Nicole hatte die originelle Idee, sich dafür zu engagieren, dem Osterhasen hilfreich zur Seite zu stehen. Und weil sie dabei nicht allein unterwegs sein wollte, hat sie zur Mithilfe aufgerufen. Keine Frage, dass sich da recht schnell eine froh gelaunte, einfallsreiche, bunte Gemeinschaft zusammengefunden hat, um sich gegenseitig mit tollen Ideen zu überraschen, jeden Tag darf eine andere ihren „Senf“ dazugeben.
Heute bin ich an der Reihe und was könnte mein Thema sein?
Wer mich kennt, der weiß, dass ich Schweden liebe und so war schnell klar, in welche Richtung es hier gehen wird: schwedische Ostertraditionen sind es…
Es geht damit los, dass grüne Zweige mit bunten Federn geschmückt werden, so wie diese hier ungefähr. Die Zweige von Rotdorn, Flieder, Heckenrose und Co. haben wir am Freutag auf dem Spaziergang nach dem Home Office geschnitten.
Dafür gibt es einen 🦋 bei
Annis Bingo für „Zweige und andere Naturmaterialien“
Eine weitere Tradition ist es, dass kleine Osterhexen in Schweden umgehen, sie sind gekleidet mit Kopftüchern und Schürzen und ziehen am Gründonnerstag von Haus zu Haus, um Süßes zu erbetteln und überreichen dafür selbst gemalte Bilder und Ostergrüße.
In Schweden liebt man Süßes, deshalb gibt es in jedem Supermarkt ein großes Angebot von „Lösgodis“ (lose Süßigkeiten) oder auch „Lördagsgodis“ (Samstagssüßigkeit) genannt.
Dieser Begriff rührt daher, dass in den 1930-40er Jahren in Schweden Karies ein großes Thema war und um dem entgegenzuwirken, wurde von Staatswegen angeregt, dass nur noch 1x in der Woche, am Samstag, wenn die Familie beisammen ist, Süßigkeiten gegessen werden sollen. Es wird heute zwar nicht mehr ganz so streng genommen, aber mir ist aufgefallen, dass Samstags tatsächlich mehr Kunden mit den Schäufelchen ihre Lieblingsnaschereien eintüten. Übrigens soll es zu Ostern statt den Papiertüten Pappeier zum einfüllen geben. Aber genau wie ich noch keine Osterhexen gesehen habe, kann ich auch das nicht aus eigener Erfahrung sagen. Was ich allerdings aus eigener Erfahrung sagen kann, ist, dass es sehr schwer ist, diesen Versuchungen zu widerstehen.
Was zum Osterfest auch sehr wichtig ist, sind die vielfältigen und leckeren Speisen, ähnlich wie das Julbord (Weihnachtsbüfett) gibt es auch spezielle Gaumenkitzel zu Ostern. Da wir hier ja nur zu zweit sind, wäre es etwas fehl am Platze gewesen, ein ganzes Büfett aufzubauen, deshalb habe ich nur eine süße und eine herzhafte Leckerei ausgewählt.
Smörgastarta ist eine Butterbrot-Torte mit Frischkäse (statt Buttercreme😉) und vielen bunten & gesunden Verzierungen. Wir haben uns aus besagten Gründen eher für Törtchen entschieden.
Und als Süßes gibt es eine Mandeltorte, die ich ebenfalls zum allerersten Mal ausprobiert habe.
Und all das zusammen - gemeinsam mit einer Geranie, die in Schweden vielerorts als Zimmerpflanze gehegt und gepflegt wird, steht auf einer Tischdecke, die ich gestern aus einem Bettbezug in Übergröße aus dem na… woher schon? 🇸🇪 genäht habe. Der Bezug schlummerte schon einige Zeit im Vorrat und freut sich nun darüber, endlich, zumindest teilweise Verwendung zu finden. So gibt es hier noch einen 🦋 für „ich war… und aus mir wurde…“
Das war also mein kleiner Osterhasenhelfer-Ausflug in die schwedische Osterzeit.
An Nicole geht ein ganz lieber Dank für diese besonders schöne Idee für ein gemeinsames Erlebnis in der vor-österlichen Zeit, das morgen bei
Monika weitergeht.
Ich wünsche Euch einen schönen Palmsonntag
und eine herrlich kurze Woche bis zum Osterfest -
Herzlichst, Lene