich möchte hier nicht zu viele Einzelheiten verraten, aber die Autorin hat ein so großes Talent, die Entwicklungen einfach so spannend und ja auch mit viel Romantik und vor allem mit großer Liebe zur Natur zu erzählen, dass man einfach dran bleiben möchte.
Für mich war auch dieser Teil wieder eine ganz zauberhafte Geschichte, die ganz im Hier und Jetzt spielt und sich doch ein bissel wie ein Märchen liest.

Herzlichst, Lene

Freitag, 3. Juli 2026

Ein Buch am Freitag (21)

Für den Urlaub hatte ich mir besondere Lektüre ausgesucht, nämlich eine 4-teilige Serie einer meiner Lieblingsautorinnen, die der Herzallerliebste noch kurz vorher als gut erhaltene gebrauchte Exemplare gefunden hat. Es handelt sich um 

Die Glückshafen-Serie von
Patricia Koelle 
Teil 1
"Flaschenpost vom Leben"

Das sagt der Klappentext:
Vom Abenteuer des Aufbruchs und der Sehnsucht nach Meer

Pixie ist Schriftstellerin aus Leidenschaft. Jetzt aber ist sie unglücklich. Das Schreiben stockt, irgendetwas passt nicht mehr. In ihrer Verzweiflung nimmt sie einen Auftrag für eine Zeitschrift an, des Geheimnis eines alten Flaschenschiffs zu lüften. Auf den Spuren eines einstigen Kapitäns reist sie an die ostfriesische Nordseeküste. Sie landet auf einem alten Gulfhof am Meer, dessen Bewohner sie unerwartet ins Herz schließt. Doch der Hof steckt in Schwierigkeiten. Aber bald hat Pixie eine Idee, die vielleicht nicht nur dem Hof helfen kann.


 Und das sind meine Gedanken dazu:
Ich habe mich sehr gern mitnehmen lassen von dieser  schönen Geschichte, die von Pixie erzählt, die im Harz als gärtnerische Hilfe in einem Schlosspark arbeitet, weil ihr die kreativen Ideen für ihre Fantasy-Geschichten ausgegangen sind. Und dann kommt dieser Auftrag! Sie soll die Geschichte hinter einem alten Flaschenschiff und dem Kapitän, der es gebaut hat, recherchieren. Der Weg führt sie an die Nordseeküste, zunächst wohnt sie in einem kleinen Ferienhäuschen, welches die Redaktion gebucht und bezahlt hat. Von dort aus beginnt sie mit der Recherche und lernt nach und nach einige Bewohner des Ortes kennen. Natürlich können ihr längst nicht alle Hinweise zu ihrem Auftrag geben, aber die Begegnungen tun ihr dennoch gut und letztendlich kommt sie durch die Gespräche und gemeinsamen Erlebnisse mit Friso, Venja, Tamini und Elin dann doch einen entscheidenden Schritt weiter - sie lernt die Geschwister Feeke und Sibo vom Filapperhoff kennen, deren Großmutter die große Liebe dieses Kapitäns Fiete Flömer war. 
Es ist eine wunderbare Geschichte, die Pixie erleben darf, sie kommt nicht nur hinter das Geheimnis des inzwischen 2. Flaschenschiffes, sondern sie kann mit ihren kreativen Ideen auch den Geschwistern helfen auf dem Weg, ihr Zuhause, den alten Gulfhof zu retten. Und nicht zuletzt tut ihr die Ruhe auf dem Hof und die Zuneigung der Bewohner so gut, dass sie für sich wichtige Entscheidungen treffen kann. Sie möchte keine Fantasy-Geschichten mehr unter einem Pseudonym, sondern spannende, persönliche Romane schreiben und so zieht sie sich wieder zurück in den Harz, um dort über das Leben der hingebungsvollen Schlossgärtnerin Lotte zu schreiben. 
Und weil mir das Erleben dieser Geschichte eine so große Freude bereitet hat, bin ich schon sehr gespannt auf Teil 2, in dem Elin die Protagonistin sein wird...

Herzlichst, Lene

Freitag, 22. Mai 2026

Ein Buch am Freitag (20)

 Diesmal handelt es sich um ein recht "schmales" Büchlein mit nur 150 Seiten und es liest sich schnell weg, weil auch die Schrift recht groß ist. Das nur vorweg...

Es handelt sich um 

"Almas Häuschen"
von Hanne Benden

Das sagt der Klappentext:

Sie liebt die Großstadt.
Sie bekommt Bullerbü-Idylle.
Und will nur eins: weg!

Elin ist wenig begeistert, als sie von ihrer Großtante Alma ein Häuschen in Värmland erbt. Sie liebt die Großstadt - was soll sie mit einer Hütte auf dem Land?
Dazu ist das Haus keinesfalls verlassen, und schon kurz nach ihrer Ankunft gerät Elin mit dem Tischler Anton aneinander, der dank Almas Wohlwollen die Hütte bewohnt.
Am liebsten würde Elin auf dem Absatz kehrt machen und Anton und das Häuschen für immer hinter sich lassen. 
Doch ein unglücklicher Umstand zwingt sie dazu wieder zurückzukehren.
Und dann bekommt Elin von einer Kundin ein Angebot, das alles verändert und nicht nur Elins Einstellung gegenüber dem Landleben auf den Kopf stellt...


Und meine Gedanken:
Mich als Schweden-Liebhaberin hat das Büchlein gleich angesprochen - ich liebe diese gemütlichen roten Häuschen und wäre nicht abgeneigt, eines geschenkt oder vererbt zu bekommen. Aber für Elin sieht das etwas anders aus, ihr Entschluss, das Häuschen so schnell es geht zu verkaufen, steht von vornherein fest. 
Doch sie konnte nicht damit rechnen, dass das Haus bewohnt ist, nicht nur von Tischler Anton, sondern auch von seinem Sohn Gustav... 
Und dann sorgt auch noch ein Marder dafür, dass sie länger als gedacht, bleiben muss, weil er ihr Auto fahruntüchtig gemacht hat. Kommen sich Elin und Anton näher? Es geht nicht ganz so schnell. 
Elin arbeitet in einer Werbeagentur in Göteborg und da ergibt es sich, dass eine Kundin zufällig die Fotos von Elins Häuschen entdeckt. Sie möchte genau mit diesem Häuschen ein Foto-Shooting und Elins Gedanken gehen sofort zu Anton... Er kann nicht "Nein" sagen, weil er schließlich mietfrei, jetzt in Elins Häuschen wohnt. 
Elin & Anton, sie kommen sich beim Shooting näher und sogar Gustav ist dabei. Die Kundin bekommt ihre Home-Story und Elin genießt das Gefühl von Familie. 
Ihr könnt Euch denken, wie es ausgeht. Doch da gibt es noch eine ärgerliche Situation, verursacht durch Elins Chef, die beinahe alles zerstört.
Eine schöne, kurzweilige Geschichte, nicht unbedingt so unvorhersehbar, aber das Kopfkino mit meinen persönlichen Schwedenbildern tut sein Übriges dazu.

Herzlichst, Lene

Freitag, 15. Mai 2026

Ein Buch am Freitag (19)

 Heute kommt die Fortsetzung von der letzten Buchvorstellung. 
Es geht um...

"Der Duft des Strandhafers"
von Gabriella Engelmann

Das sagt der Klappentext:
Starke Frauen, dramatisch Schicksale und ein packendes Familiengeheimnis
Es ist Spätsommer, als Journalistin Anna März nach Sylt zurückkehrt, um der 85-jährigen Fenja Lorenzen bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Denn nach einer Sturmnacht im Jahr 1958 verliert sich jede Spur von ihr. Anna ahnt nicht, dass Martje sich damals in den charismatischen Strandpiraten Hark verliebt hatte und sich nach einem Schiffsunglück auf die Insel Amrum retten konnte. Fenja dagegen scheint mehr über Martjes Verschwinden zu wissen, als sie bereit ist zuzugeben. Je tiefer Anna gräbt, desto klarer wird, wie kompliziert das Verhältnis der Schwestern gewesen sein muss, die sich als Kinder abgöttisch liebten, bevor das Schicksal sie auseinanderriss. Und da ist auch noch Eric, für den Annas Herz nach wie vor schlägt...


Meine Gedanken:
Anna ist zurückgekehrt auf die Insel und möchte Fenja gern helfen, ihre ältere Schwester Martje wieder zu finden. Sie haben sich vor Jahrzehnten auf tragische Weise aus den Augen verloren. Dazu ist tatsächlich viel detektivisches Geschick gefragt, weil sich Martje bei ihrer Rettung nach dem Schiffbruch auf Amrum einen anderen Namen gegeben hat. 
Während man in der Gegenwart mit Anna mitfiebert, wie sie nach intensiven Recherchen ein Puzzleteil nach dem anderen zusammensetzen kann und auch ihrer großen Liebe Eric - Fenjas Sohn - wieder näher kommt, wird gleichzeitig die sehr spannende Lebens-Geschichte von Martje erzählt...
Ihr 2. Leben quasi wird von dem Moment erzählt, in dem sie nach dem Schiffbruch von dem alten Vogelwart Nanning Jansen gefunden und in seiner kleinen Hütte aufgenommen und aufgepäppelt wird. Nur gibt sie nicht ihren wirklichen Namen an... Das hat mit ihrer Beziehung zu dem zwielichtigen Strandpiraten Hark zu tun. In ihrer Geschichte gibt es zum Glück immer wieder positive Wendungen, Begegnungen und Überraschungen und sie hinterlässt hier und da Spuren, die Anna viele Jahrzehnte später findet, obwohl Martje eben nicht mehr Martje ist. 
Dieser Roman ist wirklich eine einzigartige Mischung aus spannender Spurensuche und einer überraschenden Familien- und Liebesgeschichte. Das Lesen war ein Erlebnis!

Freitag, 1. Mai 2026

Ein Buch am Freitag (18)



 Diesmal geht es um den 1. Teil einer Dilogie
über "Die Bücherfrauen von Listland"

"Der Gesang der Seeschwalben"
von Gabriella Engelmann

Das sagt der Klappentext:

Nur wenn man sich der Vergangenheit stellt, verliert sie die Macht über die Gegenwart und die Zukunft

Die 55-jährige Journalistin Anna reist in den Norden Sylts, um die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen zu interviewen. Doch in deren Haus trifft sie nur die Tochter Elisa an. 
Als Starkregen die antiquarischen Buchschätze auf Fenjas Dachboden bedroht, findet Anna beim Aufräumen einen Gedichtband, der als Versteck für einen Samtbeutel und eine Dose dient. 
Annas Neugierde ist geweckt, und so stößt sie während ihrer gemeinsamen Recherchen mit Elisa und deren Bruder Eric auf eine dramatische Liebe aus dem Jahr 1937. 
Immer tiefer dringt Anna in die Vergangenheit vor und erkennt schließlich, dass Fenja ihr Schweigen brechen muss, wenn sie die Wunden in ihrer Familiengeschichte heilen will. Doch lebt die alte Dame überhaupt noch?


Anna hat Fenja Lorenzen im Rahmen einer Podcast-Serie kennengelernt, die sie unter dem Titel "Bemerkenswerte Bücherfrauen" mit ihr geführt hat. Sie möchte an dieses Gespräch anknüpfen und mehr über ihr das private Leben der Förderin der nordfriesischen Buchkultur erfahren.
Es gelingt ihr auch, eine Verabredung mit Fenja zu treffen, aber als sie im Listland an der Nordspitze Sylts ankommt, ist sie verschwunden und niemand weiß, wo sie sein könnte?
So beginnt die spannende Geschichte, die uns immer wieder in Zeitsprüngen in die Zeit vor und während des 2. Weltkriegs in die Familiengeschichte zurückführt...
Man erfährt immer mehr über die tragischen Lebens- und Liebes-Geschichten der Bücher-liebenden Frauen in dieser Familie und durch Annas Recherche und einfühlsame Fragen und letztendlich auch einen großen Zufall setzt sich das Puzzle nach und nach zusammen.
Eine wirklich fesselnde Geschichte - echt spannend erzählt!
Nur eine Frage bleibt am Ende noch offen: wo ist Martje, Fenjas ältere Halbschwester, deren Spur sich in einer Sturmnacht 1958 verliert? 
Das erfährt man hoffentlich ebenso abwechslungsreich erzählt im Teil 2!!!

Herzlichst Lene

Freitag, 24. April 2026

Ein Buch am Freitag (17)

Endlich gehts hier weiter mit dem Buch am Freitag - tatsächlich ist das letzte Buch 6 Monate her.
Jetzt möchte ich aber wieder häufiger meine gelesenen Bücher vorstellen und die Beiträge werden sogar gesammelt in einer speziellen Rubrik - oben im Menü meines Blogs - abzurufen.

Heute soll es um 
Die Zuverlässigkeit des Zufalls 
von Lilli Beck
gehen.

Das sagt der Klappentext:
Eine junge Buchhändlerin auf dem Weg ins Glück
Nina-Marie betreibt mit ihrer Mutter eine kleine, feine Buch- und Blumenhandlung am Stadtrand Berlins. Nach dem Verlust ihrer großen Liebe hat sie sich in die Arbeit gestürzt und findet Trost darin, wunderschöne Sträuße zu binden oder ihre Kundschaft mit einer Buchempfehlung glücklich zu machen.
Dass sie selbst noch einmal glücklich werden kann, daran glaubt sie nicht mehr. Als sie eines Tages einen wohlriechenden Strauß an einen übellaunigen älteren Herrn ausliefert, wendet sich das Schicksal. und der Zufall beginnt eine zarte Liebesgeschichte zu schreiben, die Ninas Leben neu aufblühen lässt. 


 Seit dem tragischen Verlust ihres Freundes ist sie tief-traurig und ihr Leben dreht sich nur noch um ihre Arbeit in der wunderbaren Buch- & Blumenhandlung, die sie und ihre Mutter Paula betreiben. 
Schon allein diese Vorstellung Bücher & Blumen in einem Geschäft zu vereinen - genial! 
Ninas Gedanken gehen immer wieder zurück zu ihrer gemeinsamen Zeit mit ihrem geliebten Eric, dem sie damals zufällig im Blumenladen begegnet ist. 
Sie versucht es auch mit einer Selbsthilfegruppe und trifft dort auf Jack, der nicht viel über sich preisgibt.
Es ist wunderbar, was Zufälle bewirken können, wenn sie genau im rechten Augenblick einem Menschen passieren. Auch aus der zufälligen Begegnung mit einem übellaunigen älteren Herrn und seinem Sohn Jack! kann sich eine neue spannend-schöne Geschichte ergeben...
Dieser Roman hat mich sehr berührt, er ist einfühlsam und fesselnd erzählt! 

"Der Zufall hat Tricks, davon hat die Absicht null Ahnung"
(ein Zitat aus diesem Buch)
Herzlichst, Lene

Freitag, 24. Oktober 2025

Ein Buch am Freitag (16)

 Im Urlaub, der ja etwas abenteuerlicher und auch schön bunter verlief als wir ahnen konnten, habe ich lediglich geschafft, ein Buch zu lesen. D.h. das ist nicht ganz richtig, da gab es auch noch ein Strick- und ein Kochbuch, in die ich meine Nase gesteckt habe. Die beiden lagen nämlich auf meinem Geburtstagstisch


Das 3. Buch mit dem Titel "Der Garten der kleinen Wunder" von Patricia Koelle-Wolken war leider eine kleine Wunsch-Vertauschung, denn das habe ich bereits. Darauf freut sich jetzt meine Freundin Babsi und ich darf mich noch auf das Wunsch-Buch freuen😄

Heute geht hier um dieses Buch:

"Unser Tag ist heute" 
von Virginie Grimaldi

Folgendes sagt der Klappentext:
Was auch geschieht, zusammen sind wir stark
Nach fünfzig glücklichen Jahren steht Jeanne, 74, nun als Witwe da. Mit der viel zu großen Wohnung in Paris und der viel zu kleinen Rente fühlt sie sich einsam und fürchtet um ihre finanzielle Existenz. Den einzigen Ausweg sieht sie darin, einen Untermieter aufzunehmen. Auf ihre Annonce melden sich Iris und Théo. Beide haben ihre ganz eigene Geschichte, beide brauchen dringend eine Bleibe. So findet sich eine auf den ersten Blick ungewöhnliche WG. Doch die drei rücken zusammen und meistern gemeinsam das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Und aus der Schicksalsgemeinschaft wird bald so viel mehr: eine Ersatzfamilie und Freunde fürs Leben. 
Eine leichtfüßige und emotionale Geschichte, die Mut macht, von einer der erfolgreichsten Autorinnen Frankreichs.


Und das denke ich darüber:
Zunächst habe ich mich etwas schwer getan damit, dass die Kapitel immer ausschließlich aus der Sicht einer der 3 Personen geschrieben ist. Aber ich habe meine Meinung schnell geändert, denn den völlig verschiedenen Geschichten der drei tut es gut, dass immer einer von ihnen im Vordergrund steht.
Jeanne, die ihren über alles geliebten Mann Pierre vor wenigen Monaten verloren hat und sich berechtigte Sorgen um ihre finanzielle Sicherheit machen muss und deshalb schweren Herzens dieses Schritt geht, einen Untermieter aufzunehmen, in der Hoffnung, ihre Eigentumswohnung auf diese Weise halten zu können. In dieser Wohnung war sie mit Pierre glücklich!
Iris, die vor ihrem psychopathischen & gewalttägigen Freund nur mit dem Inhalt eines Koffers aus der gemeinsamen Wohnung in die Großstadt Paris geflüchtet ist. Hier arbeitet sie statt als Physiotherapeutin als mobile Pflegekraft, findet aber mit dem geringen Einkommen keine eigene Bleibe und Jeannes Aushang in der Bäckerei ist der Lichtblick für sie.
Théo, der als Lehrling genau in dieser Bäckerei arbeitet und bisher nur in seinem Auto übernachtet, kommt wenige Minuten zu spät... Das Zimmer ist offensichtlich bereits vergeben. Sein Auto wurde am Morgen mit seinem Hab & Gut abgeschleppt. Ein Zuhause hat er nicht, mit der Volljährigkeit musste er das Heim verlassen und seine alkoholkranke Mutter liegt seit einem Auto-Unfall in einem Pflegeheim.
Jeanne, die ja eigentlich nur einen Untermieter aufnehmen wollte, sagt den beiden jungen Menschen zu und so beginnt das Abenteuer der 3er WG, zunächst als Zweckgemeinschaft. 
Aber je näher sie sich und ihre Geschichten kennenlernen, um so näher rücken sie zusammen zu einer Familie. Und jeder profitiert davon auf seine Weise - Théo, der im Heim aufwuchs, nimmt tatsächlich Kontakt mit seinem Stiefvater & -bruder auf und wird freundlich aufgenommen. Iris kann sich zu ihrer Schwangerschaft bekennen und findet für sich und ihren Sohn ein liebevolles Zuhause. Und Jeanne, die nach wie vor täglich das Grab ihres Mannes besucht, hat ihn ihrem Herzen wieder Platz für andere Dinge. Sie hat jahrzehntelang beim Modehaus Dior gearbeitet und entdeckt ihre Liebe zum Nähen neu... 
Diese Geschichte tut gut - ich kann sie unbedingt empfehlen!!!

Herzlichst, Lene 

Freitag, 29. August 2025

Ein Buch am Freitag (15)

 Nach einer kleinen Pause gehts hier weiter mit einer Buchvorstellung 

Teil 2 

der Küstenzauber-Reihe von Susanne Oswald

"Die Liebe wartet im Watt"

Der Klappentext sagt so:
Es ist nie zu spät, seine Träume zu verwirklichen
Bentje kann es immer noch nicht fassen, dass sie tatsächlich die Pension "Lüttje Glück" an der Nordseeküste übernommen hat. Neben der Renovierung des in die Jahre gekommenen Reetdachhauses plant die passionierte Handarbeiterin im Sommer Strickevents. Zum Glück kann sich Bentje bei den Ferienveranstaltungen für Strickbegeisterte auf ihre Freundin Imke verlassen, und auch Tischler Jasper unterstützt sie tatkräftig bei den Arbeiten in der Pension. Als dann auch noch ein Brief eines ehemaligen Gastes auftaucht, kann Bentje das Rätselraten nicht mehr lassen und will unbedingt mehr über die Geschichte des Gastes, der Pension, aber auch des ganzen Küstenortes Kiekersum erfahren.


Und das sind meine Gedanken:
Ich war wirklich sehr gern wieder bei Bentje zu Gast und habe sie begleitet in ihrem gar nicht so alltäglichen Alltag. Die Abläufe in der Pension hat sie inzwischen verinnerlicht und so kann sie sich ihren speziellen Ideen widmen. Gleich im ersten Sommer bietet sie eine Woche "Küstenzauber-Strickzeit" an und ist überrascht, wie schnell alle Plätze und somit auch die Zimmer belegt sind. Eine nette Runde kommt dabei zusammen, die sich so gut verstehen, dass sie gleich geschlossen fürs nächste Jahr eine weitere Strickzeit-Woche bei Bentje buchen. 
Der Tischler Jasper von dem die Rede ist, bleibt nicht lange einfach nur der Tischler, sondern wird viel mehr als das - die beiden werden ein Paar. Und Bentjes Freundin Imke kündigt in Hamburg spontan Job & Wohnung, um mit Bentje gemeinsam das "Lüttje Glück" zu einem besonderen Ort zu machen. 
Kopfzerbrechen macht den 3en, besonders Bentje, die Tatsache, dass es in der alten Pension einen Renovierungsstau gibt, der natürlich auch finanziert werden will. Aber auch hier findet sich eine Lösung... Und dann findet Jasper beim Abrücken einer Kommode einen Brief aus der Vergangenheit, der offensichtlich nie abgeschickt wurde und stattdessen hinter der Kommode liegen geblieben ist. Die Geschichte hinter dem Brief scheint ebenso spannend wie tragisch zu sein. Bentje & Imke machen sich auf die Suche...
Auch diese Fortsetzung hat aus meiner Sicht alles, was ein Wohlfühlroman braucht - eine herrliche Umgebung, die liebevoll geführte Pension und nicht zuletzt die sympathischen Hauptfiguren und zu allem Überfluss kommt sogar noch ein spannender Aspekt hinzu. Für mich macht es besonders Spaß, die vielen kleinen Stricktricks, die hier und da auftauchen mit einem "Aha, so geht das" zu entdecken. Und zu allem Überfluss gibt es im Anhang wieder Strickanleitungen und ein verlockendes Apfelkuchen-Rezept 😋
Ich bin voller Vorfreude auf Band 3, muss mich allerdings bis zum Frühjahr 2026 gedulden.
Bis dahin werde ich natürlich noch andere schöne Schmöker lesen!

Herzlichst, Lene

Freitag, 8. August 2025

Ein Buch am Freitag (14)

Während wir unseren letzten Tag an der Ostsee genießen...


Darßer Leuchtturm - selbst bestiegen und...

von dort den Weststrand bewundert


möchte ich meine Urlaubslektüre vorstellen.
Es ist eine sommerleichte Geschichte von der Nordsee...
Und wer die Autorin Susanne Oswald kennt, der weiß, dass ihre Geschichten immer auch einen Bezug zum Stricken haben, denn sie verbindet Ihre Leidenschaft Stricken auf gekonnte Weise mit dem Schreiben von Roman-Bestsellern.
In diesem Fall handelt es sich um...

Neue Träume am Strand
Teil 1 der Küstenzauber-Trilogie

Das sagt der Klappentext:

Moin aus der Pension "Lüttje Glück"
Direkt am Strand des malerischen Hafenstädtchens Kiekersum gelegen, erfreut sich das Reetdachhaus der alten Finna großer Beliebtheit. Nicht nur als Pension, sondern auch, weil Finna in ihrem Garten die Liebe zu alten Apfelsorten pflegt. Auch Bentje, die seit Jahren in Hamburg lebt, liebt diesen Platz in der Heimat. Doch dann erfährt sie, dass Finna die Pension schließen und zu ihrem Sohn ziehen will. Kiekersum ohne die Pension "Lüttje Glück" - unvorstellbar! Sie muss sich entscheiden: in Hamburg bleiben und eine Karrierechance ergreifen oder das Wagnis eingehen und das Lüttje Glück übernehmen. Ihre Entscheidung wird dadurch, dass sie ihren alten Jugendfreund Jasper wiedertrifft, nicht gerade einfacher. Die beiden verbindet ein Schicksalsschlag. Oder trennt er sie doch eher?

(das Foto ist aufgenommen neben den herrlichen Hibiskusblüten vom Strauch neben unserem Häuschen hier an der Ostsee) 

Und das sind meine Gedanken: 
Eigentlich war dieses Buch wirklich nur als locker-leichte Urlaubslektüre für diese Woche an der Ostsee gedacht. Aber die Geschichte von Bentje, die sich tatsächlich gegen ihre Karrierechance in Hamburg und für die Übernahme der kleinen Pension Lüttje Glück entschieden hat, lässt mich doch nicht so einfach los. Beide Angebote erhielt sie am gleichen Tag, wobei ihr Chef sogar erwartete, die sie ihren 4-wöchigen Urlaub schon nach dem 1. Tag abbricht und gleich wieder zur Arbeit zurückkehrt. Das hat sie zum Glück gleich abgeblockt und um Bedenkzeit gebeten, sonst hätte sie ja vom Angebot der Freundin ihrer verstorbenen Großmutter wahrscheinlich gar nichts erfahren? Finna möchte gern zu ihrem Sohn & seiner Familie nach Australien auswandern, aber ihr Herz hängt natürlich an der kleinen Pension... Bentje wird sehr schnell klar, dass Ihr Herz deutlich schneller bei Fionas Angebot schlägt und so kündigt sie ihren aussichtsreichen Job in Hamburg zu Gunsten von Finanz Angebot. Es wird für beide - sowohl Finna als auch Bentje ein spannender Neuanfang! Und da ist ja noch Bentjes Jugendfreund Jasper und ihre beste Freundin Imke... Ich kann die Geschichte hier nicht einfach auf sich beruhen lassen. Ich möchte natürlich wissen, wie es weitergeht!
Außerdem werden am Ende eines jeden Buches noch Strickanleitungen der begeisterten Strickerin Bentje veröffentlicht und Finna steuert in Teil 1 ein leckeres Apfelkuchen-Rezept bei, dass ich unbedingt ausprobieren möchte. Vielleicht folgen noch weitere - Kuchenrezepte gehen bei uns immer😄

Herzlichst, Lene

Freitag, 1. August 2025

Ein Buch am Freitag (13)

 Seit einer guten Stunde habe ich Urlaub und die Vorfreude auf die morgige Fahrt an die Ostsee ist riesengroß - eine Woche Auszeit am Meer! Egal wie das Wetter auch wird, wir werden jeden Moment zu genießen wissen!!!

Aber vorher möchte ich endlich die Urlaubs-Lektüre Trilogie vom Juni-Urlaub vervollständigen...

Töchter der Speicherstadt
von Anja Marschall
Teil 3 
Das Versprechen von Glück


So steht es im Klappentext:

Eine junge Frau entdeckt ihre wahre Berufung und findet den Mut für einen Neuanfang
Hamburg 1950er: Nach dem Zweiten Weltkrieg bezieht "Behmer & Söhne" das neue Kaffeekontor in der wiederaufgebauten Speicherstadt, und bald geht es während des Wirtschaftswunders aufwärts. Zum Unmut ihrer Mutter weigert sich Anna, die junge Erbin der Kaffeedynastie, Verantwortung im Familienunternehmen zu übernehmen. Stattdessen heiratet sie den charmanten Prokuristen der Firma und stürzt sich voll Hingabe in ihre Rolle als Ehefrau und Mutter. Doch dann entdeckt Anna, dass ihr Mann sie hintergeht. Er wird zur Bedrohung für das Familienunternehmen, das ihre Mutter und Großmutter so mühevoll aufgebaut haben. Anna beschließt, ihr Schicksal und das von "Behmer & Söhne" endlich selbst in die Hand zu nehmen.

Und das sage ich: 

Dieser Teil schlägt einen wirklich großen zeitlichen Bogen von den 50ern bis zum Mauerfall 1989. Es wird nie langweilig, weil es sowohl in der Familie Behmer und auch der Firma immer spannend bleibt. Besonders da man Annas Mann Joost ziemlich schnell durchschaut. Er ist ein notorischer Betrüger - sowohl im privaten als auch geschäftlich. Man wünscht ihm, dass ihm doch endlich das Handwerk gelegt werden möge. Er muss es allerdings erst auf die Spitze treiben und die Firma in eine sehr gefährliche Schieflage bringen, bis sich eine Wende abzeichnet.
Gleichzeitig mit den Sorgen um die Firma gibt es noch einen weiteren Grund zur Sorge um Anna Cousine Irma, die es durch die Wirren des Kriegsendes in die DDR verschlagen hat und die aufgrund einer fiesen Machenschaft eines skrupellosen Staatssicherheits-Offiziers unschuldig zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde. Sie beauftragen einen Anwalt für sie...
Die 3 Frauen der Familie Behmer: Großmutter Cläre, Tochter Anna und Enkelin Frieda werden ein erfolgreiches Team und können die Firma tatsächlich retten - für 2 von ihnen erfüllt sich noch großes, lang ersehntes Liebesglück und die jüngste Frieda übernimmt die Geschäftsführung von ihrer Großmutter, die endlich, nach über 50 Jahren ihren Liebsten & Vater von Anna heiratet und sich aus dem Geschäft zurück zieht. Und Anna erfüllt sich mit der Kaffeeprinzessin einen Lebenstraum!!!
Diese Trilogie war wirklich ein Lesevergnügen mit Spannung, Liebesgeschichten, ärgerlichen Fieslingen, denen man nichts Gutes wünscht, interessanten geschichtlichen Infos - also ganz nach meinem Geschmack! Große Lese-Empfehlung!!!

Herzlichst, Lene

Freitag, 25. Juli 2025

Ein Buch am Freitag (12)

 Endlich soll es weitergehen mit der Trilogie von

Anja Marschall
über die
"Töchter der Speicherstadt"
Teil 2
"Der Geschmack der Freiheit"


Das sagt der Klappentext:

Eine junge Frau kämpft um ihr Erbe, ihre Liebe und um ihre Zukunft

Hamburg 1929: Cläre Behmer hat kein großes Interesse am Kaffeekontor ihrer Familie. Sie will lieber studieren und ihren eigenen Weg gehen. Sehr zum Missfallen ihres Verlobten, der darauf hofft, durch die Heirat einmal "Behmer & Söhne" zu übernehmen. Doch Cläres Leben ändert sich schlagartig, als sie den freiheitsliebenden Demokraten Fritz Waltershausen kennenlernt, der sie darin bestärkt, ihre Träume zu verfolgen. Als jedoch die Nationalsozialisten an die Macht kommen und nicht nur das Überleben des Kaffeekontors gefährden, erwacht in Cläre die Kämpfernatur der Behmer-Frauen, und sie setzt alles daran, ihr Erbe und ihre Liebe zu retten. 

Und meine Gedanken dazu:
Anders als ihre Mutter Maria hat Cläre andere Pläne für sich als mit ins Kaffeekontor einzusteigen. Sie möchte studieren, was ihr Verlobter überhaupt nicht unterstützt. Allerdings gehen auch seine Pläne, ins Kaffee-Kontor der Familie Behmer einzusteigen auch nicht auf, nachdem sich Cläre von ihm trennt. Stattdessen macht er Karriere bei den Nazis. Cläre hat sich in den lustigen Journalisten Fritz Waltershausen verliebt - ihn möchte sie heiraten, dazu kommt es allerdings nicht, da er gerade noch rechtzeitig aus Deutschland fliehen kann, während sie schwanger zurück bleibt.  
Als dann auch noch Maria für längere Zeit in ihre Heimat Brasilien reist, um die Familien-Plantage zu retten, steigt Cläre so gut es geht, ins Kaffee-Kontor ein. Aber die Nationalsozialisten machen es (nicht nur ihnen) sehr schwer. Im Grunde kommt der Kaffee-Handel beinahe zum Erliegen. 
Auch in der eigenen Familie setzen sich die Antipathien in der nächsten Generation fort.
 Während Maria in ihrer Schwägerin Gertrud über viele Jahre eine erbitterte Feindin hat, macht Cläre ihre Cousine Emma, die begeisterte Nazi-Anhängerin, das Leben schwer. 
Also die Spannung aus dem 1. Teil setzt sich fort und bekommt durch die Ereignisse des 2. Weltkrieges noch zusätzliche Dramatik. Es bleibt eine großartige Familiengeschichte, die eng verknüpft ist mit den Ereignissen im Nazi-Deutschland. Und dennoch hat man beim Lesen immer wieder den herrlichen Duft von Kaffee in der Nase

Herzlichst, Lene 

Freitag, 11. Juli 2025

Ein Buch am Freitag (11)

 Heute soll es wieder weitergehen mit einem Buch - genauer gesagt ist es in diesem Fall Teil 1 einer Trilogie, die ich im Urlaub gelesen habe. Da hatte ich ja mehr Ruhe und Zeit. Dank dem Mittsommer-Licht konnten wir sogar bis weit nach 23 Uhr ohne künstliches Licht lesen (& stricken). Eine besondere Erfahrung, die wir vor vielen Jahren schon mal in Mittelschweden machen durften. Wobei es damals noch weitaus länger hell blieb und wir es sehr genossen haben. 
Aber auch diesmal gab es so so schöne einzigartige Abend-Momente...


Und neben meinen kleinen Strickwerken...

3 Tücher ("Wimpel", wie der Herr an meiner Seite sie nennt) und ein Paar Kindersocken

... kam auch das Lesen nicht zu kurz. Ich hatte mich für die Trilogie:

"Töchter der Speicherstadt"
von Anja Marschall 

entschieden.

Teil 1
Der Duft der Kaffeeblüten

Das sagt der Klappentext:

Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee und der Traum von Freiheit
Hamburg 1889: Als die junge Brasilianerin Maria den Kaffeehändler Johann Behmer heiratet und mit ihm nach Hamburg zieht, fühlt sie sich zunächst fremd in der Hansestadt - und einsam in Johanns zerstrittener Familie. Doch Maria ist eine Kämpferin, und als Tochter eines Kaffeeplantagenbesitzers liegt ihr das "schwarze Golf" im Blut. Begierig lernt sie in der neu eröffneten Speicherstadt alles, was man über den Handel mit dem Luxusgut wissen muss. Schon bald erweist sie sich als kluge Geschäftsfrau. Aber dann beginnt der erste Weltkrieg, der Kaffeehandel kommt fast zum Erliegen und Maria merkt, dass jemand in der Familie versucht, ihren Mann aus der Firma zu drängen.


Meine Gedanken: 

Maria ist die Tochter eines brasilianischen Kaffee-Plantagen-Besitzers- sie ist selbstbewusst und kennt sich auch in Sachen Kaffee gut aus. Ihr Vater ist leider gezwungen, die Plantage zu verkaufen und der Käufer Johann Behmer aus Hamburg ist nicht nur an der Plantage, sondern auch an Maria interessiert. Er ist in sie verliebt und schließlich nimmt Maria seinen Heiratsantrag an. 
Sie wird allerdings nicht mit offenen Armen aufgenommen in Johanns Heimat, nicht mal in seiner Familie. Sein Zwillingsbruder Alfons und vor allem dessen Frau Gertrud machen der "Wilden aus dem Urwald" das Leben zur Hölle. Gertrud ist es ein besonderer Dorn im Auge das ihr Schwager eine so junge Ehefrau mitbringt, die ihm noch viele Söhne gebären kann, die die Geschäfte einst übernehmen könnten... Sie dagegen hat "nur" einer Tochter das Leben geschenkt. Sie spielt Maria wirklich übel mit. 
Maria wiederum erwidert Johanns Liebe inzwischen und er weiß ihre Kenntnisse über Kaffee und ihre Geschäftsideen sehr zu schätzen. 
Neben der spannenden Familiengeschichte erfährt man viele interessante Details aus dem Hamburg & auch der Speicherstadt jener Zeit. 
Teil 1 macht unbedingt Lust darauf, zu erfahren, wie es weitergeht mit Familie Behmer...

 Herzlichst, Lene

Freitag, 13. Juni 2025

Ein Buch am Freitag (10)

 Heute ist mein 1. Urlaubstag und so wird aus Freitag, dem Dreizehnten für mich definitiv eine 🍀-Tag!
Gestern habe ich nochmal in Überlänge alles Notwendige für meine Abwesenheit erledigt und jetzt kann ich abschalten und u.a. lesen, so wie 

"Die Erbin"
von Claire Winter

Das sagt der Klappentext:

Eine junge Frau zwischen Liebe, Macht und dem braunen Erbe der Nachkriegszeit

Köln, 50er-Jahre: Cosima ist Erbin der einflussreichen Industriellenfamilie Liefenstein. Doch mit der Gründung einer Stiftung für bedürftige Frauen und Mütter geht sie ihren eigenen Weg. Da tritt der Journalist Leo Marktgraf in ihr Leben, der Nachforschungen über den Tod eines Freundes anstellt. Die Leiche des Anwalts wurde am Ufer des Rheins gefunden, nur kurz nachdem er öffentlich schwere Anschuldigungen gegen die Liefensteins erhoben hatte. Cosima will Licht in die dunkle Vergangenheit ihrer Familie bringen und muss schon bald erkennen, dass nichts so ist wie es scheint. Aber in der jungen Bundesrepublik, in der niemand mehr an die Zeit des dritten Reichs erinnert werden will, gibt es ein Netzwerk von Menschen, die noch immer mächtig sind. Sie sind bereit, alles dafür zu tun, dass Cosima und Leo der Wahrheit nicht auf die Spur kommen...


Cosima ist die Jüngste der einflussreichen Industriellen-Familie Liefenstein und möchte mit der Gründung einer Stiftung für bedürftige Frauen und Mütter einen anderen Weg gehen.
Und dann begegnet ihr unsanft mit einem Auffahrunfall der Journalist Leo Marktgraf, der Nachforschungen zum Tod eines Freundes anstellt. Die Leiche des Anwalts wird am Rhein-Ufer gefunden kurz nachdem er öffentlich schwere Vorwürfe gegen Cosimas Familie erhoben hat und fast zeitgleich tötet sich sein Mandant in der Haftanstalt?

Leo möchte gern auch einen Artikel über Cosimas Stiftung schreiben, damit mehr potentielle Spender davon erfahren. Warum aber lehnt Onkel Theodor - das Oberhaupt der Familie - den großzügigen Scheck eines Spenders strikt ab und lässt ihn zurückgehen und was hat es mit den Briefen auf sich, die sie auf dem Dachboden der Familien-Villa findet, als sie nach brauchbaren Stücken für die Unterstützung der bedürftigen Frauen sucht. 

Während eine um die andere spannende Frage auftaucht, wird in einer 2. Zeitebene in den Vor- und Kriegsjahren die Geschichte der Familie Liefenstein erzählt. Hier wird Elisa, zunächst Dienstmädchen und dann Cosimas Kindermädchen zu einer zentralen Figur der Geschichte. 
Cosima ist die Tochter des jüngsten Liefenstein-Bruders, der so gar kein Interesse an der Firma hat, er widmet sich viel lieber der Malerei. Doch genau wie seine älteren Brüder Theodor und Albert wird er in eine - für die Firma - lukrative Ehe gedrängt... 

Dieses Buch, diese Geschichte der fiktiven Familie Liefenstein mit all ihren Familiengeheimnissen und Liebesdramen ist auf beiden zeitlichen Ebenen so spannend erzählt, dass man es kaum aus der Hand legen kann. Immer mehr fügt sich ein Puzzleteil zum anderen.

Cosima ist so mutig, die Fragen zu stellen, die eigentlich niemand hören will und sie gibt nicht auf... 
Eine spannende, wirklich sehr berührende & aufwühlende Geschichte! 
Nicole hat auch gelesen

Herzlichst, Lene


Freitag, 6. Juni 2025

Ein Buch am Freitag (9)

 Und wieder ist es Freitag und mich hat ein Buch durch die Woche begleitet. 

"Die Stauffenbergs"
von Charlotte Roth

Das sagt der Klappentext:

"Wenn dies also wirklich eine Geschichte wäre, dachte sie, dann hätte das alles eine Bedeutung, 
die wir erst begreifen, wenn die Geschichte fertig erzählt ist."

Sie ist die Tochter des fränkischen Generalkonsuls und einer baltischen Freifrau. Er der jüngste Spross eines schwäbischen Adelsgeschlechts mit einer vielversprechenden militärischen Karriere. 
Als Nina und Claus von Stauffenberg sich kennenlernen, sind sie verliebte junge Menschen 
auf dem Weg in ein märchenhaftes Leben.

Doch der Lauf der Geschichte entschied es anders:
Aus der Mutterkreuzträgerin und dem Wehrmachtsoffizier wurden Regimegegner und Verschwörer. 
Das Schlimmste für ihn: Deutschlands Zusammenbruch. Für sie: der Verlust ihres geliebten Mannes. 
Sie ließ ihm aber die Freiheit, zu tun, was er tun musste. Das bedeutete, dass sie ihn nach dem 20. Juli nie wiedersah und alles verlor...


Wie sagt es die Autorin im Vorwort: "Es ist keine Biografie, sondern ein Roman!"

Und meine Gedanken...
Es beginnt wie ein Liebesroman und diese Liebe verliert sich nicht, auch in den dunkelsten Momenten ihrer Zeit nicht. Nina Freiin von Lerchenfeld lernt ihren Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit 16 Jahren kennen und verliebt sich sofort in ihn. Und Claus weiß im ersten Augenblick, dass sie die Mutter seiner Kinder wird. Es ist eine so liebevolle und glückliche Beziehung. Und auch nach Kriegsbeginn, in dem ihnen immer nur wenige Momente der Zweisamkeit oder Familienzeit bleiben, spürt man, dass diese beiden Menschen füreinander geschaffen sind. 
Natürlich gibt es immer wieder auch beklemmende Passagen, nicht zuletzt die Verwundung von Claus - er verliert die rechte Hand, 2 Finger der linken Hand und das linke Auge. Er zieht die Augenklappe den Glasaugen vor, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Mit denen spielt er lieber mit seinen 4 Kindern (Berthold, Heimaran, Franz Rudolf und Valerie) Murmeln spielt. 
Und dann kommt der Moment, in dem er tut, was er meint, tun zu müssen... und scheitert. Wir alle wissen, worum es geht. Noch am gleichen Abend wird er und andere am Attentat Beteiligte im Hof des Bendlerblocks erschossen. 
Nina und Claus sehen sich nie wieder und obwohl sie und seine Mutter in Sippenhaft ins KZ Ravensbrück kommen, steht sie zu ihm und bringt ihr 5. Kind während der Haft zur Welt! 
Eine einzigartige Geschichte einer großen Liebe!!!

Nina hat nie wieder geheiratet und ist im April 2006 verstorben.

Herzlichst, Lene

Freitag, 30. Mai 2025

Ein Buch am Freitag (8)

Und wieder ist es Freitag und ich kann meine kleine Serie, ein gelesenes Buch vorzustellen, fortführen. 
Dank dem gestrigen Feiertag hatte ich ausreichend Gelegenheit, es zu beenden.

Diesmal ist es...

"Das Bootshaus an den Klippen"
von Kate Glanville

Das sagt der Klappentext:

Ein irisches Dorf, ein altes Geheimnis und eine neue Liebe
Nach dem Tod ihres Geliebten sucht Phoebe Zuflucht am Ort ihrer glücklichsten Kindheitserinnerungen: in Carraigmore, einem kleinen Dorf an der irischen Westküste. Im Bootshaus ihrer Großmutter Anna stößt sie auf deren Tagebücher - und auf eine tragische Geschichte über einen Familienskandal, eine gefühlskalte Ehe und eine leidenschaftliche Affäre mit einem jungen Maler. Doch Anna ist nicht die Einzige mit einer dunklen Vergangenheit: In Carraigmore scheinen alle etwas zu verbergen zu haben. Aber irgendwann kommt jedes Geheimnis ans Licht...

Ein fesselnder und zutiefst ergreifender Schmöker, der voller Geheimnisse steckt


Und das sind meine Gedanken:
Die Geschichte beginnt auf einer Beerdigung, auf der Phoebe ihre wahren Gefühle nicht zeigen darf, weil der Verstorbene nicht ihr Mann war, sondern nur ihr Geliebter und ihr Chef. Sie ist Grundschul-Lehrerin und kann danach nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. 
Sie flieht an den Ort ihrer Kindheit, wo ihr und ihrer Schwester noch das Bootshaus ihrer Großmutter gehört. Sie springt im gut besuchten Pub spontan ein und alle, sowohl der Wirt als auch die Gäste sind begeistert von ihr, so dass sie gleich einen Job hat. 
Aber warum läuft im Bootshaus ihrer Großmutter, die Keramikerin war, der Brennofen? Wer nutzt dieses Bootshaus? So lernt sie Theo kennen, der die Werkstatt von Phoebes Großmutter nutzt und der Meinung ist, das Bootshaus gehört ihm, weil es auf dem Schloss-Gelände steht, dass er geerbt hat. Aber so ist es nicht. Sie sind sich nicht sympathisch, allerdings hat Honey, Theos Tochter andere Pläne. Sie möchte, dass Theo wieder glücklich wird nach dem Tod seiner Frau und sie eine neue Mama bekommt...
Durch Honey entdeckt sie auch die spannenden Tagebücher ihrer Großmutter. 
In kleinen Schritten kommt Phoebe im Dorf und bei seinen zum Teil skurrilen Bewohnern an und bei einigen ganz speziell - sie fühlt sich wohl und sie denkt auch gar nicht daran, weiter zu ziehen, bis...
...bis ihre Schwester Nola im Dorf auftaucht und gleich ordentlich auf die Tube drückt, zuviel trinkt, die Bühne im Pub erobert und in ihrem Zustand verrät, dass Phoebe gar keine Witwe ist!
Phoebe versinkt in Grund & Boden und meint, plötzlich Ablehnung zu spüren und ergreift noch in der Nacht die Flucht. Aber dann erfährt sie in einem Motel aus den Nachrichten, dass die kleine Honey vermisst wird. Sie kann nicht anders, sie muss unbedingt zurück, um bei der Suche zu helfen...
Und nach dieser Rückkehr und dem glücklichen Auffinden von Honey bekommt die Geschichte etwas Zauberhaftes mit sehr viel Liebe, neuen Familienbanden und einem maroden Schloss, welches zu neuem Leben erweckt wird...
 Davon will ich aber nicht mehr verraten
 Nur soviel: sicher, es hätte tatsächlich alles wirklich so wundervoll passiert sein können, aber all die Ereignisse so perfekt aufeinander treffen zu lassen, das macht eben ein gutes Buch aus, wie ich finde! 

Herzlichst, Lene

Freitag, 23. Mai 2025

Ein Buch am Freitag (7)

 Es ist wieder soweit, es ist zwar schon Freitag Nachmittag, aber ich bin diesmal erst kurz vor knapp fertig geworden.  
Auch in dieser Woche war die Müdigkeit kaum weniger, aber... meine Fahrzeiten haben sich verlängert und so blieb da mehr Zeit zum Lesen.
Warum sie sich verlängert haben? Weil es die nächste Brücken-Havarie in Berlin gibt - diesmal im Südosten, genau auf meinem Arbeitsweg. Nichts geht mehr drunter durch, oben drüber ging schon längere Zeit nichts mehr, weil die Instabilität der Brücke längst bekannt war. Nun hats allerdings schon gebröckelt,  die Stahlarmierung war gebrochen und sie drohte in sich zusammenzubrechen. So wurde Montag Mittag die große Kreuzung darunter für jeglichen Verkehr gesperrt und als ich Feierabend hatte, hieß es auf den Displays der Haltestellen, die Strecke sei wegen einem "Schadensereignis" gesperrt. Na prima! 
So blieb mir allerdings nur der weitere Bogen mit der S-Bahn und weil auch dort verschiedene Gründe immer wieder für Zugausfälle sorgen, ist der Berliner zu sehr viel Geduld und Flexibilität "angehalten".
Man kann sich ärgern, wütend sein und mit den Füßen stampfen, es hilft nix...
Am 1. Tag klappte es noch überraschend gut - also die Heimfahrt, aber ab Dienstag verlängerte sich meine Fahrzeit bis aufs Doppelte! Warum? Weil das Straßenbahnnetz im Südosten durch die gesperrte Brücke zu einer Insel wurde, auf der es im Moment der Sperrung zu wenig Straßenbahnen gab. So wurde aus dem 5-Minuten-Takt ein 20-25-Minuten-Takt und die Bahnen sind entsprechend voll. Glück im Unglück - die Fahrt zum nächsten S-Bahnhof dauert nur knappe 10 Minuten bis alle Heringe die Büchse wieder verlassen können. Und dann folgt die Fahrtstrecke mit der S-Bahn (wenn sie nicht auch gerade ausfällt) und einer weiteren Straßenbahn, wo dann Gelegenheit zum Lesen bleibt, womit wir wieder beim aktuellen Buch sind...

"Aufbruch der Störche"
von Corinna Vossius

Der Klappentext sagt Folgendes:

Das einfühlsame Porträt einer willensstarken Frau
Erika wächst auf einem Gutshof in der Nähe von Danzig auf. So wie die Störche im Herbst würde auch sie manchmal am liebsten davonfliegen. Sie träumt davon, einen Beruf zu erlernen, doch ihre Mutter möchte für sie möglichst schnell eine gute Partie finden. Als Erika sich mit Axel verlobt, sind die Familien erleichtert. Dabei haben die beiden zunächst nur einen heimlichen Pakt geschlossen, um Zeit zu gewinnen: Vor einer möglichen Heirat kann Axel in Ruhe Medizin studieren, und Erika darf nach Dresden an die Kunstgewerbeschule. Doch mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs zerschlagen sich alle Pläne. Und während  Axel sich an der Front seiner Gefühle für Erika immer sicherer wird, verliebt diese sich in einen anderen Mann...


Und meine Gedanken zur Geschichte:
Die Autorin hat die Geschichte nach den Erinnerungen ihrer Großmutter Erika geschrieben, die ihr früher viel aus ihrer Jugend erzählt und vorgelesen hat.
Ja, es beginnt, als Erika im Backfisch-Alter auf der Hochzeit ihres Bruders Herbert, Axel kennenlernt. Axel ist einer von 3 jüngeren Brüdern der Braut Magda. Sie sind sich sympathisch und begegnen sich in der Folgezeit immer wieder auf Familienfesten und schließen irgendwann den Pakt, sich zu verloben. Noch nicht wirklich mit ernsten Absichten, nein, sie wollen sich damit beide Freiraum schaffen für ihre eigenen Ziele. Erika geht zunächst auf die Kunstgewerbeschule in Dresden und Axel studiert Medizin in Heidelberg. Und dann beginnt der 1. Weltkrieg... Axel möchte unbedingt als Arzt an die Front
und Erika arbeitet zunächst als ehrenamtliche Helferin am Dresdner Bahnhof, an dem viele Soldaten von einem Fronteinsatz zum nächsten Aufenthalt haben. Aber sie möchte einen richtigen Beruf erlernen und wird, gemeinsam mit ihrer Freundin Irene als "Pröbchen" (Probeschwester) im Carolahaus angestellt. Hier werden schwer verletzte Soldaten behandelt. Leider geraten sie unschuldig in den Verdacht, Morphium gestohlen und verkauft zu haben und werden entlassen. Just in diesem Moment ergibt sich ein glücklicher Zufall, als Erika gerade zur Stelle ist, als sich ein Junge beim wilden Spiel mit Freunden auf der Straße verletzt. Sie bringt ihn zu ihrem Nachbarn, einem Arzt. Er behandelt den Jungen und ist dabei sehr beeindruckt von Erikas Hilfsbereitschaft und Empathie. Er hat nicht nur seine Hausarzt-Praxis, sondern ist auch noch in einer Klinik außerhalb Dresdens tätig. Dorthin lädt er sie ein und bietet ihr eine Stelle an. Aber Erika möchte nicht ohne Irene beginnen, was ihr gelingt. Und während Axels Liebe zu Erika immer intensiver wird, obwohl sich beide aufgrund der Umstände noch gar nicht wirklich näher kommen und nur Briefe austauschen konnten, begegnet Erika in der Klinik Paul, zunächst als Patient und dann als Stationshelfer... 
Und an dieser Stelle beende ich meinen Einblick ins Buch. Ich gebe zu, dass mir die Schilderungen aus dem KlinikAlltag manchmal etwas zu ausführlich und lang ausfielen. Dennoch hat mich irgendwas doch an der Geschichte gereizt. Vor allem war ich natürlich gespannt, was aus Erika, Irene, Axel und Paul wird. 

Jetzt freu ich mich auf ein neues Thema, eine neue spannende Geschichte!
Und nebenbei soll auch mein Pulli wachsen...

Herzlichst, Lene



Freitag, 9. Mai 2025

Ein Buch am Freitag (6)

 Und schon wieder sind wir unterwegs, während sich hier mein nächstes Buch vorstellt. Gestern hatten wir einen einmaligen Feiertag in Berlin aus Anlass des 80. Jahrestages der Befreiung und heute ist Brückentag, was automatisch heißt, dass die Werkstatt geschlossen ist und sich ein weiteres langes Wochenende ergibt😀
Diesmal gibt der 6. Geburtstag von Ernst Tiberius - kurz „Ernie“ genannt - unserem Enkel, Anlass zu einem Ausflug an die Müritz (wo gestern auch Feiertag war), dahin wo er mit seinen Eltern zu Hause ist. 
Kinder, wie die Zeit vergeht - ist es tatsächlich schon 6 Jahre her, seit wir den „kleinen Mann“ das erste Mal im Arm hielten und das kleine Wunder bestaunen konnten😘
 Große Großelternfreude von Anbeginn!!!

Nun also zum nächsten Buch…

Apfelblütenjahre 
von Katrin Tempel
(Chefredakteurin der Zeitschrift LandIDEE)

Das sagt der Klappentext:
Der Duft von Apfelblüten und der Traum von Freiheit
Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Karen das erste Mal seit Jahren auf die Apfelplantage der Familie in der Pfalz zurück. Dabei werden nicht nur Erinnerungen an ihre eigene Jugend wach, sondern auch an ihre freiheitsliebende Mutter und ihre Großmutter, die am Ende des Zweiten Weltkrieges aus Ostpreußen floh und mit ein paar kleinen Apfelreisern im Gepäck die Zukunft ihrer Familie vorbestimmte. Als Karen ihren Heimatort neu entdeckt, ist sie sich plötzlich nicht mehr sicher, wo ihr eigener Platz im Leben ist - und wo sie wirklich glücklich sein kann.


Und meine Gedanken dazu:
Auch dieses Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, weil man Einblick sowohl in das Leben der Hauptperson Karen als auch in das ihrer Großmutter Marie und ihrer Mutter Luzie bekommen soll. 
Es beginnt in der Gegenwart, in der Karen nach 30 Jahren in New York zur Beerdigung ihrer Mutter Luzie in ihre Heimat, in einen Winzerort in der Pfalz, zurückkehrt. 
Und gleich folgt der 1. Zeitsprung zum Ende des 2. Weltkriegs, wo ihre Großmutter Marie mit ihren 3 Töchtern aus Ostpreußen fliehen muss. Noch in der Nacht vor ihrer Flucht schneidet sie Reiser von ihren herrlichen Apfelbäumen, deren Früchte so einzigartig gut schmecken. Egal wo es sie hin verschlagen wird, sie hat den Traum, wilde Apfelbäume mit ihren Reisern zu veredeln und damit ein Stück Heimat bei sich zu haben und mit den wohlschmeckenden Äpfeln eine neue Existenz aufzubauen. Es gelingt ihr mit viel Fleiß und guten Ideen, z.B. aus dem besonderen „Zuckerapfel“ gut verträglichen Baby-Brei herzustellen. 
Zeitebene Nr. 2 begleitet ihre jüngste Tochter Luzie, die als junge Frau das immer gleiche, arbeitsreiche Leben auf dem Apfelgut ihrer Mutter satt hat und die Flucht ins München der späten 60er Jahre antritt. Hier führt sie einige Monate ein abenteuerliches Leben zwischen freizügigen WG‘s und Aushilfsjobs  bis… sie spürt, dass sie nicht mehr nur für sich Verantwortung übernehmen muss. Sie kehrt zurück aufs Apfelgut und begegnet dort Matthias. Sie heiraten, werden mit ihrer Tochter Karen eine Familie und führen nach Maries Tod das Apfelgut weiter.
Zeitebene 3 ist Karens Kindheit und Jugend. Sie träumt einen ganz anderen Traum - da spielt die Tradition des Apfelgutes, dass von viel körperlicher Arbeit und immer gleichen Abläufen geprägt ist, keine Rolle. Sie schließt sich der Friedensbewegung an und protestiert in Mutlangen und sie interessiert sich für Mode. Sie sieht ihre Chance sehr weit weg - sie reist mit 17 als Touristin nach New York und kann ihren Traum, Mode aus ökologischen, nachhaltigen Stoffen tatsächlich verwirklichen.
Sie begegnet Jeff, der ein Glücksfall für sie und ihren Traum ist…
Und dann kehren wir wieder zurück in die Gegenwart und die Geschichte wird mit der Zeit der Beerdigung von Luzie weitererzählt. Es gibt auch noch Karens Vater Matthias, der an Demenz erkrankt im Pflegeheim lebt und seine Tochter nur in wenigen Momenten erkennt und auch den Tod seiner Frau nicht versteht. Karen begegnet den Freunden ihrer Jugend und sie sind es auch, die mit ihren Ideen und ihrer Begeisterung dafür sorgen, dass sie ihr Elternhaus und den Hof nicht einfach verkauft und den Apfelgarten mit den besonderen Bäumen und deren wohlschmeckenden Früchten nicht roden lässt…
Eine tolle Geschichte, in der die Autorin aus dem Tagebuch ihrer Tante, einer Kiste mit Fotos aus dem Nachlass ihres Vaters, ihren eigenen Jugenderinnerungen in der Friedensbewegung und den Erfahrungen mit dem gepachteten Apfelgarten, in dem sie alte Apfelsorten entdeckt hat, verarbeitet. All diese Puzzle-Teile haben sich zu einer Familiengeschichte zusammengefügt, die viele spannende Facetten hat und tatsächlich auch so hätte geschehen sein können. 
Mir hat dieses Buch große Freude gemacht!

Jetzt kann ich mich für das nächste entscheiden und hier werde ich davon erzählen…

Herzlichst, Lene

Freitag, 2. Mai 2025

Ein Buch am Freitag (5)

 Während sich hier gleich das nächste Buch vorstellt, sind wir gerade noch einmal auf Landpartie. Hier ein paar Bilder von unserer „Bleibe“ und der unmittelbaren Umgebung. Es ist ein kleines Paradies!
Wir genießen weiter und erzählen später mehr - hier soll es ja eigentlich erst einmal um‘s Freitags-Buch gehen…







Natürlich ist hier auch wieder ein Buch mit dabei, meine kleine Serie soll schließlich weiter gehen. 

Hier geht es heute erst einmal um:

„Als Großmutter im Regen tanzte“
von Trude Teige

Das sagt der Klappentext:
Eine starke Frau in dunklen Zeiten. 
Und eine junge Frau, die zurückschauen muss, um nach vorn blicken zu können.
Als Juni ins Haus ihrer verstorbenen Großeltern auf der kleinen norwegischen Insel zurückkehrt, entdeckt sie ein Foto: Es zeigt ihre Großmutter Tekla als junge Frau mit einem deutschen Soldaten. Wer ist der unbekannte Mann? Juni kann niemanden mehr fragen. Die Suche nach der Wahrheit führt sie nach Berlin und in die kleine Stadt Demmin im Osten Deutschlands, die nach der Kapitulation von der russischen Armee überrannt wurde. Juni begreift, dass es um viel mehr geht als um eine verheimlichte Liebe. Und dass ihre Entdeckungen Konsequenzen haben für ihr eigenes Glück.


Und das sind meine Gedanken:
Zunächst war ich etwas irritiert… Dieses Buch ist in 2 verschiedenen Zeitebenen geschrieben, aber während man es in anderen Büchern an entsprechenden Kapitel-Überschriften erkennen kann, sind es hier lediglich die beiden verschiedenen Schriftarten. Das hat aber der eindrücklichen Geschichte keinen Abbruch getan. 
Es geht hier um die 3 weiblichen Mitglieder der Familie: Tekla, Junis Großmutter, die sich im 2. Weltkrieg in den deutschen Soldaten Otto verliebt und nicht nur „Deutschen-Liebchen“ genannt wird, sondern mit ihm ihr Heimatland Norwegen verlassen muss und gleichzeitig ihre norwegische Staatsbürgerschaft verliert. Sie erhofft sich ein ruhiges, freundliches Leben mit Otto im Schoße seiner Familie in der vorpommerschen Stadt Demmin. Allerdings kommt es ganz anders und Tekla erlebt Traumatisches…
Ihre Tochter Lilla leidet zeitlebens sehr daran, dass sie nichts über ihren Vater erfährt, denn Tekla schweigt beharrlich und auch Juni sucht intensiv nach Antworten… 
Auf der Insel ihrer Großeltern finden sich zwei Nachbarn, die sie bei ihrer Suche intensiv unterstützen und zu einem von ihnen entwickelt sich noch mehr…
Ich gebe zu, dass mich einige Passagen, die Tekla erleben muss, ziemlich mitgenommen haben, aber man wird angesteckt von ihrer Zuversicht!

Herzlichst, Lene

Freitag, 25. April 2025

Ein Buch am Freitag (4)

Ich habe wieder gelesen 😊 

Heute geht es um 

„Das Geheimnis des zweiten Sommers“
von Tanja Heitmann

Der Klappentext sagt Folgendes:
Eine alte Schuld. Eine neue Liebe. Ein Schicksal, dass sich erfüllt…
Beekensiel an der Nordsee, 1939. Das Inselkind Arjen lernt in den Dünen den Ausreißer Ruben kennen, der meint, Schicksale bestimmen zu können… Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft - bis ein Sommertag alles verändert.
Jahrzehnte später reist Greta Rosenboom mit ihrem Großvater auf die Insel seiner Kindheit. In der Abgeschiedenheit Beekensiels hofft die junge Frau auf einen Neuanfang. Sie ahnt nicht, dass die windumtosten Strände eine alte Schuld bergen - und ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird…


Und das denke ich über die Geschichte:
Greta Rosenboom lässt Zürich und ihren Freund hinter sich und kehrt zurück in ihre Heimat Schleswig-Holstein. Dort feiert ihr Großvater Arjen seinen 85. Geburtstag mit der ganzen Familie. Greta Geschenk ist „gemeinsame Zeit“… Ihr Großvater wünscht sich, dass sie damit auf die Insel seiner Kindheit fahren. Das Steuer seines geliebten Oldtimers überlässt er Greta. Diese Reise gibt den beiden Gelegenheit, viel miteinander zu reden und Arjen kann mehr und mehr seine Erinnerungen an den ersten Sommer mit Ruben mit Greta teilen und gemeinsam gelingt es ihnen, Puzzlestücke des zweiten Sommers zusammenzusetzen. Und was ist das Geheimnis um Ruben und seinen geschnitzten Walfischknochen? Leider ging es ihm plötzlich sehr schlecht und er muss im Bett bleiben. So sieht sich Greta allein auf der Insel um und lernt Mattes kennen. Sie tun sich zunächst schwer miteinander, aber… 

Herzlichst, Lene