Dienstag, 23. September 2014

Warum nicht mal zum Vänern

In diesem Jahr war uns eigentlich am Allerwichtigsten, die Stille in der schwedischen Natur zu genießen und einfach die Seele baumeln zu lassen. Die Wochen zuvor hatten es doch ziemlich in sich. Und da wir das gleiche Häuschen wie im letzten Jahr zum Ziel hatten, wussten wir auch was uns erwartet und dass wir die Ruhe finden würden, die wir such(t)en, nämlich hier...



... und hier


Aber neben der Seele wollen hin und wieder ja auch Leib und Magen mal ihren Teil bekommen. Und wenn ohnehin eine Strecke von mehr als 20 km zum nächsten Laden zurückgelegt werden muss, kann man wunderbar gleich einen Ausflug damit verbinden. 


Und so führte uns ein Weg diesmal eben nach Åmål – einem Hafenstädchen am Westufer des Vänern-Sees. Allerdings bekamen wir auf dieser Fahrt auch ganz deutlich spür- oder besser

riechbar eine Seite des Alltags in Schweden mit, denn wir durchquerten den Ort Billingfors mit seiner Papierfabrik, deren Begleiterscheinung ein furchtbarer Gestank ist. Innerhalb von Minuten verspürten wir ein Kratzen im Hals und Hustenreiz. Den Menschen auf der Straße hat man nichts angemerkt, für sie gehört es sicher dazu. Wer weiß, wie lange es diese Fabrik dort schon gibt und möglicherweise ist es der Arbeitgeber dieser Region, der den Menschen den Lebensunterhalt sichert? Aber dennoch bleibt die „Abluft“ sehr unangenehm, sicher nicht nur für uns Durch-reisende.


Viel gibt es über Åmål nicht zu berichten: es wurde 1640 gegründet und der wirtschaftliche Aufschwung erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Anschluss an die Vänernbahnlinie. Durch einen Brand im Jahr 1901 wurde Åmål leider weitgehend zerstört. Lediglich der Stadtteil Plantaget am Ostufer des Flüsschens „Åmålsån“, dessen Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert stammen, blieb erhalten.
Wir haben unmittelbar am Hafen geparkt und sind von dort aus gelaufen...

erster Blick in die Stadt vom Hafen aus...




... dies ist nur die nordwestliche Bucht des großen Vänern, der eigentliche See beginnt erst dort hinten, zwischen den beiden Schweden-Fahnen-Masten...


... wenn man vom Hafen aus ein Stück durch den Park und am idyllischen Strandcafé vorbei spaziert ...







... kommt man zu einem Hügel, der mit natürlichen Rasenflächen und Bänken zum Verweilen einlädt und einen wunderbaren Blick über die Stadt und den See bietet. 






... auf der anderen Seite führt eine steile Treppe hinunter in die Stadt und zu dem Stück Altstadt rundum den Åmålsån







... und auf dem Weg zurück bin ich dann doch erwischt worden - ich konnte einfach nicht widerstehen :-))) 



 hej då Åmål



Inzwischen herbstelt es hier doch etwas mehr - um so schöner, dass wir die sonnigen Tage genutzt haben. Jetzt genießen wir noch einige Tage die Spaziergänge an "unserem" See (siehe oben) und die Stunden am gemütlichen Kamin mit unseren Schmökern (und für mich natürlich stricken und häkeln)

Ich wünsche Euch allen einen schönen Herbstbeginn
und grüße ganz herzlich aus dem Norden
Marlene






















Sonntag, 21. September 2014

7 Tage - 7 Bilder

Nach einer Idee von Frau Frische Brise!!! 
Wir befinden uns gerade in einem wunderbar entspannten Urlaub in der schwedischen Idylle und genießen die Stille sehr, die in Berlin so ja überhaupt nicht möglich ist. Um so mehr tanken wir hier jeden Augenblick dieser beschaulichen Stimmung auf, wie z. B. diese
kleinen "Begegnungen am Wegesrand"

Ein kleines Stück Sommer - Lupinenblüten


alles fließt...


Kennt jemand den Namen dieser Schafe mit ihren gedrehten Hörnern?
Sie trennen sich scheinbar nie - wir haben sie bisher nur eng beieinander gekuschelt gesehen.
P.S. Dank Anja wissen wir inzwischen, dass es Zackelschafe sind, die aus Ungarn stammen - sie gehören zu einer geschützten Rasse, die 1903 schon vom Aussterben bedroht war.


Herr oder Frau Kröterich beim Sonnenbad - vöööllig ungestört.


Lila Glöckchen - wunderschön!!!


Pilze, wohin man schaut.


Diese beiden sahen zunächst aus wie lebensechte Skulpturen, bis er (oder sie?) den Schnabel öffnete


Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag! 
Hier ist heute mal Regentag, den wir im kuscheligen Häuschen mit Blick auf den See und in unsere Schmöker genießen werden. 

Herzlichst Marlene

Freitag, 12. September 2014

Heute abend ...


... geht's endlich los!!! So lange haben wir darauf gewartet und uns (vor)gefreut und nun ist es tatsächlich soweit. 2 Wochen fernab des Alltags, stattdessen hier




... zur Ruhe kommen, Seele baumeln lassen und Energie tanken,
zwischendurch ausfliegen, Neues sehen - einfach genießen.
Es ist das gleiche Ziel wie im vergangenen Jahr, einfach weil's so schön war.

Jetzt wünsche ich Euch allen
einen wunderschönen September mit vielen sonnigen "goldenen" Momenten!
Seid ganz herzlich gegrüßt
von
Marlene

Montag, 14. Juli 2014

Die Ampel...

... springt von Grün auf Rot!!! Das ist im Straßenverkehr meist blöd, weil man nicht vorwärts kommt, aber bei TOMATEN...



... ist es wunderbar!!!
4 Pflanzen erfreuen sich auf unserem Balkon bester Gesundheit und danken unsere liebevolle Pflege mit derzeit 70 mehr oder weniger großen und mehr oder weniger sich rötlich färbenden Früchtchen. Das ist eine herrliche Sommerfreude!!!

Ich wünsche auch Euch die vielfältigsten Sommer-Freuden - im Garten, in der Natur, auf Reisen oder einfach im Alltag - 

Seid herzlichst gegrüßt von Marlene

Dienstag, 1. Juli 2014

Wenn ich könnte...

... wie ich wollte, würde ich gern bei Euch kommentieren wollen. Aber leider will es mir seit einigen Tagen nicht mehr gelingen, sie zu veröffentlichen und ich finde nicht die Ursache für dieses Problem. Und wenn ich ehrlich bin fehlt mir einfach die Zeit und Lust, stundenlang danach zu forschen.

Deshalb bleibt mir an dieser Stelle nur, Euch um Verständnis (für mein Schweigen) zu bitten.

Seid ganz herzlich gegrüßt von (der ziemlich ratlosen) Marlene 

Montag, 30. Juni 2014

Und schon...

... geht meine kleine Auszeit schon wieder zu Ende. Nach recht stressigen Wochen durfte ich seit 23. Juni einige Urlaubstage genießen. Und das tat sooo gut. Begonnen hat es mit einer kleinen Reise nach Wismar aus Anlass unserer Perlenhochzeit. Wir waren noch nie dort und da wir ohnehin am allerliebsten in den Norden fahren... Hier in Berlin sind wir vormittags bei trübem Wetter gestartet und je weiter nördlich wir kamen, um so herrlicher, sommerlicher wurde es. Deshalb haben wir die Autobahn auch schon früher verlassen als es die nette Dame aus dem Navi vorschlug und sind lieber "über Land" gefahren.
Nachdem wir unser kleines Gepäck im Hotelzimmer abgestellt hatten, zog es uns sofort in Richtung Hafen...

zunächst über den Marktplatz - geradezu unser Hotel "Reuterhaus" in hellem Gelb


vorbei an mehreren Eiscafés
(man beachte die Möwen)

dies ist übrigens das Karstadt Stammhaus- hier gründete Rudolph Karstadt am 14. Mai 1881 sein erstes Geschäft unter dem Namen Tuch-, Manufactur- und Confectionshaus Karstadt" 


solche originellen Balkons oder Dachgärten kann man immer wieder entdecken


dieses aufgestaute Flüßchen heißt "Grube" - sie unterteilt sich in verschiedene Abschnitte, die Mühlengrube, frische Grube und runde Grube. An dieser Stelle ist es die "frische" Grube


... mit dem sogenannten Gewölbe - diesem rot-weißen Fachwerkbau, in dem die Vorsteher des Ratskellers, die "Weinherren" im 17. und 18. Jahrhundert, die im Hafen angelieferten Weine auf ihre Qualität prüften





am Hafen angekommen




... gibt es an diesen kleinen Kuttern Räucherfisch und Fischbrötchen satt und soo lecker!!!!


an den Wellen kann man erkennen, dass doch auch eine steife Brise wehte


Blick zur Stadt


Das Haus hier links mit der weiß umrahmten Eingangstür ist das "Baumhaus" - ich bin ganz ehrlich, ich hatte das Bild von einem Holzhäuschen in einer Baumkrone vor Augen, als ich den Hinweis im Stadtplan las.
Es wurde im 18. Jahrhundert errichtet und seinem Namen verdankt es einem Langholz (dem "Baum"), dass an dieser Stelle bei Nacht und bei Gefahr für die Absperrung des alten Hafens genutzt wurde.


Wunderschön finde ich auch die vielen Rosenstöcke, eng an die Häuser geschmiegt und überhaupt die vielen lauschigen Ecken




Nun stehen wir vor St. Georgen - heute eine Veranstaltungskirche mit einer Aussichtsplattform auf dem Turm


gern hätten wir die Wendeltreppe (hinten rechts) genommen, aber die war leider gesperrt und so ging es mit dem gläsernen Fahrstuhl auf- und abwärts


um diese Blicke über die Stadt und hin zur Ostsee zu genießen




Und zwischendurch ein Motiv ganz anderer Art. Aber nicht, dass Ihr etwa denkt, sie hätte uns angefaucht. Sowas tut doch eine wohlerzogene Mieze nie nicht - sie hatte sich nur mal schnell ein Nickerchen gegönnt und musst mal kurz gähnen, bevor sie wieder perfekte Figur machen konnte.



Und mit einem Spaziergang durch den Lindengarten in der Abendsonne endet unser kleiner Rundgang durch die schöne Stadt Wismar, die uns wirklich sehr gefällt. 



Hier könnten wir es uns durchaus vorstellen, zu leben.


Tja, also vor 30 Jahren hatten wir an unserem Hochzeitstag sicher ebenso viel Wind, aber wir mussten leider auf den Sonnenschein verzichten. Um so mehr haben wir uns die Sonne und die Liebe im Herzen bewahrt.

Auch über diese kleine Reise hinaus habe ich die freien Tage sehr genossen, u.a. waren wir auf der Obst-Plantage, um Erdbeeren und schwarze Johannisbeeren zu pflücken. Die haben sich inzwischen schon in Konfitüre verwandelt und ... ein Likörchen reift auch heran :-)))

Morgen hat mich dann der Alltag wieder, aber ich denke, ich kann ihm mit frischer Energie begegnen.
Und vielleicht hab ich sogar meine Bloggade überwunden. Wir werden sehen!

Ich wünsche Euch allen eine sonnige Woche -
Seid herzlichst gegrüßt von Marlene