Sonntag, 28. September 2008

Von neulich und heute

Also zunächst einmal möchte ich "DANKE" sagen für all Eure lieben Kommentare. Ich möchte diese bunte, sympathische Blogrunde nicht mehr missen, auch wenn ich mich selbst eigentlich viel zu selten zu Wort melden kann. Doch jetzt nicht jammern und klagen - in 2-einhalb Wochen ist "schon wieder" Urlaub - ein lohnendes Nahziel!!!

Und nun... ich bin ja noch ein paar Bilder schuldig, nämlich von "Kramer, Zunft und Kurtzweyl" auf der Domäne Dahlem. Wir gehen gern auf diesen mittelalterlichen Markt. Viel sagen muss man zu den Bildern sicher nicht, also...

Begrüßung durch Alex und Gustav

Der Marktvoigt mit den Kindleyn

und das Turney mit den Herren...
von Fuchsberg, von Württemberg und von Drachenfels

Herr von Württemberg so...

...oder so

Der Marktvoigt als Moderator auf seinem Hochstand - er hält das Publikum bei Laune...
... und die Herren Hammerstein im Zaume, die ihre familiären Zwistigkeiten auf dem Turney-Platz austragen wollen

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Heute war ein so herrlicher Frühherbst-Sonntag, an dem die Sonne vom Himmel strahlte und die Bäume ihr buntes Blätterkleid angelegt hatten, dass es uns nicht im Zimmer hielt. Es hat uns wieder an einen Ort geführt, den wir noch nicht kannten: auf den Teufelsberg im Grunewald.
Er ist ein Trümmerberg und mit seinen 114,7 m neben den Müggelbergen die höchste Erhebung des Stadtgebietes. Seinen Namen verdankt er dem nahegelegenen Teufelssee. Ursprünglich stand an der Stelle der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät - Teil des nationalsozialistischen Projektes "Welthauptstadt Germania". Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde die Anlage gesprengt, abgerissen und als Baumaterial genutzt und ab 1950 als Deponie für 12 Mio m³ Trümmerschutt aus 400.000 zerbombten Häusern genutzt. Der Berg wurde modelliert und man plante Rodelbahnen, Skihänge und der Deutsche Alpenverein errichtete einen Übungskletterfelsen.
Die Nutzung als Freizeitgelände wurde vorerst vereitelt, weil die US-Truppen den Berg für eine Abhöranlage zum Gebiet des Warschauer Paktes übernahmen. Nach der Wiedervereinigung wurden die elektronischen Einrichtungen entfernt und eine neue Radaranlage installiert, die den zivilen Flugverkehr über Berlin überwachte.
Anfang diesen Jahres wollte die Maharishi-Bewegung das Gelände kaufen, um darauf eine "vedische Friedensuniversität" und den "Turm der Unbesiegbarkeit" zu errichten. Da das Gelände allerdings planungsrechtlich seit April 2006 als Wald ausgewiesen ist, handelt es sich um unbebaubares Gelände.
Und so wird der Berg weiterhin für die Freizeitaktivitäten der Berliner zur Verfügung stehen mit seinem Wegenetz, den Rodelbahnen und Skiloipen und dem bereits erwähnten Kletterfelsen.
Außerdem wird an einem sonnigen Hang das "Wilmersdorfer Teufelströpfchen" geerntet.
Nach so vielen Worten nun aber einige Bilder von heute:

Die edlen Reben

Der Aufstieg über grüne Pfade


mit Entdeckungen am Wegesrand

...und Blicken über die grüne Stadt


Da hinten links ist ein Zipfelchen der Havel zu sehen, da waren heute viele Segler unterwegs

Dienstag, 16. September 2008

Nachlese

Während ich von unserer PC-Technik etwas gefrustet war, ging das "normale" Leben natürlich weiter und so will ich jetzt, wo sich die Wogen geglättet haben, kurz Nachlese halten. Was für ein Satz. Eigentlich ist doch Jochen immer der Schachtelsatz-Liebhaber. Naja...

Am 03. September waren wir wieder mit dem Dampfer unterwegs. Dieser Ausflug wird von den behinderten Beschäftigten unserer Werkstatt immer heiß ersehnt. Dann wird gesungen, getanzt und (in Maßen) geschlemmt. Und in diesem Jahr war uns auch die Sonne wohlgesonnen. Nur in den letzten 10 Minuten hat sie sich dann verdrängen lassen. Wir waren wieder auf der Spree in Richtung Müggelhort und Neu Venedig unterwegs. Es gibt sehr malerische Ecken dort und es wohnt sich ganz sicher sehr schön. Aber seht selbst:

Dieser winzige gelbe Würfel (in der Mitter) unterhalb des hohen Schornsteins ist unsere Werkstatt. Dieses Gelände war von jeher durch Industrie wie AEG und KWO (Kabelwerk Oberspree) geprägt. Inzwischen wandelt es sich. Das große gelbe Gebäude links ist eine Chip-Fabrik, die vor einigen Jahren als ABM-Projekt begann und nun spezielle Foto-Chips herstellt und in alle Welt verkauft.
Und all die unter Denkmalschutz stehenden Industrie-Gebäude um uns herum werden spätestens im kommenden Jahr bis zu 6000 Stunden der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft beherbergen.

Dann kommt echt Leben in die Umgebung. Wir überlegen gerade, mit welchem Konzept wir uns in Form eines Ladens öffnen könnten. Einige Ideen gibt es natürlich schon. Aber der passende Name wird noch dringend gesucht.

Aber zurück zum Ausblick vom Dampfer:

zeitweilige Reisebegleiter

Wer möchte?

Für Schweden-Liebhaber...

...und für Schlemmermäulchen die "Spreearche" nur auf Bestellung mit einer Fähre erreichbar.
Ich hab sie zum ersten Mal gesehen und musste spontan an Tom Sawyer und Huckleberry Finn denken.

Und hier ist das Kranhaus zu sehen. Es gehört einem Designer, der in der schwarzen Halle daneben Autos ganz "chic aufmotzt". Im Kranhaus ist zu ebener Erde ein kleines Cafè, das von seiner Schwester betrieben wird und im Sommer gibts auch einen kleinen "Beach" am Ufer.
Die Etagen darüber werden privat genutzt und dort gibt es eine Couch-Landschaft, die sich jeweils nach der Sonne ausrichten bzw. drehen lässt. Der Kran soll inzwischen auch wieder funktionstüchtig hergestellt sein.

Und einige Meter weiter haben wir wie immer an unserer "privaten" Anlegestelle gehalten. Nee, nee. Früher wurden die Riesenkabelrollen über die Spree in alle Richtungen transportiert. Aus dieser Zeit sind die Kai-Anlagen und wir bekamen und bekommen hoffentlich auch weiterhin 1x im Jahr die Sondergenehmigung, dort ein- und auszusteigen. Anschließend gabs Eintopf und knusprige Würste vom Grill - mmmmhhhh ist das ein Fest!!!

In Kürze gibts noch Bilder von einem ganz anderen Event. Versprochen!

Sonntag, 14. September 2008

Ich nochmal

Auf den Hinweis von Flori, dass mein heutiger Beitrag unter dem Datum vom 07.09. erscheint und etwas Verwunderung bei ihm ausgelöst hat, muss ich einfach noch eine kurze Info geben. Denn begonnen, ihn zu schreiben hatte ich eben schon vor einer Woche und dann hat mich der PC wie erwähnt total gefrustet. Der Text blieb allerdings gespeichert und so brauchte ich ihn heute nur aktualisieren. Nur ist er nicht an 1. Stelle veröffentlicht worden, sondern der "Blog-Frust" behauptete sich dort weiterhin. Um das zu verhindern, hab ich ihn schweren Herzens gelöscht, obwohl es mit etwas Nachdenken auch eine andere Lösung - nämlich Kopieren in einen ganz neuen Post  - gegeben hätte. 
Aber dann wäre ich andererseits nicht zu dem Vergnügen, hier mit Floris neuem Apple zu schreiben, gekommen. 
Also ich hoffe, Ihr nehmt mir meine etwas unüberlegte Manipulation der Post-Chronologie nicht krumm. Manchmal bin ich einfach zu "hibbelig".  

Sonntag, 7. September 2008

Ein herzliches Hallo...

... an Euch alle, die Ihr gern Jojos kleine Welt besucht und sooo nette Kommentare schreibt. Ich danke Euch sehr dafür. In den letzten Wochen war ich leider - aus verschiedenen Gründen - nicht ganz so gut drauf wie üblicherweise. Zum einen gab's im Dienst viel zu tun für mich, nachdem ich meine Kollegin aus der Hauptwerkstatt mal wieder vertreten durfte, die das eine oder andere Schmankerl einfach ausgesessen hat, dass mir dann in die Hände bzw. auf die Füße fiel. Außerdem haben wir uns besonders um meine Mutter (83) gesorgt, die mit Verdacht auf Schlaganfall in die Klinik kam. Zum Glück hat er sich nicht bestätigt, es war "nur" ein extrem niedriger Natriumspiegel, der die Symptome verursachte. Nun ist sie wieder daheim, bekommt andere Medikamente und eine Pflegestufe ist beantragt, da mein 91-jähriger Vater verständlicherweise mögliche Pflegemaßnahmen nicht leisten kann. Aber... sie wollen umziehen in eine kleinere, hellere und zentraler gelegene Wohnung - "auf keinen Fall jedoch betreutes Wohnen" - das ist ihr Wunsch. So sind meine Schwester direkt vor Ort und ich im Internet auf der Suche nach dem passenden Objekt. Unsere beiden Brüder dürfen sich dann bei der praktischen Seite des Umzuges engagieren. 
Tja und zu guter Letzt hat mir dann noch "unser Großvater PC" ein Schnippchen geschlagen. Er bekam zwar eine Frischzellen-Kur in Form eines neuen Arbeitsspeichers, aber wie es so ist, dazu war erst einmal eine Reha-Phase notwendig. Nun ist er auf dem Wege der Besserung...  
Übrigens an dieser Stelle möchte sich ausnahmsweise noch - ein mir sehr nahe stehender, lieber Mensch - zu Wort melden, nachdem Ihr auch ihn mit so netten Kommentaren bedacht habt:
"Meine liebe Frau Marlene, hier wohl besser als "Jojo" bekannt, hat mich aufgefordert, einige persönliche und dankende Worte an ihre "Kommentatoren", die meine letzte Arbeit "Am Ufer des Särvsjö" mit Anerkennung und Lob bedachten, zu richten. Dem muss ich wohl nun, "Sonntag früh" um 11.30 Uhr zwischen Frühstück und Zeitung, nachkommen.
Es ist ganz klar, dass mich jeder positive Kommentar freut. Bestätigt er doch die geleistete Arbeit, die Idee und die Umsetzung. Außerdem schmeichelt es der eigenen Eitelkeit. Wer wollte sie leugnen?!
Es ist für mich einigermaßen befriedigend, wenn die Bilder mit einer gewissen "Leichtigkeit" daherkommen und man die vielen Schweißtropfen und Wutanfälle nicht mehr ahnt oder sehen kann. Die Arbeiten sollen ja eigentlich immer ein "Gesamtgefühl" ausdrücken, das in einer bestimmten Landschaft im speziellen Licht wirkt und sichtbar wird. Wenn dann Betrachter dieses Gefühl und diese Stimmung auch spüren, freut mich das besonders. Aber ich muss auch ehrlich sagen, ebenso würde mich öfter mal eine gute und konstruktive Kritik erfreuen - ist sie es doch, die oftmals zu neuen Denkanstößen und Ideen führt.
In diesem Sinne besucht alle weiterhin Marlenes - Jojos - Blog und wenn wieder eine Arbeit zu sehen ist, spart nicht mit Euren Gedanken und Worten dazu." J.W.
So Ihr Lieben, in Kürze (vielleicht schon heute abend) gibt es noch einige Bilder zu sehen. Denn auch wenn's stressig war oder gerade deshalb muss man sich auch ein wenig ablenken zwischendurch, oder? Aber erst einmal sind wir bei unserem Sohn Florian zur Urlaubsbilder-Schau von seiner Wandertour incl. einem Kaffeestündchen eingeladen.
Also bis in Kürze, ich freu mich sehr, dass ich mich wieder aktiv an Eurer netten und kreativen Runde beteiligen kann.

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Sonntag, 31. August 2008

Erste Urlaubsimpressionen "in Öl" und ein kurzer Stadtspaziergang

Gestern hat Jochen dieses Bild (siehe oben) mit dem Blick auf "unseren" See - dem Särvsjö - fertiggestellt. Das ist eine der wunderbaren Impressionen, die wir aus dem diesjährigen Schweden-Urlaub in unserem Herzen mit nach Hause genommen haben. Baden war im Juni leider (noch) nicht möglich, das Wasser hatte sicher keine 10°, dafür haben wir uns an seinem Ufer entweder den Wind kräftig um die Nase wehen lassen oder die einzigartig sanfte, klare Luft genossen, Steine gesammelt und ein Sträußchen Wollgras gepflückt. Jochen war mehrmals mit dem Kanu unterwegs und ihm sind ja auch Rentiere am Ufer begegnet. Und all diese Erinnerungen sind nun in dieses Bild geflossen.
Seine HP ist übrigens vorübergehend "außer Betrieb", weil wir zum September den Anbieter wechseln. Wir waren den ständigen Ärger mit der Telekom endgültig leid. Aber es dauert nicht lange, dann sind seine wunderbaren Werke wieder zu bewundern.

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Ansonsten hat es uns heute mal wieder "in die Stadt" gezogen. Wir wohnen hier wirklich sehr ruhig für großstädtische Verhältnisse, aber manchmal brauchen wir einfach "das Leben mittendrin". Also sind wir mit dem Bus zur Wiege Berlins - dem Nikolaiviertel - gefahren. Dort waren an diesem Wochenende wieder historische "Gestalten" unterwegs. Hier gibt es viele Informationen rund um die Historiale, die jedes Jahr zu einem besonderen Ereignis der Geschichte stattfindet. In diesem Jahr ist es die Märzrevolution 1848.

Das sind doch mal Sonntagskleider, oder?

Das Militär macht Pause...

... oder hat die Uniform "an den Nagel gehängt"...

... oder muss noch darüber nachdenken

Oder fachsimpelt noch ein Weilchen


Derweil stellt sich Friedrich Wilhelm IV den Fragen des Publikums

und der Messerschmied wartet auf Kundschaft.

An dem wunderschönen Lädchen "Kugelei" vorbei ging es dann weiter in die Berliner Gegenwart

Zwischen Neptunbrunnen, Marienkirche und Alexanderplatz

Der "Telespargel" in ganzer Länge

und wenn er richtig "strahlt"

Badefreuden zu seinen Füßen

Berlin-Alexanderplatz - ein Blick hierhin

oder hierhin - da hinten am Fuße des Park Inn gibts Lecker-Eis

Das Rote Rathaus, in dem unser Regierender Bürgermeister residiert.

Und die beiden bizarren Beton-Türme da hinten sind die derzeitigen Reste von "Erichs Lampenladen" - dem Palast der Republik.

Und dann ging's zurück in den Süden der Stadt - der Pflaumenkuchen wartet!