24 lange Tage
Wenn die ersten Fröste knistern
in dem Wald bei Bayrisch-Moos,
geht ein Wispern und ein Flüstern
in den Tannenbäumen los,
ein Gekicher und Gesumm ringsherum.
Eine Tanne lernt Gedichte,
eine Lerche hört ihr zu.
Eine dicke alte Fichte
sagt verdrießlich: Gebt doch Ruh‘!
Kerzenlicht und Weihnachtszeit
sind noch weit!
Vierundzwanzig lange Tage
wird gekräuselt und gestutzt
und das Wäldchen ohne Frage
wunderschön herausgeputzt.
Wer noch fragt: Wieso? Warum? -
der ist dumm!
Was das Flüstern hier bedeutet,
weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
sich nun vor aufs Weihnachtsfest.
Denn ein Weihnachtsbaum zu sein,
das ist fein!
(James Krüss)
In mir geht bei solchen Gedichten die Phantasie immer auf Wanderschaft und ich kann mir eine Szene gut vorstellen. Das tut mir gut, wenn die Gedanken mal weitab schweifen können von „der wilden Welt“, der Realität / dem Alltäglichen. Für solche Phantasie-Reisen sind die 24 Tage vor Weihnachten doch ideal. Da wandere ich mit den Erinnerungen auch wieder in meine Kindheit auf dem Dorf, wo (gefühlt) im Advent immer Schnee lag, wir täglich rodeln gehen konnten und ich leider viel zu oft nur mit einem Handschuh heimkehrte. Wo es, wenn man abends nochmal raus musste, im Hof geglitzert hat, wenn das Licht der Stall-Laterne auf den Schnee traf. In einem Jahr lag tatsächlich soviel Schnee, dass wir mit Opa Herrmann (er war nicht wirklich mein Opa, sondern der Kirchen-Hausmeister, der mit uns im Pfarrhaus wohnte) ein richtiges Iglu bauen konnten. Was für ein besonderes Erlebnis, darin sitzen zu können! Er ist mit mir auch auf seinem Tandem in den verschneiten Wald gefahren, Tannengrün schneiden oder den Weihnachtsbaum für die Kirche aussuchen.
Ich hatte eine herrliche Kindheit auf dem Dorf, in allen Jahreszeiten, aber eben auch in jeder verschneiten Adventszeit!
Und ich war auch liebend gern Puppenmutti - hab immer Schuhkartons gesammelt und kleine Stoffstücke oder Kissen, um jedem Püppchen ein gemütliches Bett zu richten.
Auch die kleine Elise aus Dresden liebt Puppen…
sie sitzt vor dem Häuschen im Wald und schmückt die Zöpfe ihres Püppchens mit Schleifen.
Sie gehört zur Familie der Margeriten-Engelchen und sie wird gewiss nicht allein bleiben. Ich habe schon viele Jahre mit diesen Engelchen geliebäugelt und in Dresden hat es einfach gepasst, weil wir uns direkt im Laden entscheiden konnten. Und weil Elise für mich auch zum Weihnachtsschmuck gehört, gibt es hier ein weiteres ✨ beim Weihnachtsfreuden-Bingo
Nun wünsche ich auch Euch einen schönen 3. Tag im Advent -
macht es Euch schön & genießt die stillen Momente bei Kerzenschein.
Herzlichst, Lene



Ich sammle seit einigen Jahren die kleinen Margeriten Engel.
AntwortenLöschenUnd auch ich habe in Dresden damit angefangen, in einem kleinen Laden in der Nähe der Frauenkirche habe ich mir einen ausgesucht.
Dieses Jahr muss ich mal schauen, ob hier ein neuer einziehen darf.
Hab einen schönen Abend, lieben Gruß
Nicole