Der November war kein Blögchen-Monat für mich - offensichtlich. Weder habe ich hier einen Beitrag geschrieben, noch andere besucht und/oder kommentiert. Es war nicht geplant, sondern ist ganz "aus Versehen" passiert! Und je mehr Zeit verging, um so mehr habe ich es vermisst. Deshalb sollte nicht auch noch der 1. Advent vergehen, ohne dass ich hier ein paar Zeilen hinterlasse.
Der November war nicht so wirklich meins in diesem Jahr - noch immer und immer mehr fordert mich der berufliche Stress und obendrein werde ich diese wabernde Erkältung nicht los. Bei alldem hat mir aber das Stricken die nötige Energie für jeden kommenden Tag verliehen. Einiges ist dabei entstanden, was anderen So oft es möglich war, hat es uns in die Natur gezogen - zum Glück wohnen wir ja am Standrand und haben unsere Streu-Obst-Wege...
die letzten gelben Äpfel leuchten herrlich gegen den blauen Himmel...
... gern besuchen wir auch immer die kleinen schottischen Rinder, die so viel Ruhe ausstrahlen...
und dem Frost trotzen
Nun also beginnt die Adventszeit...
"Sie ist eine Zeit voller Lichter, Erwartungen und Trubel -
und manchmal vergessen wir dabei, einfach da zu sein.
Zwischen Plätzchenduft, Terminen und Vorbereitungen
bleibt kein Raum zum Atemholen, zum Spüren,
zum bewussten Innehalten.
Diese 24 Tage sollen uns daran erinnern, dass Achtsamkeit
nichts Großes braucht:
Ein tiefer Atemzug.
Ein warmer Tee.
Ein bewusster Blick in den winterlichen Himmel.
Ein Lächeln, das Du Dir selbst schenkst."
Diese Zeilen hat mir ein Kollege geschrieben und
zusammen mit einem handgemachten Adventskalender überreicht.
Eine rührende Geste, wie ich finde, mit der ich in keiner Weise gerechnet habe, gerade jetzt, wo so vieles bei uns im Unklaren ist und dadurch Verunsicherung schafft.
Ich wünsche mir sehr, dass es mir gelingt, diese Adventszeit bewusst und in Seelenruhe genießen zu können. Dazu werden sicher auch die schönen "Termine" beitragen, die vor mir liegen:
- ein langes Wochenende mit dem Herzallerliebsten in Lübeck zum 2. Advent,
- ein Café-Treffen mit Kollegin Elke, die seit 1. August ihre Rente genießt,
- ein Treffen mit Christine, die sich einst ehrenamtlich Zeit für meine Mutter genommen hat
Lasst auch Ihr den Advent in aller Ruhe auf Euch wirken!
Es geht nicht darum, alles perfekt vorzubereiten oder jede Kerze im richtigen Moment anzuzünden.
Advent ist die Einladung, ein bisschen mehr Raum für Stille, für Licht und für das Wunder
von Weihnachten zu schaffen.
Herzlichst, Lene



