Montag, 10. September 2012

Endlich ist er da...

... der lang herbei gesehnte URLAUB!!! Die Wecker dürfen erst am 1. Oktober wieder "Piep" sagen. Wir lassen es gaaanz ruhig angehen - für einige Tage wollen wir Florian in Weimar besuchen - ansonsten einfach mal die Seele baumeln lassen, viiiel lesen, gemeinsam kochen, hier und da Neues entdecken und jeden sommerlichen Moment genießen.

In diesem Sinne wünsche ich auch Euch herrliche Spätsommertage!
Seid herzlichst gegrüßt von Lene

Sonntag, 2. September 2012

Ritter & Froschkönig

Nach dem familiären Programm bei meinen Eltern haben wir die Reise ans andere Ende der Stadt gleich genutzt. Wir waren bei "Kramer, Zunft & Kurtzweyl" auf der Domäne Dahlem. Irgendwie ziehen uns die Mittelaltermärkte immer wieder magisch an. Ich bin ganz ehrlich, ich möchte in dieser Zeit nicht wirklich selbst gelebt haben, dazu sind mir gewisse "moderne" Annehmlichkeiten doch zu lieb. Aber die Atmosphäre, die Kleider"ordnung" und die Sprache (die bei der Gelegenheit von allen Akteuren, auch den Händlern, praktiziert wird) gefallen uns einfach. Kein Vergleich mit neuzeitlichen Rummelplätzen, denen wir so gar nichts abgewinnen können. Abgesehen vielleicht von dem einen oder anderen nostalgischen Weihnachtsmarkt.
Im Gegensatz zu den letzten Märkten bei der Domäne war der Platz diesmal beengter, was besonders am Turnierplatz (zwischen Gewächshaus und Scheune) auffiel.
Die Rittersleut beim Turniere




Sowohl die Ritter als auch die Zuschauer mussten sich doch ziemlich einschränken, was gerade Eltern mit kleineren Kindern bedauert haben
Andererseits ist die Domäne noch immer ein funktionierender Gutshof und ich hatte den Eindruck, dass wieder mehr Flächen bewirtschaftet werden. So findet am letzten Septemberwochenende sogar ein Kartoffel-Erntefest statt, an dem Familien und "andere Menschen" :-) zur gemeinsamen Ernte eingeladen sind.
Gestern hat sich, keine 50 Meter vom Kampf-Spektakel der Ritter entfernt, auf der Weide eine Kuh zum Kalben hingelegt. Und während ein Teil des Publikums die Ritter verfolgte, beobachtete der andere Teil das Naturschauspiel. Leider schien es (mir) irgendwann so, als würde die "werdende Mutter" es leider doch nicht ganz allein schaffen. Die Pflegerinnen telefonierten, vielleicht mit dem Tierarzt, und trennten sie dann mit einem mobilen Zaun von ihren inzwischen recht neugierigen Artgenossen. Ich hoffe, es ist alles gut gegangen und das Kälbchen springt längst ebenso munter herum wie die anderen.


Nachdem wir inmitten des Marktgetümmels...

... mit Alchimst


 ... Losverkäuferin


 ... dem skurrilen Jongleur, dem es wirklich gelingt, sein Publikum zu fesseln...


 ... wie hier - wo er uns ganz schön ge"linkt" hat. Na, wo ist der Ball?


 Der Marktvoigt und der Büttel bei einer kleinen Stärkung...


 ... und der etwas müde Bäcker.


 und hier wird gefachsimpelt.

 
... noch Holzofen-Brot gekauft, einen zünftigen Ritterspieß mit Kraut und Schwarzbier bei Musik von "Varius Coloribus"...



... genossen haben, sind wir mit Bus und Tram heimgekehrt.
Ach nein, beinahe hätte ich es vergessen... ich bin doch tatsächlich dem Froschkönig begegnet und weil ich mich sofort in ihn verliebt hab, musste er ganz einfach mit uns kommen





Und nach unserer Rückkehr aus vergangenen Zeiten möchte ich natürlich auch nicht vergessen, meine neue Leserin Diana herzlich zu begrüßen. Ich freu mich sehr!!!

Eine Woche mit ordentlichem Pensum in der Werkstatt liegt vor mir, von der üblichen Monatsabrechnung über den Tag der offenen Tür bis hin zur Standbetreuung auf dem Sozialtag am kommenden Samstag. Aber dann... winken mir eeeendlich 3 Wochen Urlaub!!! In Kürze mehr darüber - für heute

Seid herzlichst gegrüßt von Marlene

Sonntag, 12. August 2012

Einfach Sommer

In den letzten Wochen hatte ich beruflich wieder einiges zu tun, aber es gab gleichzeitig viele Gelegenheiten, das herrliche Sommerwetter zu genießen. Wir sind dazu übergegangen, die noch relativ langen, hellen Abende für Spaziergänge in der näheren Umgebung zu nutzen. Wir müssen gar nicht weit gehen und finden uns doch schon auf Apfelbaum-gesäumten Feldwegen wieder. Die erste Ernte haben wir bereits eingebracht und daraus ist leckeres Apfelmus bzw. Apfelkonfitüre geworden. Es wird aber auf jeden Fall weitergehen, denn es scheint ein Apfeljahr zu sein - die Zweige biegen sich unter ihrer fruchtigen Last. Davon gibts allerdings keine Bilder, nur die 2 Impressionen vom Wegesrand...


An einem Sonntagnachmittag haben wir ganz spontan das Dörfchen besucht, in dem ich aufgewachsen bin. Leider fiel der geplante Spaziergang regelrecht ins Wasser, da wir völlig unbeschirmt losgezogen sind. Aber bis zur Kastanien-Allee (meinem damaligen Schulweg) sind wir gekommen. Damals war es ein von Traktoren vielbefahrener Wirtschaftsweg, den sich die Natur inzwischen offensichtlich zurück erobert hat. Denn meine damalige Grundschule gibt es nicht mehr - sie bestand aus 3 ziemlich baufälligen Baracken - schon in den 70ern recht abenteuerlich.


 
Das Haus, in dem wir damals wohnten, hat sich ziemlich verändert - wenn mich nicht alles täuscht, gehört es heute Architekten, die manches nach ihren Vorstellungen modernisiert haben. Aber den Zaun von damals gibt es offensichtlich noch - in dem Sommer als wir dort einzogen, hab ich ihn rot-gelb gestrichen und dabei meine Freundin Bille kennengelernt, die mit ihrer Mutter auf der anderen Seite des Hauses wohnte. In diesem August 1977 hat mein Vater auch die Kiefer in unserem Vorgarten gepflanzt, die das Haus inzwischen überragt. Ich hab mich sehr gefreut, dass sie den Bauarbeiten nicht weichen musste.


Am allerschönsten sind aber die Ausflüge in die geliebte Uckermark - neulich haben wir unseren (seit 14 Jahren) treuen fahrbaren Untersatz zur Reparatur dorthin gebracht. Wir wissen ihn dort in besonders guten Händen und gleichzeitig ist es eben immer eine Reise wert.
In dieser Gegend ist die Zeit in verschiedener Hinsicht irgendwann stehengeblieben, dass gilt zum Glück vor allem für die wunderschöne, nahezu unberührte Natur, aber eben auch in Hinsicht auf die Erschließung des öffentlichen Nahverkehrs. So gilt es, ein gutes Stück des Weges immer zu Fuß zurückzulegen. Das stellt jedoch keineswegs eine Zumutung, sondern ein Vergnügen dar. Aber seht doch selbst...

zunächst führt uns der Weg am malerischen "Malerwinkel" am Oberpfuhlsee in Lychen vorbei, an und auf dem sich nicht nur die Enten und Schwäne wohlfühlen








... ein Stück weiter auf der anderen Seite der Hauptstraße kann man den Nesselpfuhl erkennen. Lychen ist quasi umgeben von 6 Seen - eigentlich ist es fast eine Insel. Bei Interesse schaut doch einfach mal hier


 Hier verlassen wir die seenreiche Stadt und sind ganz schnell in "einer anderen Welt" - dieses Kälbchen stellte sich fürs Bild wie ein Profi-Model







 Diese stattliche Pappel ist uralt. Man kann fragen, wen man will, selbst die ältesten Dorfbewohner kennen sie nur so riesengroß - wahrscheinlich ist sie mindestens so alt wie dieses buckelige Straßenpflaster, welches noch jeden Asphaltüberzug überlebt hat.


Und mit dieser kleinen Schönheit vom Wegesrand möchte ich mich für heute von Euch verabschieden




Seid herzlichst gegrüßt von Marlene

Montag, 23. Juli 2012

Ich wollte...

... mich doch endlich mal wieder melden. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir rinnt die Zeit immer viel zu leicht durch die Finger. So ein Vollzeitjob plus 2 Stunden Fahrzeit täglich schlaucht doch schon ziemlich und je nach meiner Tagesform bleibt danach nicht viel Energie übrig. Leider! Aber manchmal schaff ich doch noch was. So hab ich mir schon vor Monaten bei Jana die tolle Filzanleitung für einen Bucheinband bestellt - es sollte ein Geschenk zum 60. Geburtstag meiner Schwester werden. Ein Monat nach dem anderen verging und ich hatte fast sowas wie Lampenfieber - wag ich's oder lass ich's bleiben und besorge einfach was anderes, von Anderen Gemachtes. Meine Schwester liebt eigentlich schön Handgemachtes. Und ich war mir eben gar nicht sicher, ob ich es überhaupt "schön" hinbekomme. So hab ich's geschoben, geschoben und geschoben. Gestern war ihr Geburtstag und ich bin natürlich nicht mit leeren Händen hingegangen. Stattdessen habe ich mir am Freitag, den 13ten!!! freigenommen und mutig losgelegt. Am Sonntagnachmittag um 5 lag es dann tatsächlich so vor mir


Vorderseite

Rückseite

Innenansicht

Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie glücklich ich war (und bin), dass es wirklich geglückt ist und ein bißchen stolz bin ich auch. Ich bin eine Gern-Schenkerin und wenn es dann solche Teilchen sind, die einem selbst das Herz aufgehen lassen... Ich hab mich sogar noch ein wenig ans Sticken gewagt und mit einem Geschenkband Marke Eigenbau (gefaltetes Seidenpapier mit Kam-Snap-Verschluss) "verpackt". Und so hab ich gestern dem Geburtstagskind eine große Freude gemacht. 
  Vorderseite
 - die kleine Spitze rechts oben ist die mit-verpackte Kerze

 Rückseite



- leider hab ich es versäumt, Fotos ohne die "Banderole" zu machen, jetzt fehlt ein bißchen das Gesamtbild - das trübt aber die Freude über das Gelingen nicht

Und weil man mit 60 Jahren auch schon mal einem "geistigen Getränk" zusprechen darf, gab's noch dieses Fläschchen mit dazu...


...und wenn jetzt der Sommer wieder Einzug hält und 4 Wochen Urlaub!!! für die Schwester bevorstehen, lässt sich sicher das eine oder andere Abendstündchen versüßen.

Ansonsten klappern so oft es geht die Nadeln. Ein paar Socken um's andere entsteht, für kleine, für zierliche, für große Füße. Ich hab mich für einen Stand auf einem weihnachtlichen Lichtermarkt angemeldet. Noch weiß ich zwar nicht, ob es klappt, aber ich muss ja vorbereitet sein. Also es tut sich durchaus was bei mir und wenn ich könnte, wie ich wollen würde... dann täte sich auch hier viel mehr tun. Gern und oft besuche ich auch Eure Blogs und möchte Euch auf diesem Wege danken für all die schönen Urlaubsbilder und -erlebnisse, Anregungen, Ideen, Rezepte. Ich möchte diese Rundreisen wirklich nicht mehr missen, gleichzeitig wollte ich mich entschuldigen, dass ich Euch viel zu selten schreibe. Man müsste die Stunden einfach dehnen können, natürlich nur die Freizeit. So wünsche ich Euch allen, dass die herrlichen Sommertage und -stunden gaaaaaaanz lange anhalten und Ihr sie in Eurem Sinne intensiv nutzen und genießen könnt. Ich bin mir sicher, das wird Euch gelingen. Und mir auch - bis bald

Seid herzlichst gegrüßt von Marlene

Dienstag, 19. Juni 2012

Endlich Urlaub!!!


Wie jedes Jahr haben wir uns rund um Sommeranfang bzw. Mittsommer und unserem Hochzeitstag eine kleine Auszeit gegönnt. Seit Freitag hat der Wecker hier nichts mehr zu melden, bis auf eine Ausnahme am vergangenen Sonntag...

da fand der jährliche Kunstmarkt im Botanischen Garten statt und Jochen hatte das Glück wieder für einen Stand ausgelost worden zu sein. Da mussten wir doch früh aus den Federn, um zunächst mal ans andere Ende der Stadt zu kommen und rechtzeitig seine wunderschönen Bilder präsentieren zu können...


 die Sonne lacht mit diesen beiden sympathischen Herren (Vater & Sohn) um die Wette


In diesem Jahr waren offensichtlich wirklich ausschließlich Bild- und Skulptur-Künstler in die engere Wahl des Kulturamtes gekommen, im Gegensatz zu vergangenen Jahren in denen auch immer Schmuck- und Textilkunst angeboten wurde. Wir hatten nicht nur herrlichstes Sommer-Sonnen-Wetter (nach einem dicken Regentag am Samstag), sondern auch den letzten bzw. ersten Stand (je nach Sicht) in der langen Reihe auf dem Hauptweg des Botanischen Gartens. So hatten Jochens Bilder besonders viel Möglichkeit, ihre Wirkung zu entfalten. Die positive Resonanz war einfach überwältigend. Manches Bild wechselte den Besitzer und daneben gab es sehr viel Gelegenheit zu interessanten und interessierten Gesprächen, sowohl neue Kontakte konnten wir knüpfen, als auch mit Freuden bekannte „Gesichter“ begrüßen. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag, der auch dem Künstler sehr gut „getan“ und wieder auf's Neue die Gewissheit gegeben hat, das er auf dem richtigen Weg ist. Und... unter anderem kann sich unser treuer Gefährte (auf vier Rädern) nun in Reparatur begeben.

Also mit dem Wetter haben wir es doch gerade (r)echt gut getroffen, während unseres „Sommer“urlaubs. Die Regen-Episoden halten sich in Grenzen, außerdem wollen wir ja auch immer an die Pflänzchen denken, oder? So kann man doch auch auf Balkonien aufs herrlichste die Seele baumeln lassen – für Lesestoff ist reichlich gesorgt. Morgen treffe ich mich mit meiner Freundin Bille – wir wollen bei schönem Wetter in den Zoo (wie lange ist denn mein letzter Zoobesuch her - da war Flori wohl noch in der Grundschule?) und ansonsten ergibt sich ganz bestimmt schnell ein Alternativ-Programm :-)
Alle weitere wird sich dann auch ergeben. Auf jeden Fall wollen wir noch einen Ausflug aufs Land machen für ein erfrischendes Bad in „unserem“ See und um im Wald nach den ersten Pfifferlingen zu schauen.


Nun wünsche ich Euch allen eine herrliche Mittsommerzeit –
lasst es Euch gut gehen & seid ganz herzlich gegrüßt von
Marlene

Sonntag, 10. Juni 2012

Ein kleiner Zeitsprung


sowohl was den Abstand zu meinem letzten Post, als auch unseren gestrigen Ausflug anbetrifft...
Wir haben uns ganz spontan auf den Weg zum Hussitenfest in Bernaugemacht. Die Anreise hätte etwas bequemer sein können, wenn wir den direkten Zug nicht verpasst hätten, aber auch mit der S-Bahn sind wir gut gelandet. Schwieriger war es, das Festgelände zu finden. In der Stadt war viel geboten, wenn man dem üblichen Rummel und unzähligen kommerziellen Verkaufsbuden etwas
abgewinnen kann. Danach stand uns aber eigentlich gar nicht der Sinn. Die alte Stadtmauer hat uns dann den rechten Weg gewiesen. Dieses Fest geht auf die Ereignisse um den mutigen Prediger Jan Hus im 15. Jahrhundert zurück, der gegen die Herrschaft der katholischen Kirche mit ihrer feudalen Herrschaft und Verschwendungssucht angehen wollte und dafür sein Leben als Ketzer auf dem Scheiterhaufen lassen musste. In Bernau wird an jedem 2. Juni-Wochenende dieser Ereignisse gedacht.
Es war wirklich viel „Spektakel“ geboten, Ritterkämpfe, Musik, Gaukler, „Handel und Wandel“, Handwerkskunst und natürlich war auch für's leibliche Wohl auf authentische Weise gesorgt. Wir fühlen uns auf solchen mittelalterlichen Märkten weitaus wohler als zwischen all dem „modernen“ Kommerz.
Hier ein paar Eindrücke, die wir allerdings recht neuzeitlich mit einer Handy-Kamera festgehalten haben:

Tapfere Recken
(mit dem „normalen“ Rummel im Hintergrund)


der Stelzenmann, der urplötzlich direkt vor uns seine Arme ausbreitete
(schon beeindruckend und beängstigend zugleich)


Markt- und Handwerkstreiben

 
 

Gaukler und Musik

 
 

Uns hat es sehr gut gefallen und „gemundet“ auf diesem Fest – vollkommen anders als bei manchem „modernen Vergnügungen“.

Und nun liegen nur noch 4 Arbeitstage vor mir und dann... hab ich 2 Wochen Urlaub – ich kann's kaum noch erwarten. Den Tag ohne Wecker beginnen und ganz viel Zeit zum Seele baumeln lassen – wunderbar!!!

Seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene