Montag, 25. September 2017

Schweden mit Schwänlein

Gestern Nacht sind wir heimgekehrt nach zwei ganz und gar entspannten Wochen in der schwedischen Abgeschiedenheit. Wir haben die Stille des Waldes, das Rauschen des Windes in den Bäumen und das Plätschern des Wassers am Seeufer sehr genossen. 

Hier ein kleiner Rundgang... vom Stellplatz unseres "grünen Kameraden" aufs Haus zu...


... hinten herum von der anderen Seite durch den Garten mit den leckeren gelben Eierpflaumen...


... links der Annex mit Balkon und rechts das Bootshaus - im Hintergrund die Sauna...


... die Wiese und der Badesteg...


... und der Blick von Steg zurück zum Haus


Wir waren tatsächlich für eine Weile aus der Zeit gefallen. Das fiel uns auch gar nicht schwer in dieser wunderschönen Umgebung. In diese Abgeschiedenheit war allerdings eine nahezu vollständige Abwesenheit von Funknetz und Internet inbegriffen. Das war so zwar nicht vorgesehen, aber man kann sich auch damit durchaus arrangieren. 
Das Innere des Hauses hatte gewisse Tücken, die ein Zeichen seines Alters waren, wie die niedrigen Türrahmen, die dem Herrn an meiner Seite leider sehr schmerzlich zugesetzt haben und eine sehr Platz-sparende Treppe ins Obergeschoss, 


die ebenfalls ihre Aufmerksamkeit verlangte (besonders in der Nacht☺). Die Handläufe waren nicht nur zur Zierde angebracht. Das "charmige" Häuschen hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert. 

Und wie der Titel des Posts erahnen lässt, hat uns die unmittelbare Nähe zum See einen ganz besonderen Mitbewohner beschert - ein junges Schwänlein...


... kam morgens und abends auf die Wiese rund ums Haus. Tagsüber hielt es sich am gegenüberliegenden See-Ufer auf. Unser erster Blick am morgen galt immer ihm/ihr - wir wurden auch bemerkt, aber solange wir im Haus blieben, war auch für's Schwänlein die Welt in Ordnung. 

Das Wetter war in der ersten Woche noch oft sehr freundlich und die Stunden, in denen die dunklen Wolken den Himmel beherrschten, hielten sich in Grenzen. So konnten wir einige Male ausgedehnte Wanderungen durch den pilzreichen Wald unternehmen. Aber davon erzähle ich in Kürze mehr... 
Im Großen und Ganzen war uns die herrliche Ruhe und der Duft des Waldes eigentlich Erlebnis genug. Jochen war täglich mit dem Boot unterwegs auf Motivsuche und nicht zuletzt zum Angeln. Alle Hechte erfreuen sich allerdings (nach einer kurzen Unterbrechung) weiterhin ihres Lebens, sofern sie inzwischen nicht Anderen an die Angel geraten sind. Wir hätten so viel Fisch auch gar nicht essen können. 
Alles in allem hat uns die Natur in unmittelbarer Umgebung soviel "Seelen"ruhe und frische Energie verliehen, ... 


... dass wir uns diesmal gar nicht so sehr nach Ausflügen gesehnt haben, aber schließlich waren wir dann doch in der näheren Umgebung unterwegs und wurden dafür manches Mal mit Sonnenschein belohnt. In Kürze mehr dazu!
Nur die letzten 3 Tage waren doch recht regennass. Aber selbst dafür waren wir gut gewappnet: dank des gemütlichen Kamins und ausreichend fesselnder Lektüre konnte uns auch ein kompletter Regentag nicht die gute Laune verhageln. Gestrickt hab ich gar nicht soviel? Ungewöhnlich für mich - ich hab einiges ausprobiert und wieder aufgetrennt. Alles hat eben seine Zeit! 

Es waren 2 wunderbare, erholsame Wochen, die wir sehr genossen haben!!!

Nun liegen noch 8 freie Tage vor mir, bevor mich der trubelige Alltag in der Werkstatt wieder gut beschäftigen wird. 
Am Samstag feiern wir den 100. Geburtstag meines Vaters. Ach, wie hat er sich immer gewünscht, diesen Tag zu erleben und nun steht ihm die blöde Demenz im Weg. Aber trotzdem...!

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche ohne Stolpersteine jeglicher Art 
und mit möglichst vielen goldenen Herbst-Momenten!
Wir lesen uns - bis dahin
seid ganz herzlich gegrüßt von
❤ Lene ❤