Samstag, 1. Februar 2020

Mein Januar...

... war alles andere als langweilig. In beruflicher Hinsicht hatte er leider ziemlich ärgerliche Momente, die ich nicht so einfach weggesteckt hab. An denen hatte ich ganz schön zu "kauen", bis in manche Nacht hinein. Das will ich jetzt allerdings gar nicht weiter kommentieren, viel lieber widme ich mich den netten, positiven Erlebnissen.
Da war der 95. Geburtstag meiner Mutter, an dem wir zu 16t um den Tisch im Kaminzimmer saßen, leckeren Kuchen, Kaffee und natürlich auch ein Glas Sekt genossen haben. Es waren ihre 4 Kinder mit Partnern, ihre beiden Schwestern mit Partner bzw. Sohn und die beiden ältesten Enkeltöchter und
auch Christine (die meine Mutter seit Jahren ehrenamtlich besucht und sich rührend um sie kümmert)
gekommen. Und die Gespräche gingen kreuz und quer über den Tisch. Meine Mutter ist schon seit vielen Jahren körperlich gehandicapt, aber nun sieht es so aus, dass sie dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen ist. Das macht ihr sehr zu schaffen, nicht zuletzt weil ihre Wohnung nicht so groß ist, dass sie sich mit dem "Gerät" dort gut drehen und wenden könnte. Da ist es wirklich von großem Vorteil, dass sie in dem Seniorenstift gut versorgt und in einer netten Gemeinschaft leben kann.
Ich freu mich auch bei jedem Besuch darüber, mit wie vielen Leuten sie dort Kontakt hat und hier und da ein Schwätzchen halten kann. Das wäre ihr in einer normalen Mietwohnung ganz sicher nicht möglich.
Am vergangenen Samstagabend gab es Überraschungsbesuch vom kleinen Ernst und seinen Eltern - denen es für die Rückfahrt zu spät geworden war und bei uns wartet ja immer ein Gästezimmer auf sie und zum Glück war auch unser Kühlschrank gut gefüllt😀 In ihrem Freundeskreis gibt es inzwischen vielerorts Kindersegen und so ist bei einem Besuch etwas spät geworden, um noch die Heimreise nach Meck-Pomm anzutreten. Wir haben uns riesig gefreut, denn aufgrund der Entfernung können wir uns ja nicht "mal eben schnell" besuchen. Der kleine Mann war natürlich schon etwas müde und hungrig, aber dann hat er uns noch seine neuesten Fähigkeiten vorgeführt. Krabbeln ist nicht so sein Liebstes, dafür zieht er sich überall hoch, um sich die Welt aus der stehenden Perspektive zu betrachten und sogar schon die ersten Schritte zu machen. Wir genießen einfach jeden Moment mit ihm😀
Und dann... war da ja noch das Neujahrs-Woll-Wichteln, zu dem Katharina eingeladen hatte. Das Besondere daran war, dass sie zu Neujahr dazu aufgerufen hatte und sich immer 2 Teilnehmerinnen gegenseitig bewichtelten. Spätestens am 27.01. sollten sich die Wichteleien auf den Weg zu ihrem Ziel machen, dass die Päckel noch im Januar geöffnet werden können. Jutta (ohne Blog) hat mir mit ihren Wichtelschätzen eine große Freude bereitet und ich ihr, wie sie mir schrieb. Es war eine echt schöne bunte Aktion im allzu oft ziemlich grauen Januar!

Spannung!!! Was mag sich wohl in all den Päckchen verbergen... 


... das Geheimnis ist gelüftet - ich freu mich sehr...


... und möchte Jutta auch von dieser Stelle herzlichen Dank für all die schönen Wichtelgaben sagen, die das Herz einer kreativen Seele höher schlagen lassen. Ich brauche mir nicht mal selber Socken auf die Füße stricken, sondern bekam sie Frei Haus geliefert. Und auf die schwäbische Spezialität "Wibele" bin ich sehr gespannt. Sie erinnern an die Anis-Plätzchen, die ich aus meiner Kindheit kenne. Und Wolle kann man ja nie genug haben, oder? Die Sicherheitsnadel mit dem blau-glitzer-schimmernden Knopf ist so schön...
Ick freu mir! (wie der Berliner oder die Berlinerin sagt😀)
Also ein Happy End für den Januar!!!

Nun hat der Februar begonnen - mich begleitet dieses Kalenderblatt...


Dieses Bild hat durchaus Parallelen zu mir, wenn man mal davon absieht, dass ich kein „Früh“stücker, sondern ein ausgesprochener „Spät“stücker bin, egal ob in der Woche oder am Wochenende und nicht erst seit ich Intervall-Fasten praktiziere. Aber ich löffle gern Müsli und schreibe immer wieder To-do-Listen, die ich mit mehr oder minder großem Erfolg abarbeite.
Heute war es schon mal nix - der heutige Samstag ist mir einfach so durch die Finger geflutscht, ohne dass ich irgendeinen Punkt hätte abhaken können.
Aber es bleibt ja noch der Sonntag, an dem die kreative Energie fließen kann...

Für den Moment wünsche ich Euch einen tollen, entspannten, genussvollen und vielleicht auch kreativen ersten Februar-Sonntag!

Herzlichst,

 Lene 


4 Kommentare:

  1. Liebe Lene,
    vielen Dank für deine guten Wünsche, die ich gleich zurückgebe und auch für deine lieben Worte bei mir.
    Tage, die "durch die Finger flutschen" und dienstlicher Ärger. Wie so oft entdecke ich viele Parallelen bei uns ;o)
    Die Geburtstagsfeier deiner Mama klingt nach einen Lichtpunkt im Januaralltag. Welch ein Geschenk, dass sie trotz aller Einschränkungen mit ihrer Lebenssituation leidlich zufrieden zu sein scheint, oder zumindest positive Aspekte wahrnehmen kann. Das ist etwas, das ich bei meiner Ma vermisse. Für sie gibt es generell nur schwarz oder weiß und alles, was ihn nicht von Beginn an zusagt, lehnt sie für immer kategorisch ab. Ihr und allen um sie herum macht das das Leben schwer. So war sie schon immer und im Alter wird es nun noch extremer.

    Dein Kalenderblatt vermittelt eine wunderbare Ruhe und hat für mich fast etwas Idyllisches. Ich liebe es ja auch, Listen anzulegen, zu planen, in Ideen und Vorstellungen zu schwelgen.
    Schön auch das Fenster im Hintergrund mit der Kargheit des Winters, das den Kontrast zu Wärme und Behaglichkeit im Zimmer deutlich macht.
    Eine ruhige neue Woche dir.
    Herzlicher
    Claudiagruß

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  2. Ach ja, durch die Finger flutschen, das passiert so oft liebe Lene.
    Und immer ärgere ich mich ein wenig drüber.
    Mir ist ein Tag lieber, an dem ich wenigsten ein paar kleine Punkte abhaken kann.
    Heute ist so ein Tag, zack, einiges schon erledigt.
    Die Geburtstagsfeier hört sich doch prima an und ich wünsche Deiner Mama weiterhin ganz viel Freude in ihrem Seniorenstift.
    Dir nun auch einen guten Start in eine freudige Woche,
    lieben Gruß
    Nicole

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  3. Was für ein schöner Januar, liebe Lene!
    besonders freut mich, dass deine Mutter so rege ihren 95. Geburtstag feiern konnte und mit dem Leben im Seniorenheim so zufrieden ist. Leider hört man von so vielen älteren, die sich vor dem Heimaufenthalt fürchten und liebe zu hause in der altbekannten Umgebung darauf warten, dass sie besucht werden...
    Besuch vom Enkelkind ist ja was ganz besondere und ein besonderer Genuss...das kenne ich bis jetzt nur vom Hörensagen...aber bald ist es auch bei uns soweit¨ich werde berichten!

    Liebe Grüsse
    Augusta

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  4. Hallo Lene,
    oh, solch Arbeitsmomente kenne ich noch und die sind total ärgerlich wenn man sie mit heim nimmt.
    Wunderschön dagegen ist der Geburtstag Deiner Mama, so schön, dass du sie noch haben darfst und sie sich gut aufgehoben fühlt.
    Und der Besuch vom Enkelkind ist natürlich auch super, wenn er schon so weit weg wohnt will man ja jeden Moment auskosten, da freu' ich mich mit Dir. Kleine Menschlein beobachten ist einfach etwas schönes.
    Bin gespannt wie Dir die Wibele schmecken.
    Liebe Grüße
    Manu

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