Montag, 21. Oktober 2013

„Rügen sehen und leben“

… ein seltsamer Post-Titel, dafür dass hier die Fortsetzung vom Schweden-Urlaub folgen sollte? Doch es ist ganz richtig so, denn ich schiebe ein ganz aktuelles Erlebnis ein. Zu meinem runden Geburtstag (in der vergangenen Woche) habe ich von Florian ein ganz besonderes Geschenk bekommen, nämlich eine Reise auf die Insel Rügen, ganz genau waren wir vom vergangenen Mittwoch bis Samstag in Sassnitz. Und wir können sowohl den Buch-Titel von Christian Tautz als auch die Empfindungen des berühmten Malers Caspar David Friedrich, der ebenso fasziniert war vom „Zauber dieser anrührenden Landschaft“ aus ganzem Herzen bestätigen. Wir sind schlichtweg verliebt sowohl in dieses Städtchen, dass sich gerade jetzt im Oktober von einer ganz beschaulichen Seite gezeigt hat, von der bizarren Steilküste, dem Meer so unmittelbar und eigentlich rundherum und nicht zuletzt, das will ich nicht verschweigen, von unserer charmanten Unterkunft in einer historischen Villa aus dem Jahr 1889, die der Urgroßvater unseres Vermieters erbauen ließ und die sich seitdem in Familienbesitz befindet und mit sehr viel Liebe und Herzblut gepflegt wird. Es wird ganz sicher nicht unser letzter Besuch bleiben, ganz im Gegenteil, wir erwägen einen Sassnitz-Besuch im Oktober zu unserer ganz persönlichen Tradition machen.

Ist sie nicht ein Schmuckstück!?!



 ...und der Blick aus dem Fenster (auf der anderen Haus-Seite) von morgens bis abends ein Erlebnis







 ... es gibt sogar einen exklusiven "Schleich"-weg direkt zum Hafen hinunter




... malerische Sträßchen...


... und dieses Häuschen steht zum Verkauf...


Übrigens, das eindrücklichste Erlebnis, neben den vielen kleinen Freuden und Entdeckungen dieser Reise war sicherlich die 6-stündige Wanderung entlang des steinigen Ufers (am Wasser - nicht den offiziellen Weg oben) - mit der allgegenwärtigen Steilküste (aus astreiner Schulkreide) über uns. Aber selbst ich ungeübte Wanderin hab die Strecke vor lauter Begeisterung bewältigt, der Muskelkater vergeht, aber die besonderen Eindrücke bleiben im Gedächtnis, wie z.B. das Geräusch, wenn die Wellen die Steine vom Ufer ein Stück mit sich nehmen, sie aufeinander „schlagen“ und ein „Klimpern“ dabei entsteht.


Und nun, wenn Ihr wollt, nehm ich Euch einfach mit. Aber Achtung - alles auf eigene Gefahr!!!
Mal schauen wir nach vorn, mal nach hinten, mal nach oben und am Ziel dann auch von oben nach unten.
In einem seid Ihr auf jeden Fall im Vorteil, Ihr bekommt bei der Wanderung keine nassen Füße, so wie ich.

Es geht noch ganz gemütlich los...


... ab jetzt wirds steinig...



... dort vorn wäre man gern über's Wasser gegangen 





... wie lange diese Kanten wohl noch halten?




Fundstücke











vielleicht ein Meer-Stein-Algen-Geist?


... Ausblick von der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht zurück in Richtung Sassnitz -
ganz hinten am Horizont sieht man die blasse Landspitze, an der wir losgelaufen sind...


... der Blick nach vorn...


... von oben

 

... da vorn am Zaun ist die Victoria-Sicht...



... mit dem Blick zum Königsstuhl


Ach ja, neben all den Natur-Erlebnissen gab es auch noch einen besonderen Moment ganz anderer
Art. Neben „König Gustav“, in dem wir am Geburtstag ein ganz leckeres Abendessen genießen durften, befand sich die „Blaue Stube“. Ursprünglich war es wohl ein Lädchen für Kunsthandwerk, „antike“ Fundstücke und sonstigem mehr oder weniger „charmigen“ Einzelstücken. Nach dem Essen wollte ich eigentlich nur mal an den Schaufenstern vorbeischlendern und dann... stand da plötzlich ein Näh-Kasten-Roll-Tischchen mit der Aufschrift „kostenlos zum mitnehmen“. Wenn das kein glücklicher Zufall war – ich konnte ihm natürlich nicht widerstehen und Jochen hat es mir freundlicherweise „nach Hause“ getragen. Es ist bis auf 3 kleine Schönheitsfehler noch ganz intakt. Mein Herz hüpft immer wieder neu, wenn ich es sehe!!!




So, das war ein kleiner Blick auf das, was uns in den letzten Tagen sehr beeindruckt hat. 
Nun wünsche ich uns allen einen ganz herrlichen goldenen Oktober – wie es aussieht, meint er es ja recht gut mit uns. Bis zum Wiederlesen...


seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene

Sonntag, 6. Oktober 2013

Nach...

… der ersten Kontaktaufnahme mit dem Alltag und unserer 2-tägigen Reisebegleitung meiner Eltern in den Harz gehen die Gedanken immer wieder zurück in „unser“ herrliches Schweden.

Wir sind von einem warmen, sonnigen Spätsommertag begrüßt worden und hatten in den 2 Wochen hier und da auch herbstliche Regenstunden, an denen wir es uns am Kamin mit Buch und/oder Strickzeug gemütlich gemacht haben (und die uns manchmal zugegebenermaßen auf Ausflügen erwischt haben). Aber eigentlich war uns die Sonne ein recht treuer Begleiter, so wie auf unserer kleinen Wanderung entlang des See-Ufers...

...wir kommen vom Häuschen auf „dem Berg“ (unser Blick vom Esstisch)...


...hinunter zum Steg am See, in dem es sich ganz sicher herrlich schwimmen lässt, wenn die Temperaturen (von Wasser & Luft) dazu einladen...




… vorbei an einem Bauernhof mit einem großen Wohnhaus...


… und nur wenige Schritte davon entfernt schlängelt sich ein malerischer Fluß, der den südlichen und mittleren Teil des Sees, der bis Norwegen hineinreicht, miteinander verbindet,...






… an dessen Ufer hier und da ein Häuschen auftaucht und diese idyllische Feuerstelle, die sicher schon Teil so manchen romantischen Abends war...



… und dann kommt der Moment, an dem der Fluß in „Mellan Kornsjön“ mündet...



Dieser See hat uns täglich mit neuen Farben im Zusammenspiel mit Sonne und Wolken überrascht und wir sind ganz sicher, dass er im Hochsommer zum ausgedehnten Baden einlädt. Und die Felsen, die ganz sanft ins Wasser hineinragen, sind ideal, um zwischendurch ein Sonnenbad zu nehmen oder auch zu picknicken.






Nicht zu vergessen, die zahlreichen Fische, die auch in diesem See zu Hause sind.
Vorsicht Flori – einfach mal wegschauen!!!
Hier kommt kein Fisch, sondern eine Ringelnatter


Unser Weg führte sowohl am felsigen, lichten Ufer des Sees, als auch auf einem von Annika (unserer Vermieterin) mit gelben Baum-Markierungen gekennzeichneten Waldpfad über Stock und Stein, auf dem wir neben Pfifferlingen auch diese geheimnisvolle Stein-Gestalt trafen und wunderbare Licht-Blicke durch die Bäume freigab.




Und mit diesem Blick von der Terrasse verabschiede ich mich für heute von Euch




wünsche Euch eine schöne 2. Oktober-Woche
mit möglichst viel Sonnenschein -
seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene

Fortsetzung folgt

Sonntag, 29. September 2013

Wir sind...


... wieder da, aber noch nicht ganz hier, weil wir viel lieber noch immer dort wären...



Es war so schön, dass der Abschied sehr, sehr schwer fiel. Und doch sind wir wieder da, aber mit dem Herzen auf jeden Fall noch immer dort...


... oder auf dem Weg nach hier...


Zum Glück ist übermorgen noch weit - erst dann wird wieder Alltag sein.

Ganz bald erzähl ich mehr von unserem Besuch im Dalsland (Västra Götaland - Schweden).

Bis dahin wünsche ich Euch allen einen wunderschönen späten Sommer und goldenen Herbst -

 seid bis dahin herzlich gegrüßt von Marlene

Freitag, 13. September 2013

Endlich ist es soweit...

... und ich habe gerade noch so viel Zeit, Euch für den September "Tschüß" zu sagen. Gleich führt uns der Weg gen Norden, ungefähr hier hin


Wir lassen den Stress der letzten Zeit jetzt einfach hinter uns und freuen uns sehr auf
2 Wochen Abschalten, Ausschlafen, Ausruhen, Aufatmen und vieles Andere mehr.



Genießt den Spätsommer & 
seid bis zum Wiederlesen ganz herzlich gegrüßt von Marlene

Sonntag, 25. August 2013

Einmal Ostsee bitte! und noch dies und das

Ja, mein Vater - demnächst 96 Jahre "jung" und leider schon recht gezeichnet von der Demenz, hatte sich gewünscht, noch einmal sein geliebtes Seebad Ahlbeck (Insel Usedom) zu besuchen.
Das Wetter und auch die gesundheitliche Verfassung meines Vaters haben es recht gut mit uns gemeint und den Aufenthalt doch zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Ich muss ja gestehen, dass wir einigen Respekt vor der Betreuungs-Aufgabe hatten. Doch er hat es uns recht leicht gemacht - so konnten auch wir die Zeit durchaus genießen.

Hier der Klassiker, die "Seebrücke Ahlbeck", auch bekannt aus Loriots Film "Pappa ante Portas". Bei den Dreharbeiten 1991 gab es den hinteren Steg ins Wasser allerdings noch nicht bzw. noch nicht wieder. Heute legen dort mehrmals täglich Ausflugsschiffe an, die entweder ins polnische Swinemünde oder zu den anderen Kaiserbädern Heringsdorf und Bansin fahren.


Der Himmel zeigte sich mal so...



... oder auch so



Beides hat durchaus seinen Reiz, wenn man gemütlich im Strandkorb sitzt und die Blitze nicht gerade direkt über einem zucken.

Auch den Blick vom Aussichtsturm der Ostsee-Therme haben wir uns nicht entgehen lassen. Man kann ihn übrigens auch mit einem Fahrstuhl "erklimmen". 



Und nach einer gemütlichen Kutschfahrt durch Ahlbeck und das grüne Hinterland hat sich mein Vater noch persönlich bei den Pferdchen bedankt.


Auch wenn dieser Ausflug an den Ort seiner Sehnsucht leider nicht viele Erinnerungen ihn ihm wecken konnte, hat er es sehr genossen. Das konnte man spüren in ganz vielen "Augenblicken".

Und mit diesem Blick aufs Meer haben wir uns verabschiedet.


Inzwischen habe ich die erste Arbeitswoche bereits wieder geschafft und spüre wie die Vorfreude auf unseren "richtigen" Urlaub steigt. Nur noch 3 Wochen und dann geht's mit der Fähre von Rostock nach Schweden. Ich muss allerdings noch bis wenige Stunden vor der Abfahrt arbeiten, dass ließ sich diesmal nicht anders einrichten.
Außerdem war ich das erste Mal am späten Abend gegen 23 Uhr in einer Klinik, um jemanden nach einer OP abzuholen. Wahrscheinlich haben die Schwestern innerlich ziemlich geschmunzelt, als ich fragte, ob ich da überhaupt noch reinkomme? Bis auf die Pförtnerin und eine Nachtschwester war auch niemand zu sehen und ein klein bißchen fühlte es sich wie Flucht an. 
Und noch eine Entdeckung durfte ich in dieser Woche machen, ich habe ein ganz verlockendes Wollgeschäft entdeckt - es heißt "Wollrausch" und in den kann man echt verfallen, wenn man erst einmal zwischen all den gut gefüllten Regalen steht. Ich hab aber klein angefangen mit ein paar Knäuel Merino-Sockenwolle. Die Saison beginnt! und mir hat es schon in den Fingern gekitzelt.
Unsere Tomatenpflanzen tragen noch immer viele Früchte und damit sie auch ein bißchen verwöhnt werden,
haben sie nochmal frische Erde bekommen. Wir haben dafür ganz besondere "Äppel" auf den umliegenden Reitwegen gesammelt. Und man merkt den Pflanzen an, wie gut es ihnen tut. Jedem das Seine!!!
Nun wünsche ich Euch allen einen ganz schönen, sonnigen, bunten, fröhlichen, kreativen und gesunden August-Ausklang - lasst es Euch gut gehen und

seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene

Sonntag, 4. August 2013

Es ist Sommer und ...

... ich habe doch tatsächlich etwas gewonnen, etwas wunderschönes Blaues - ein Saftservice bei Roswitha


Ich freu mich sehr, dass ich das Glück hatte und danke Dir, liebe Roswitha, ganz herzlich für diese tolle Verlosung!!!

Ansonsten war es natürlich auch hier in Berlin sehr sonnig und warm, so wie ein Sommer halt sein soll. Von mir aus hätte er es nicht ganz so gut meinen müssen mit den Temperaturen, aber ein "richtiger" Sommer macht schließlich auch Vorfreude auf Herbst und Winter.

Ich hatte in den letzten Wochen absolut keine Lust auf Stricken, deshalb bin ich auch überhaupt noch nicht
mit dem Projekt von Lunacys origineller Aktion "6 aus'm Stash" zu Potte gekommen. Über das Foto zum Inhalt des Juli/August-Tütchens (inmitten der Balkonblüten) bin ich bis heute leider nicht hinausgekommen.


Aber das wird sich ändern - schließlich liegt fast der gesamte August noch vor uns. Und da wird es sicher
noch so manche stille Abendstunde zum Stricken geben. Am liebsten wäre mir ein leichtes Tuch.

Dank der sommerlichen Temperaturen gedeihen unsere Tomaten ganz wunderbar - im Moment ernten wir eigentlich täglich einige rote Früchtchen - dieses (Beweis:-))Foto ist allerdings noch vom Zeitpunkt vor der ersten Ernte

Als Nächstes steht jetzt aber erst einmal die Reise(begleitung und -betreuung) meines Vaters ins Kaiserbad Ahlbeck (Insel Usedom) für uns auf dem Programm. Sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Wochen zwar leider etwas verschlechtert, aber die Reisepläne sind ihm trotz oder gerade in seiner Demenz sehr präsent. Am kommenden Samstag geht's los! Vielleicht erwacht dort sogar die eine oder andere Erinnerung bei ihm - schließlich ist es seit nunmehr 90 Jahren eigentlich sein liebstes Reiseziel, seit seine Tante ihn und seine Schwester in den Sommerferien immer dorthin eingeladen hat. Wir werden sehen!

Nun wünsche ich Euch allen - auch meinen beiden neuen Leserinnen Roswitha und Nula - einen schönen, entspannten und/oder unternehmungslustigen Sonntag und eine weitere sommerliche Woche!
Bis zum Wiederlesen - 
Seid ganz herzlich gegrüßt von Marlene