Sonntag, 25. August 2013

Einmal Ostsee bitte! und noch dies und das

Ja, mein Vater - demnächst 96 Jahre "jung" und leider schon recht gezeichnet von der Demenz, hatte sich gewünscht, noch einmal sein geliebtes Seebad Ahlbeck (Insel Usedom) zu besuchen.
Das Wetter und auch die gesundheitliche Verfassung meines Vaters haben es recht gut mit uns gemeint und den Aufenthalt doch zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Ich muss ja gestehen, dass wir einigen Respekt vor der Betreuungs-Aufgabe hatten. Doch er hat es uns recht leicht gemacht - so konnten auch wir die Zeit durchaus genießen.

Hier der Klassiker, die "Seebrücke Ahlbeck", auch bekannt aus Loriots Film "Pappa ante Portas". Bei den Dreharbeiten 1991 gab es den hinteren Steg ins Wasser allerdings noch nicht bzw. noch nicht wieder. Heute legen dort mehrmals täglich Ausflugsschiffe an, die entweder ins polnische Swinemünde oder zu den anderen Kaiserbädern Heringsdorf und Bansin fahren.


Der Himmel zeigte sich mal so...



... oder auch so



Beides hat durchaus seinen Reiz, wenn man gemütlich im Strandkorb sitzt und die Blitze nicht gerade direkt über einem zucken.

Auch den Blick vom Aussichtsturm der Ostsee-Therme haben wir uns nicht entgehen lassen. Man kann ihn übrigens auch mit einem Fahrstuhl "erklimmen". 



Und nach einer gemütlichen Kutschfahrt durch Ahlbeck und das grüne Hinterland hat sich mein Vater noch persönlich bei den Pferdchen bedankt.


Auch wenn dieser Ausflug an den Ort seiner Sehnsucht leider nicht viele Erinnerungen ihn ihm wecken konnte, hat er es sehr genossen. Das konnte man spüren in ganz vielen "Augenblicken".

Und mit diesem Blick aufs Meer haben wir uns verabschiedet.


Inzwischen habe ich die erste Arbeitswoche bereits wieder geschafft und spüre wie die Vorfreude auf unseren "richtigen" Urlaub steigt. Nur noch 3 Wochen und dann geht's mit der Fähre von Rostock nach Schweden. Ich muss allerdings noch bis wenige Stunden vor der Abfahrt arbeiten, dass ließ sich diesmal nicht anders einrichten.
Außerdem war ich das erste Mal am späten Abend gegen 23 Uhr in einer Klinik, um jemanden nach einer OP abzuholen. Wahrscheinlich haben die Schwestern innerlich ziemlich geschmunzelt, als ich fragte, ob ich da überhaupt noch reinkomme? Bis auf die Pförtnerin und eine Nachtschwester war auch niemand zu sehen und ein klein bißchen fühlte es sich wie Flucht an. 
Und noch eine Entdeckung durfte ich in dieser Woche machen, ich habe ein ganz verlockendes Wollgeschäft entdeckt - es heißt "Wollrausch" und in den kann man echt verfallen, wenn man erst einmal zwischen all den gut gefüllten Regalen steht. Ich hab aber klein angefangen mit ein paar Knäuel Merino-Sockenwolle. Die Saison beginnt! und mir hat es schon in den Fingern gekitzelt.
Unsere Tomatenpflanzen tragen noch immer viele Früchte und damit sie auch ein bißchen verwöhnt werden,
haben sie nochmal frische Erde bekommen. Wir haben dafür ganz besondere "Äppel" auf den umliegenden Reitwegen gesammelt. Und man merkt den Pflanzen an, wie gut es ihnen tut. Jedem das Seine!!!
Nun wünsche ich Euch allen einen ganz schönen, sonnigen, bunten, fröhlichen, kreativen und gesunden August-Ausklang - lasst es Euch gut gehen und

seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene

Sonntag, 4. August 2013

Es ist Sommer und ...

... ich habe doch tatsächlich etwas gewonnen, etwas wunderschönes Blaues - ein Saftservice bei Roswitha


Ich freu mich sehr, dass ich das Glück hatte und danke Dir, liebe Roswitha, ganz herzlich für diese tolle Verlosung!!!

Ansonsten war es natürlich auch hier in Berlin sehr sonnig und warm, so wie ein Sommer halt sein soll. Von mir aus hätte er es nicht ganz so gut meinen müssen mit den Temperaturen, aber ein "richtiger" Sommer macht schließlich auch Vorfreude auf Herbst und Winter.

Ich hatte in den letzten Wochen absolut keine Lust auf Stricken, deshalb bin ich auch überhaupt noch nicht
mit dem Projekt von Lunacys origineller Aktion "6 aus'm Stash" zu Potte gekommen. Über das Foto zum Inhalt des Juli/August-Tütchens (inmitten der Balkonblüten) bin ich bis heute leider nicht hinausgekommen.


Aber das wird sich ändern - schließlich liegt fast der gesamte August noch vor uns. Und da wird es sicher
noch so manche stille Abendstunde zum Stricken geben. Am liebsten wäre mir ein leichtes Tuch.

Dank der sommerlichen Temperaturen gedeihen unsere Tomaten ganz wunderbar - im Moment ernten wir eigentlich täglich einige rote Früchtchen - dieses (Beweis:-))Foto ist allerdings noch vom Zeitpunkt vor der ersten Ernte

Als Nächstes steht jetzt aber erst einmal die Reise(begleitung und -betreuung) meines Vaters ins Kaiserbad Ahlbeck (Insel Usedom) für uns auf dem Programm. Sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Wochen zwar leider etwas verschlechtert, aber die Reisepläne sind ihm trotz oder gerade in seiner Demenz sehr präsent. Am kommenden Samstag geht's los! Vielleicht erwacht dort sogar die eine oder andere Erinnerung bei ihm - schließlich ist es seit nunmehr 90 Jahren eigentlich sein liebstes Reiseziel, seit seine Tante ihn und seine Schwester in den Sommerferien immer dorthin eingeladen hat. Wir werden sehen!

Nun wünsche ich Euch allen - auch meinen beiden neuen Leserinnen Roswitha und Nula - einen schönen, entspannten und/oder unternehmungslustigen Sonntag und eine weitere sommerliche Woche!
Bis zum Wiederlesen - 
Seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene

Sonntag, 21. Juli 2013

Wunderschön ist es, unterwegs zu sein

Wieder ist hier eine lange Sendepause entstanden, die so nicht beabsichtigt war. Neben den familiären und gesundheitlichen Problemen und dem beruflichen Stress gibt es aber auch immer schöne Dinge im Leben und von denen möchte ich hier berichten, so von unserem gestrigen Ausflug:
uns führte der Weg nämlich wieder gen Norden – die Burg Klempenowwar unser Ziel. Schon oft haben wir sie auf unseren Touren am Wegesrand gesehen, aber bisher nie besucht. Das wollten wir endlich nachholen und dieser Sommertag war wie geschaffen dafür. Und weil es uns nicht allein um's Ankommen, sondern auch um das Unterwegs sein ging, sind wir bis auf ganz wenige Kilometer aus der Stadt heraus auf den Landstraßen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns geblieben. Teilweise wurde bereits das Korn geerntet, es duftet nach frischem Heu, die Sonnenblumen(felder) leuchteten mit der Sonne um die Wette, am Himmel kein Wölkchen und dann auf den Alleen mit ihrem Spiel von Licht und Schatten ganz gemütlich dahingleiten. Das ist doch schon ein Vergnügen an sich. Und am Ziel wartete die Burg derer von Heydebreck auf seine Besucher wie schon seit langer, langer Zeit, nur dass sie sich leider nicht mehr selbst um die Erhaltung kümmern können. Stattdessen hat sich heute ein Verein der Erhaltung der Burganlage angenommen: 

der erste Blick von der Straße mit Kirche und Laden...


... in dem inzwischen eine Künstlerin selbstgemachte Marmeladen, Pestos, Keramik, Seife und vieles andere  mehr anbietet...


... wenn Ihr denkt, Ihr guckt schief, kann ich Euch beruhigen. Das Kirchlein hat leider Schlagseite, so ähnlich wie der berühmte Turm in Pisa. 


Direkt gegenüber der Eingang zur Burg...


... die ein kleines Cafe und eine Galerie für zeitgenössische Kunst beherbergt...


... eine Seite des Burghofes - die andere wollten wir nicht im Foto festhalten, weil sich dort die Gäste des Cafes niedergelassen hatten...



Die Galerie im Innenraum - moderne Kunst, die mich nicht wirklich angesprochen hat...


... der Aufstieg zum Turm...





... das Kaminzimmer mit Abtritt...


Kamin noch im Betrieb, Abtritt???


... und weiter gehts...


... bis ins Turmzimmer und...



... dann sind wir oben...


... und dürfen den Blick ins Tollense-Tal genießen...



... beim Abstieg entdecken wir noch, dass auch "Karel Kowall aus Litschin im Oderbruch" (wenn ich es richtig gelesen habe) schon mal hier war...


... auch hinter der Burg gibts was zu entdecken - der Burggarten lädt zum Verweilen ein...







... nur noch einen Moment an Wasser der Tollense, Fische beobachten, dann kommen wir zurück und machen Picknick...




... weil man dieses Plätzchen mit der einladenden Bank unter'm Apfelbaum einfach genießen muss...



Der Abschied ist uns echt schwer gefallen und weil wir noch gar nicht gleich zurückfahren wollten, sind wir anschließend noch dahin gefahren, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, nämlich zur Burgruine Landskron

Zu diesen Bildern gibt es eigentlich gar nicht viel zu sagen, die Magie des alten Gemäuers, die verwunschenen Ecken und das Spiel aus Licht und Farben regen einfach die Phantasie an.




















Da fällt nach einem so schönen erlebnisreichen Tag die Rückkehr in die Stadt nicht ganz so leicht, aber wir hatten ja noch die entspannte Fahrt auf erstaunlich leeren Straßen vor uns (mit Softeis-Päuschen in Hohenlychen) und damit ist der Kontrast etwas gemildert.

Ich wünsche Euch einen weiterhin so sommerlichen Juli - bis zum WiederLesen -

Seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene