Sonntag, 17. Juli 2022

Was hier so los war

 Jetzt hat es doch etwas länger gedauert, bevor ich mich in Ruhe der Rückschau auf die entspannten Tage in Flensburg widmen kann.

Meine Mutter ist inzwischen in ihrer neuen Umgebung angekommen und eigentlich fühlt sie sich auch wohl. Allerdings ist sie leider ein Mensch von skeptischer, um nicht zu sagen unzufriedener Natur. Das war und ist nicht einfach, aber manches Mal gelingt es, sie von den Vorzügen einer Sache/Situation zu überzeugen. Wobei es in diesem Fall - dem Umzug vom eigenen Appartement auf eine Pflegestation - einiges Fingerspitzengefühls bedurfte. Inzwischen ist das Appartement weitgehend geräumt und ihr neues kleines Reich eingerichtet. Im Grunde geht es ihr auch gesundheitlich besser, weil sie dort einfach direkter umsorgt werden kann. Insofern ist wieder eine gewisse Beruhigung eingekehrt und das ist recht erleichternd.

Aber… dafür hat sich der Herzallerliebste am vergangenen Sonntag durch ein Missgeschick den Fuß verletzt - es erinnerte zunächst an meinen Sturz vor einem Jahr. Allerdings hat es bei ihm einen anderen Verlauf genommen, deshalb benötigt er auch 2 Gehstützen, um sich fortzubewegen. Doch auch er ist auf dem Weg der Besserung. Heute haben wir das Erste Mal wieder gemeinsam das Haus verlassen und eine Mini-Runde an der frischen Luft gedreht. 

Heute morgen um 3 Uhr wurden wir übrigens mal wieder durch einen lauten Knall von berstendem Blech geweckt. Hin und wieder wird unsere Hauptstraße als nächtliche Rennstrecke missbraucht und dann müssen Laternen, Buswartehäuschen und heute Nacht Straßenschild und Bauzaun klein bei geben.

Für mich heißt es noch, weitere 4 Wochen doppeltes Pensum zu arbeiten. Irgendwie wird es gehen, muss ja. Was mich daran allerdings sehr wurmt, ist, dass ich in dieser Zeit kein Home Office machen darf. Also Augen zu und durch und die Vorfreude auf den Schweden-Urlaub im September genießen und/oder an die schönen Tage in Flensburg zurückdenken…

Nachdem wir in den letzten beiden Jahren in Nord- und Ostfriesland unterwegs waren, sind wir nun wieder zur Ostsee zurückgekehrt. In jedem Fall zieht es uns doch unbedingt immer ans Wasser, ob Ost- oder Nordsee oder wie in Schweden an Binnen-Seen. Und so haben wir uns für dieses Jahr zum Hochzeitstag eben Flensburg auserkoren.

Wir haben uns in dem historischen Häuschen in der malerischen Gasse sehr wohl gefühlt 

und möchten sehr gern wiederkommen, weil wir die Umgebung unbedingt noch mehr erkunden möchten, vor allem auch die dänische Seite der Förde, z.B. ein Stück des Gendarmenstieg erwandern.

Diesmal haben wir uns in der Stadt selbst


umgesehen. Der „grüne Kamerad“ (unser fahrbarer Untersatz seit 24 Jahren) durfte Pause machen - wir haben bis auf eine Ausnahme alles zu Fuß erkundet. Unten rechts sieht man das Generalkonsulat von Dänemark und daneben das weiße Gebäude ist das Versammlungshaus der Freimaurer.

Neben den kleinen Gassen sind die lauschigen Innenhöfe sehens- und liebenswert.


Dort kann man kleine, feine Läden entdecken oder sich in netten Cafés und Restaurants mit leckeren Speisen bewirten lassen. Das gelbe Gebäude (oben rechts) ist ein Senioren-Pflegeheim - dort durfte man nicht näher in den Hof.

Natürlich kommt man in Flensburg an der Förde und am Hafen nicht vorbei - dort liegen auch Museums-Schiffe vor Anker


Unten rechts sieht man die Alexandra, die jetzt im Sommer zu Förderundfahrten unterwegs ist. Als wir dort waren, wurde sie noch von Ehrenamtlichen auf Vordermann gebracht.

Wir sind sowohl am Ufer der Förde entlanggewandert


als auch auf dem Wasser mit der MS Viking nach Glücksburg unterwegs gewesen


Auch dort war es eine ganz hyggelige Atmosphäre. Wir sind vom Schiff aus zu Fuß durch einen kühlen Wald zur Glücksburg gewandert - ein herrlicher Spaziergang. Die flachen Gebäude beherbergen heute Ferienwohnungen. 

Mich haben die Fenster der St. Marienkirche in Flensburg total fasziniert, die in lebhaften Farben biblische Geschichten erzählen. Sie sind das letzte große Werk der Künstlerin Käte Lassen. 



Es waren herrliche entspannte Tage an der Förde - wir sind ohne konkrete Pläne angekommen, was wir unbedingt sehen wollen - ganz im Gegenteil. Wir wollten alles auf uns zukommen lassen und ganz spontan das tun, wozu wir gerade Lust haben. U.a. sind wir auch zum Wasserturm gewandert, von dem man einen herrlichen Blick über die Förde haben soll. Wir haben ihn auch gefunden und bestiegen, aber von dem Ausblick hatten wir uns mehr erwartet, Wasser war kaum zu sehen. Aber… im Erdgeschoss des Turms saß eine ältere freundliche Dame, die uns darauf aufmerksam machte, dass man zur Erfrischung nach dem Aufstieg gern einen Becher Wasser aus dem Reservoire zapfen könnte, was wir sehr gern taten und sehr angenehm überrascht waren von der weichen Wasser-Qualität. So hatte sich die Wanderung dann doch gelohnt, statt von oben Wasser zu sehen, konnten wir erfrischendes Wasser genießen. 

Nun wünsche ich uns eine schöne Woche, die neben Verpflichtungen auch entspannte Momente und  neben hitzigen Temperaturen hoffentlich auch Erfrischungen bereithält. 

Herzlichst

👒 Lene 🥤





2 Kommentare:

  1. Liebe Lene, dein Bericht macht richtig Appetit auf die Flensburg Förde auf der deutschen Seite. Wir haben sie im letzten November von der dänischen Seite der Insel Kægnes erlebt. Sehr ruhig um diese Jahreszeit Für u s war das gerade richtig. Und wir hatten traumhaftes Wetter. Ich wünsche dir das du die Arbeitsbelastung gut wegstecken kann at. Liebe Grüße Marita

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  2. Hallo Lene, hätte ich gewusst, wie schön Flensburg ist, wäre ich wohl schon längst mal hingefahren. So oft stand es bei unseren Nordseeurlauben schon auf der Ausflugsliste. Danke für die Erkundungstour. Wenn man auch in der näheren Umgebung viel sehen und entdecken kann, dann lohnt es sich gleich doppelt. Dir ein wunderbares Wochenende. Bei uns macht der Sommer gerade einen Tag Pause. Und ich mache es ihm nach ;-).
    Liebste Grüße. Christine

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