Sonntag, 13. Januar 2019

Am Beginn...

... eines neuen Jahres macht sich wohl ein jeder so seine Gedanken. Auch bei mir ist es nicht anders. Inzwischen ist das Jahr zwar nicht mehr ganz so frisch, aber der Alltag ließ sich leider nicht länger aufschieben. Dennoch ist es mir gelungen, nicht gleich wieder in die berufliche Stressfalle zu tappen. Stattdessen hab ich die innere Ruhe zum Lesen und Schmökern genutzt und bin dabei auch auf eine sehr sympathische Aussage von Astrid Lindgren (das Filmerlebnis klingt noch immer nach) gestoßen:

"Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen."

Genau das will ich mir zu Herzen nehmen - das soll mein "Rezept" für 2019 sein. Nicht ständig irgendwas (Nützliches) tun müssen, sondern wirklich mal "die Seele baumeln lassen", die Hände in den Schoß legen, schauen und hören was so passiert, wenn eigentlich gar nix passiert...

Auf der anderen Seite aber hab ich u.a. den Wunsch an mich, dass mein Blögchen wieder "lebendiger" wird und da kam mir zunächst (irgendwie ganz spontan?) die Idee, den 13ten eines jeden Monats zum 🍀 "Glückstag" 🍀 zu ernennen. Vielerorts hat diese Zahl ja einen negativen Ruf und es wird vermieden, sie überhaupt zu erwähnen. Sie gilt allgemein sogar als Unglückszahl. Ich werde hier auch keinen Aberglauben aus der Welt räumen können. Aber warum der viel gemiedenen Zahl nicht mal Raum geben und etwas Gutes tun? 

Zum Auftakt gibt es eine kleine, nette Geschichte vom Glück...

Das Glück im Augenblick
Autorin Elke Bräunling aus ihrer Geschichtensammlung

"Alles Gute zum neuen Jahr", sagte das Kind zu dem alten Mann, der neben der Bäckerei auf der Bank saß, "und viel Glück."
Es sagte dies zu jedem, den es heute traf, denn es war Silvester und es wollte höflich sein. Wer höflich ist, erfreut die Menschen, hatte die Großmutter es gelehrt. Und eine Freude bereiten, machte Freude. War es denn nicht schön, ein Jahr damit zu beenden, dass man sich freute?
Das mit der Höflichkeit übte das Kind noch. Dies war nämlich keine einfache Sache und nur wenige Menschen schienen es gelernt zu haben. Oder sie hatten es vergessen. Sehr glücklich sahen sie nämlich nicht aus an diesem Silvestertag. Sie waren auch nicht sehr höflich und es sah aus, als hätten sie ihre Freude vergessen. Oder verloren. Die wenigsten hörten dem Kind zu, noch weniger antworteten ihm.
"Glück?", fragte nun auch der alte Mann, der auf der Bank saß und fror. Er war der einzige, der antwortete. "Was ist Glück? Und warum soll ich es gerade heute haben?" "Weil es der letzte Tag in diesem Jahr ist", antwortete das Kind.
Der Mann nickte. "Das Alte ist zu alt, das Junge noch zu jung", murmelte er. "Und wir sitzen zwischendrin."
"Stimmt." Das Kind nickte. "So hat das meine Mama heute beim Frühstück auch gesagt. Ich habe es aber nicht verstanden."
"Es ist ganz einfach." Der Alte lächelte nun. "Schließe für einen Moment die Augen und fühle! Wie geht es Dir damit? Denke nur an diesen Augenblick! Nicht an gestern, nicht an morgen, nicht an vorhin und nicht an nachher."
Das Kind überlegte und fühlte. "Ganz gut geht es mir damit", antwortete es dann. "Nein, gut. Es geht mit in diesem Augenblick gut."
"Dann wäre dies für diesen Moment so etwas wie Glück?"
Das Kind nickte. "Mit dir reden und über das Glück nachzudenken, fühlt sich gerade sehr gut an."
Der alte Mann nickte. "Das Glück verbirgt sich oft im Jetzt. Es fühlt sich wenig wohl im Gestern und vom Morgen will es gerade noch nichts wissen."
Darüber musste das Kind nachdenken. "Und wenn man diesen Moment mit ins neue Jahr nimmt", sagte es dann, "wird das Glück auch dort zu finden sein. Denn nach jedem Augenblick kommt ein neuer und wieder ein neuer und wieder einer. Ist ganz einfach. Stimmt's?" 
"Stimmt. Das Leben besteht aus Augenblicken, und jeder von ihnen ist anders. Manchmal sehr viel anders, meist ein klitzekleines Bisschen nur. Vergiss das nicht, besonders in Momenten, in denen du dich besonders glücklich oder unglücklich fühlst. Es macht es leichter."
Das Kind nickte. So hatte es die Sache mit dem Glück🍀 noch nicht betrachtet."
"Es klingt einfach", sagte es und schloss die Augen, um den Moment zu fühlen. Als es sie wieder öffnete, war der alte Mann verschwunden, als hätte er sich in Luft aufgelöst. Oder als wäre er nie da gewesen.

Ich finde diese Geschichte so wunderbar passend - zum einen zu meinem Schlüsselsatz für 2019. Wenn ich dann "...einfach mal so dasitze..." kann ich sehr gut auch mal die Augen schließen und dem Augenblick nachfühlen... und zum anderen natürlich auch zum Thema Glück, dass auch in den winzig kleinen Dingen oder Momenten liegen kann.

Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unvergütete Werbung wegen Namensnennung und Verlinkung!!!!



Ich wünsche uns allen recht viele Gelegenheiten, einfach mal so dasitzen zu können und dem kleinen 🍀 im Augenblick nachspüren zu können. 

In diesem Sinne...

lasst es Euch gut gehen 

&

seid herzlichst gegrüßt von

❤ Lene ❤

2 Kommentare:

  1. Liebe Lene, was für eine schöne Geschichte, sie erzählt uns von Glücksmomenten. Wenn man, wie du dir für 2019 wünscht, mehr Momente der Achtsamkeit zu haben, werden sich diese Momente sicher zu hauf einstellen!

    Liebe Grüsse
    Augusta

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  2. Liebe Lene,
    die Geschichte hat mich sehr berüht und sie hat so viel Wahres. Wir verschwenden so viel Zeit mit Gedanken an die Zukunft wie Urlaub, Wochenenden usw. und vergessen dabei oft, dass HEUTE auch Lebenszeit ist.
    Danke für diese schöne Geschichte.
    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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