Meine Woche war im Rückblick vor allem Büro-Arbeit und erneuter BVG-Streik. Und am Dienstag-Nachmittag - direkt also vor Streik-Beginn am Mittwoch - kam tatsächlich noch eine Kontrolleurin durch die Tram. Da konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, ob sie „nicht morgen wiederkommen möchte, dann hätte sie weniger zu tun“🥸 Sie fand es nicht so witzig. Offensichtlich ist sie kein Gewerkschafts-Mitglied, denn sie meinte, sie müsse 2 Tage Urlaub nehmen. Dennoch hielt sich mein Mitleid in Grenzen, weil ich ja täglich auch meine Studien treiben kann über das Verhalten der Fahrer, wenn sie schon hier, wo die Linie beginnt einfach nicht losfahren und ihre Fahrgäste ratlos stehen lassen oder wenn sie bestenfalls später losfahren, so dass ich (und ganz sicher nicht nur ich) meinen Anschluss verpasse oder sie fahren im Schneckentempo… Und wenn man sie anspricht, bekommt man die merkwürdigsten Antworten, die in jedem Fall nicht im Sinne des Fahrgastes ausfallen.
Aber genug davon!
Um von der Woche abzuschalten und alle Ärgernisse hinter uns zu lassen, haben wir uns gestern spontan auf den Weg gemacht und landeten - siehe Titel - „auf Kaisers Spuren“, nämlich seinen…
Kaiser Wilhelm II, der Reisekaiser, der gern die modernen Verkehrsmittel wie Zug und Dampfschiff nutzte. Er kam aus Berlin hierher nach Joachimsthal mit dem Zug und dann ging es mit Kutschen weiter in sein Jagdrevier Hubertusstock.
Er ist auch derjenige, der den Norwegen-/Fjord-Tourismus erfand, weil er unzählige Male während seiner 30-jährigen Regentschaft mit dem Dampfschiff in den Hohen Norden reiste. Deshalb setzte man ihm in Ålesund unterhalb der Anhöhe Aksla sogar ein Denkmal.
Soweit sind wir gestern natürlich nicht gereist, sondern erst einmal nur bis zum Kaiserbahnhof Joachimsthal
- der Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung auf dem Kaiserrundweg
mit einem Abstecher an den Werbellin-See. Leider war uns die Sonne keine Begleiterin, deshalb lag der See ziemlich unscheinbar vor uns. Aber wir haben uns dennoch einen Moment Zeit genommen, um dem vielstimmigen Vogel-Gezwitscher zu lauschen…
Der See ist glasklar und ca. 60m tief - ich liebe es, dem Plätschern eines Sees zuzusehen und -zu hören. Es soll auch ein bewährtes Mittel sein, Stress abzubauen und zu innerer Ruhe zu gelangen.
Der See zieht sich über einige Kilometer durch die Landschaft - der Rundweg ist knapp 23km lang.
Das Ufer ist naturbelassen mit altem Baumbestand und bietet viele Möglichkeiten zu baden.
Und hier gabs sogar eine rührende Überraschung… wie lange das Entlein wohl schon in diesem Baumstamm Zuflucht findet?
Einst gab es am Rand des Kaiserrundweges noch einen Wasserfall…
Heute ist er leider versiegt und die Anlage liegt sicher nicht erst seit Kurzem auf dem Trockenen
Für einen spontanen Nachmittagsausflug hatte der Kaiserrundweg mit dem Abstecher an den Seeufer-Weg genau die richtige Länge und man hätte auch noch in das Gasthaus direkt am Kaiserbahnhof einkehren können. Aber das heben wir uns für einen der nächsten Spaziergänge auf. Denn wir kommen sicher wieder, weil wir die Kombination von Wald & See zum wandern lieben.
Ich bin ehrlich, ich sehne das Osterfest mit dem längeren Wochenende sehr herbei - die Auszeit im Ferienhäuschen wird uns gut tun und natürlich freuen wir uns auch auf den Besuch bei den Kindern 😄 auf dem Rückweg.
Einstweilen überbrücke ich die Zeit noch mit dieser & jener Werkelei. Dazu in Kürze mehr.
Ich wünsche Euch eine schöne Woche mit recht vielen Frühlings-Momenten -
herzlichst, Lene









Ihr habt schon wieder eine Auszeit vor Euch?
AntwortenLöschenLiebe Lene, da wünsche ich ganz viel Freude.
Und so lange spazierst Du halt um den See, denn da sieht es ja richtig schön aus.
Komm morgen gut in die Woche, lieben Gruß
Nicole
Ja, die BVG ein Dauerthema. Schon vier mal Streik. Hoffentlich bleibt es dabei. Danke fürs Mitnehmen auf den Ausflug. Die Gegend um Joachimsthal ist landschaftlich sehr reizvoll. Eine schöne Anregung.
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