Donnerstag, 23. August 2007

Ein Besuch auf dem Lande

Leider ist unser treuer Familienhund vor kurzem
seiner schweren Krebserkrankung erlegen.
Und da es in Jochens Familie seit Jahrzehnten schöne Tradition ist, hat nun wieder ein Schäferhund ein nettes Zuhause gefunden, nämlich Klein"Rocky". Nicht bei uns hier in Berlin, sondern bei Jochens Mutter und Bruder im Haus und auf dem weitläufigen Grundstück. In den letzten Tagen hat er sich schon mit dem Pferd bekannt gemacht und sich gewissen Respekt bei der Katzenfamilie verschafft und nun muss er sich nur noch "seine Familie" erziehen.


Der Spätsommer hat echt schöne Seiten - wie z.B. diese hier:
Unser heutiges Abendessen wird aus diesen herrlichen Früchten des Waldes bestehen. Sie wachsen in so reicher Zahl, dass man bei einem Spaziergang quasi darüber stolpert.

Sonntag, 19. August 2007

Großstadt pur mit Überraschung











Als Kontrastprogramm zu Garten und Alt-Berlin gibts hier mal ein paar Bilder (ohne viel Kommentar) aus der City - vom Potdamer Platz mit Sony-Center, Neue National-Galerie, Matthäuskirche etc.










Und dann plötzlich der Zeitsprung ins Jahr 1944 - Dreharbeiten zum Film "Valkyrie" (mit Tom Cruise) über den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg:




























Ein eigenartiges Gefühl, ausgerechnet in dieses Kapitel unserer Zeitrechnung zurückversetzt zu sein. Aber für eine kurze Momentaufnahme doch sehr interessant.

Wie die Zeit vergeht...



... schon wieder ist eine Woche vorüber. Ich hatte ein ziemlich straffes Arbeitspensum, da ist das bloggen einfach zu kurz gekommen. Aber ich hab zwischendurch mal ein, zwei Blicke aus dem Büro-Fenster festgehalten. Dieses Bild bietet sich mir im Moment - zumindest so oder so ähnlich, leider auch mit der entsprechenden Geräuschkulisse einer Großbaustelle (die sich rechts noch weiter rundum unsere Werkstatt erstreckt). Noch freuen wir uns allerdings an dem Blick auf die Spree, besonders wenn die kleinen und großen Boote an uns vorüber ziehen. Mir ist es leider nicht gelungen, einen richtigen Ausflugsdampfer vor die Linse zu bekommen. Demnächst, am 29.08. wird aber eigens für uns ein Dampfer anlegen und mit uns eine Rundfahrt machen. Das ist immer eines der Highlights für die behinderten Menschen - eine Riesenfreude!

Heute morgen, auf dem Weg zum Bäcker, hab ich noch einige Augenblicke im Garten Halt gemacht:

Die Rosen strecken sich dem Sonnenlicht entgegen - ihre Blüten sind in ca. 2 m Höhe.







Ist diese Clematisblüte nicht schön? Leider ist direkt daneben auch das Werk der gefräßigen Schnecken zu erkennen. Sie haben bei uns leider keine natürlichen Feinde, weil sie angesichts ihres widerlich bitteren Geschmacks selbst von Igeln verabscheut werden. Obendrein sind sie resistent gegen Schneckenkorn. Also hilft eigentlich nur eine Wache rund um die Uhr, die sie absammelt.




"Laterne, Laterne..." Ich liebe sie und freue mich, dass sie sich seit dem vergangenen Jahr wieder selbst vermehrt haben. Ich weiß natürlich, dass sie bekannt dafür sind, sehr zu wuchern. Aber noch dürfen sie, denn ihre orangen Laternchen sind ideal zum herbstlichen Basteln.








Rudbeckien - ein gelber Tupfer im grünen Beet.







Und dann sind da noch die Sonnenblumen - unsere waren ziemlich

spät dran, weil auch sie zum Beginn ihres Lebens Opfer der Schnecken wurden. Aber nun haben sie ihren älteren Verwandten unseres lieben Nachbarn Herrn Kuntze nachgeeifert und bilden alle zusammen einen richtigen Sonnenblumenwald.

Montag, 13. August 2007

Sonntagsspaziergang in der Stadt

Gestern führte uns der Spaziergang statt in beschaulich-idyllische Refugien der Großstadt (die wir bevorzugen) ausnahmsweise mal mitten in den Szene-Bezirk Prenzlauer Berg. Wir waren auf dem Weg zu Florians Wohnung, um seine Pflänzchen zu gießen.













Zunächst begegnete uns ein kleines Stück historisches Berlin




Hochwasser-Gefahr im 4. Stock?






Das angenehme mit dem Nützlichen verbinden im Wasch-Café im Vorderhaus


und ein typischer Berliner Hinterhof passend zum Zille-Zitat "Jeh wech von de
Blume, kannst an de Mülltonne spieln"


Hier braut sich was zusammen, ganz ohne Reinheitsgebot -
die berühmte Kulturbrauerei lädt ein zu vielen Konzerten und Ausstellungen.


Omas Sessel kommen zu neuen Ehren












Ein Gruß vom Tele"Spargel"

Und die folgenden Bilder gehören zu diesem inzwischen sehr jungen quirligen, studentischen Stadtbezirk einfach dazu: ehemaliger Mauerstreifen und Gedenkstätte für die Opfer












Sonntag, 12. August 2007

Ausflug in die Vergangenheit

Gestern haben wir den Besuch auf dem Friedhof zum Anlass genommen, nochmal an den Ort von Jochens Kindheit zurückzukehren. Leider hat es ausgerechnet in diesem Moment wie aus Gießkannen geregnet. Da wir aber zufällig 2 große Schirme im Auto hatten, sind wir weiter den Spuren gefolgt. Für die Füße war es beinahe eine Kneippkur - Wassertreten im Grünen.

Jochens Geburtshaus ist inzwischen leider dem Verfall preisgegeben. Es müsste schon einen großen Liebhaber finden, der auf die Vorzüge eines Stromanschlusses verzichten kann, das Wasser aus dem eigenen Brunnen fördert und obendrein die finanziellen Forderungen einer Erbengemeinschaft (aus weiter Ferne) befriedigt. Und natürlich benötigt das Haus jemanden, der es nach allen Regeln der (Bau)Kunst aus seinem Dornröschenschlaf weckt.






Das ist die Zufahrt zum Haus - wie gesagt mitten im Wald gelegen.




Dies ist der Blick vom Weg aus - man erkennt noch die Sprossenfenster der sogenannten "Fensterstube" und in der Mitte die große Kiefer, die zufällig genau zur Zeit von Jochens Geburt im damaligen Steingarten seiner Mutter Fuß gefasst hat.


Hier ist noch besser zu erkennen, wie sie sich inzwischen mit ihrer stattlichen Größe fast an das Haus schmiegt.









Die Gartenpforte hat offensichtlich lange niemanden mehr eintreten sehen - Schade!




Wie von vorn so auch von hinten hüllen Büsche und Bäume das Häuschen mehr und mehr ein, so dass es zu einem "versunkenen Schatz" wird.

Wohin das Auge reicht war das Spielparadies von 3 "kleinen" Naturburschen - da gab es Kletterbäume ohne Ende und keine Straße, die beim Ballspiel gefährlich werden konnte. Hier hatte auch irgendwo sein Vater die Tomatenpflanzen. Diese waren als Schutz vor nächtlichen (tierischen) Besuchern mit einer "Alarmanlage" versehen - ein Blech und einem Stein, die über eine Schnur mit dem Schlafzimmer der Eltern verbunden waren und durch entsprechendes Ziehen ausgelöst wurde. Einmal ist auch der Förster völlig unerwartet in einen solchen nächtlichen "Hör-Genuss" gekommen.

Das war ein Teil der Wegkreuzung vorm Haus, hier gab es statt Verkehrslärm eher Wildwechsel.











Seit gestern ist Berlin in Wolken gehüllt und es fällt nass vom Himmel. Für die Pflanzen nach der heißen, trockenen Woche ganz sicher ideal, aber um sich rauszusetzen nicht unbedingt. Deshalb kam mir die Idee mit dem Ausflug in die Vergangenheit.

Samstag, 11. August 2007

Eine Woche...

...ist schon wieder vergangen seit meinem letzten Eintrag. Eh man sich versieht...
Es begann mit einer Überraschung am Montag Morgen, als wir von/mit einer Pfütze in der Küche begrüßt wurden. Die Installation an der Spüle hatte irgendwo ein Leck. Und da blieb Jochen nichts anderes übrig als sich an die Liedzeile von Reinhard Mey - "...ich bin Klempner von Beruf, ein Dreifach-Hoch dem, der dieses Handwerk schuf..." zu halten und den Schaden zu beheben. Aber das Ergebnis dieser Reparatur war eine noch größere Überraschung!!! Unsere Spülmaschine, die wir seit unserem Einzug für defekt hielten und die seitdem nur einfach die Lücke in der Küchenzeile füllte, funktioniert plötzlich auch wieder. Wir sind schlichtweg begeistert und ich kann Jochens bisherige Entschuldigung - "ich bin kein Klempner" - nicht mehr gelten lassen.

Ansonsten hielt die Woche viel Arbeit für mich bereit, da ich für den gesamten August die Aufgaben meiner Kollegin in der Hauptwerkstatt mit übernehmen "darf". Nun ist der Monatsabschluss aber erstmal fertig und ich kann wieder Luft holen.

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag hat sich Florian, nachdem er all seine Klausuren dieses Semesters geschrieben hat, auf den Weg nach
Schweden gemacht. Sein Plan ist, 1 Woche auf dem Vasaloppsleden
(einem historischen Wanderweg in Dalarna) unterwegs zu sein. Erfahrungen in dieser Richtung hat er schon - vor 4 Jahren hat er bereits den Kungsleden bewandert. Er genießt es sehr, auch mal ganz für sich allein zu sein. Um so mehr kann er dann im Anschluss das quirlige Studentenleben und den Job beim Globetrotter genießen. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, ihn trotz der späten Stunde zum neuen Hauptbahnhof zu begleiten. Er hatte einen Platz im Liegewagen und als wir in das entsprechende Fenster schauten, saß da eine Dame, die hätte die Zwillingsschwester von Astrid Lindgren sein können. Wenn das nicht die ideale Reisebegleitung ist?! Inzwischen wissen wir, dass er gut gelandet ist und freuen uns auf seine Heimkehr am kommenden Donnerstag.

Sonntag, 5. August 2007

Sonntag - Besinnung - Garten

Zunächst wollten wir nochmals lieben Dank sagen für all Eure herzlichen, anteilnehmenden Worte, die uns in dieser Woche und ganz sicher auch weiterhin im Herzen begleiten werden.
Jochens Vater hat am Freitag neben seinen Eltern und Geschwistern seine Ruhe gefunden. Wir sind uns sicher, dass er auf eine ganz besondere Weise anwesend war. Er hat erleben dürfen, wie nicht nur der Familienkreis Abschied von ihm genommen hat, sondern auch eine große Zahl von Freunden aus seinem Heimatdorf. Er war dort von seinem 5. bis 50. Lebensjahr zu Hause und hat offensichtlich viele bleibende Spuren hinterlassen. So ist er auch über mehr als 35 Jahre Abwesenheit noch in so lebhafter, angenehmer Erinnerung geblieben. Das war für uns eine ganz besonders schöne Erfahrung. Wir haben nach der Beisetzung bei Kaffee und Kuchen in großer Runde noch lange beisammen gesessen, quasi im Schutz des Lindenbaumes, den er vor vielen, vielen Jahren gepflanzt hat. Für Jochen und mich wird die Verbindung zu diesem Dorf und seinen freundlichen Bewohnern nun wieder enger werden, weil wir die Pflege des Familiengrabes übernommen haben. Jochen selbst verbindet ohnehin ein unsichtbares Band mit diesem Ort, weil auch er eine wunderschöne Kindheit dort verbracht hat. So schließt sich in gewisser Weise wieder ein Kreis! Alles in allem sind wir sehr dankbar dafür, dass sich alles so gefügt hat und wir "dem Großvater" eine Heimreise in Harmonie und Freundlichkeit ermöglichen konnten. Das waren Dinge, die ihm zeitlebens am Herzen lagen.
Das Foto ist Teil eines Zeitungsartikels, der vor einigen Jahren über ihn erschien. Es zeigt ihn in seinem Atelier bei der Arbeit an einem Heide-Motiv.

Den heutigen herrlich sonnigen Sonntag haben wir im Garten begonnen und die Ruhe total genossen. Wir haben gelesen, Kaffee getrunken und ein wenig "gepusselt" zwischen den Pflanzen. Dabei sind wieder einiger Bilder entstanden:
Der Hibiskus fühlt sich inzwischen scheinbar doch recht wohl bei uns, denn er blüht nach 2 Jahren zum ersten Mal

Das Geißblatt hat uns mit der 2. Blüte dieses Sommers überrascht

Wenn mich nicht alles täuscht, ist dies eine Trichterwinde - sie hat innige Freundschaft mit dem Lavendel geschlossen


Und unsere beiden unbekannten Rosen-Schönheiten erfreuen uns wieder mit ihren herrlich duftenden Blüten

Dies sind 2 Neuankömmlinge - die Clematis "John Huxtable" und zum Schutz ihrer Wurzeln vor Sonneneinstrahlung hat sich davor eine "Hebe" gesetzt. Dieser Name ist mir bisher noch nie begegnet, aber mir gefiel dieses Pflänzchen mit seinen zierlichen, frischen Blättern und den vielen winzigen Knospen.