Und wieder ist es Freitag und mich hat ein Buch durch die Woche begleitet.
"Die Stauffenbergs"
von Charlotte Roth
Das sagt der Klappentext:
"Wenn dies also wirklich eine Geschichte wäre, dachte sie, dann hätte das alles eine Bedeutung,
die wir erst begreifen, wenn die Geschichte fertig erzählt ist."
Sie ist die Tochter des fränkischen Generalkonsuls und einer baltischen Freifrau. Er der jüngste Spross eines schwäbischen Adelsgeschlechts mit einer vielversprechenden militärischen Karriere.
Als Nina und Claus von Stauffenberg sich kennenlernen, sind sie verliebte junge Menschen
auf dem Weg in ein märchenhaftes Leben.
Doch der Lauf der Geschichte entschied es anders:
Aus der Mutterkreuzträgerin und dem Wehrmachtsoffizier wurden Regimegegner und Verschwörer.
Das Schlimmste für ihn: Deutschlands Zusammenbruch. Für sie: der Verlust ihres geliebten Mannes.
Sie ließ ihm aber die Freiheit, zu tun, was er tun musste. Das bedeutete, dass sie ihn nach dem 20. Juli nie wiedersah und alles verlor...
Wie sagt es die Autorin im Vorwort: "Es ist keine Biografie, sondern ein Roman!"
Und meine Gedanken...
Es beginnt wie ein Liebesroman und diese Liebe verliert sich nicht, auch in den dunkelsten Momenten ihrer Zeit nicht. Nina Freiin von Lerchenfeld lernt ihren Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit 16 Jahren kennen und verliebt sich sofort in ihn. Und Claus weiß im ersten Augenblick, dass sie die Mutter seiner Kinder wird. Es ist eine so liebevolle und glückliche Beziehung. Und auch nach Kriegsbeginn, in dem ihnen immer nur wenige Momente der Zweisamkeit oder Familienzeit bleiben, spürt man, dass diese beiden Menschen füreinander geschaffen sind.
Natürlich gibt es immer wieder auch beklemmende Passagen, nicht zuletzt die Verwundung von Claus - er verliert die rechte Hand, 2 Finger der linken Hand und das linke Auge. Er zieht die Augenklappe den Glasaugen vor, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Mit denen spielt er lieber mit seinen 4 Kindern (Berthold, Heimaran, Franz Rudolf und Valerie) Murmeln spielt.
Und dann kommt der Moment, in dem er tut, was er meint, tun zu müssen... und scheitert. Wir alle wissen, worum es geht. Noch am gleichen Abend wird er und andere am Attentat Beteiligte im Hof des Bendlerblocks erschossen.
Nina und Claus sehen sich nie wieder und obwohl sie und seine Mutter in Sippenhaft ins KZ Ravensbrück kommen, steht sie zu ihm und bringt ihr 5. Kind während der Haft zur Welt!
Eine einzigartige Geschichte einer großen Liebe!!!
Nina hat nie wieder geheiratet und ist im April 2006 verstorben.
Herzlichst, Lene

Eine tragische Geschichte, die leider kein Happy End hat.
AntwortenLöschenLiebe Lene, wie es wohl gewesen wäre, wenn Stauffenberg seinen Plan perfekt durchgezogen hätte? Wir werden es nie erfahren.
Danke für die Vorstellung und viel Spaß beim Buch von Claire Winter, lieben Gruß
Nicole
Hallo Lene ,
AntwortenLöschenDanke für die Buchvorstellung, ja was wäre wenn...
https://www.welt.de/kultur/history/article12551636/Wenn-1944-das-Hitler-Attentat-geglueckt-waere.html
Wir wissen es nicht, es kam wie es kam.
Ich habe das Buch von der Tochter Stauffenberg mit großem Interesse gelesen, und kann es nur empfehlen.
https://www.piper.de/autoren/konstanze-von-schulthess-2148
Das Buch konnte so nur geschrieben werden, weil die Mutter Aufzeichnungen gemacht hat... Vieles erinnert mich an meine eigene Familiengeschichte.
Kompliziert wird es wenn die Geschichte als "Gefühlserbe" an die nächsten Generationen weitergegeben werden.
Das ist ein "Weites Feld".
Ich wünsche dir ein schönes Pfingstfest, liebe Grüße von Conny