Gestern haben wir den Besuch auf dem Friedhof zum Anlass genommen, nochmal an den Ort von Jochens Kindheit zurückzukehren. Leider hat es ausgerechnet in diesem Moment wie aus Gießkannen geregnet. Da wir aber zufällig 2 große Schirme im Auto hatten, sind wir weiter den Spuren gefolgt. Für die Füße war es beinahe eine Kneippkur - Wassertreten im Grünen.
Jochens Geburtshaus ist inzwischen leider dem Verfall preisgegeben. Es müsste schon einen großen Liebhaber finden, der auf die Vorzüge eines Stromanschlusses verzichten kann, das Wasser aus dem eigenen Brunnen fördert und obendrein die finanziellen Forderungen einer Erbengemeinschaft (aus weiter Ferne) befriedigt. Und natürlich benötigt das Haus jemanden, der es nach allen Regeln der (Bau)Kunst aus seinem Dornröschenschlaf weckt.

Das ist die Zufahrt zum Haus - wie gesagt mitten im Wald gelegen.
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Dies ist der Blick vom Weg aus - man erkennt noch die Sprossenfenster der sogenannten "Fensterstube" und in der Mitte die große Kiefer, die zufällig genau zur Zeit von Jochens Geburt im damaligen Steingarten seiner Mutter Fuß gefasst hat.
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Hier ist noch besser zu erkennen, wie sie sich inzwischen mit ihrer stattlichen Größe fast an das Haus schmiegt.

Die Gartenpforte hat offensichtlich lange niemanden mehr eintreten sehen - Schade!


Wie von vorn so auch von hinten hüllen Büsche und Bäume das Häuschen mehr und mehr ein, so dass es zu einem "versunkenen Schatz" wird.

Wohin das Auge reicht war das Spielparadies von 3 "kleinen" Naturburschen - da gab es Kletterbäume ohne Ende und keine Straße, die beim Ballspiel gefährlich werden konnte. Hier hatte auch irgendwo sein Vater die Tomatenpflanzen. Diese waren als Schutz vor nächtlichen (tierischen) Besuchern mit einer "Alarmanlage" versehen - ein Blech und einem Stein, die über eine Schnur mit dem Schlafzimmer der Eltern verbunden waren und durch entsprechendes Ziehen ausgelöst wurde. Einmal ist auch der Förster völlig unerwartet in einen solchen nächtlichen "Hör-Genuss" gekommen.

Das war ein Teil der Wegkreuzung vorm Haus, hier gab es statt Verkehrslärm eher Wildwechsel.
Seit gestern ist Berlin in Wolken gehüllt und es fällt nass vom Himmel. Für die Pflanzen nach der heißen, trockenen Woche ganz sicher ideal, aber um sich rauszusetzen nicht unbedingt. Deshalb kam mir die Idee mit dem Ausflug in die Vergangenheit.